Koko (Gorilla)

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Koko (* 4. Juli 1971 in San Francisco, Kalifornien; † 19. Juni 2018 in Woodside, Kalifornien) war ein weiblicher Westlicher Flachlandgorilla, der durch seine Beherrschung einer modifizierten Gebärdensprache bekannt wurde.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koko wurde im San Francisco Zoo geboren. Im Alter von sechs Monaten erkrankte sie schwer und wurde u. a. von der Psychologin Francine Patterson betreut. 1974 wurde Koko zu Forschungszwecken an die Stanford University ausgeliehen. Seit 1979 befand sie sich zusammen mit anderen Gorillas in der 1976 gegründeten Gorilla Foundation im kalifornischen Woodside,[2] wo sie am 19. Juni 2018 im Alter von 46 Jahren starb.[3]

Koko erlangte internationale Aufmerksamkeit, nachdem Francine Patterson und andere Wissenschaftler der Stanford University ihr beigebracht hatten, mit einer abgewandelten Form der amerikanischen Gebärdensprache mit Menschen zu kommunizieren. Koko beherrschte angeblich über eintausend Zeichen der Gebärdensprache und verstand annähernd zweitausend gesprochene englische Wörter. Sie war darüber hinaus der einzige bekannte Gorilla, der den Spiegeltest bestand. Auf die Frage: „Wohin gehen die Tiere, wenn sie sterben?“ habe Koko mit drei Zeichen: „Gemütlich – Höhle – Auf Wiedersehen“ geantwortet. Patterson machte ihre Daten anderen Wissenschaftlern nicht zugänglich.[1]

Koko hatte keine Nachkommen. Die meiste Zeit ihres Lebens verbrachte sie in Woodside.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koko ist die Kurzform für japanisch Hanabi-Ko, was übersetzt „Feuerwerkskind“ bedeutet und sich auf ihren Geburtstag bezieht, den Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten am 4. Juli.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Koko war die Inspiration für den „sprechenden“ Menschenaffen Amy aus Michael Crichtons Roman Congo.
  • In einer Episode der US-Serie Seven Days – Das Tor zur Zeit erhält ein Menschenaffe mit dem Namen Kiki einen Koffer und aktiviert durch die Eingabe des Codes sämtliche Nuklearwaffen der Vereinigten Staaten.
  • Koko, le gorille qui parle, französischer Dokumentarfilm (1978) von Barbet Schroeder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Andrea Morabito: The sad twilight of Koko the gorilla and her ‘mother’. In: New York Post. 28. Juli 2016, abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch).
  2. Scientific Goals. The Gorilla Foundation, abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch).
  3. The Gorilla Foundation is sad to announce the passing of our beloved Koko. The Gorilla Foundation, 20. Juni 2018, abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch).