Kolleg St. Thomas der Dominikaner

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Kolleg St. Thomas der Dominikaner
Kolleg St. Thomas der Dominikaner Altbau
Schulform Gymnasium
Gründung 1902
Adresse

Dominikanerweg 45

Ort Vechta
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 43′ 44,6″ N, 8° 18′ 4,4″ O52.7290611111118.3012111111111Koordinaten: 52° 43′ 44,6″ N, 8° 18′ 4,4″ O
Träger Dominikaner
Schüler 696 (Stand: 28. Febr. 2015)
Leitung P. Andreas Bordowski OP
Website www.kolleg-st-thomas.de

Das Kolleg St. Thomas der Dominikaner (KST) ist ein staatlich anerkanntes freies Gymnasium in Vechta (Niedersachsen) in Trägerschaft der Dominikaner.[1] Die Schule, deren Ursprünge auf das Jahr 1902 zurückgehen,[2] wird zurzeit von 696 Schülern besucht.[3] An der Schule werden Mädchen und Jungen katholischer und evangelischer Konfession unterrichtet. Alle Schulabschlüsse sind den an öffentlichen Schulen erworbenen Abschlüssen gleichgestellt.

Schulgeschichte[Bearbeiten]

Im April 1902 wurde in Vechta das Konvikt St. Josef gegründet. Die Schüler besuchten das staatliche Gymnasium Antonianum. 1908 folgte dann die Eröffnung einer eigenen Ordens- und Missionsschule in Füchtel. Bis 1923 wurde das heutige Hauptgebäude in mehreren Schritten fertiggestellt. Ende 1939 wurde das Kolleg aufgelöst und die Gebäude wurden für Lazarettzwecke durch den Wehrmachtsfiskus beschlagnahmt. Kurz darauf verließen fast alle Schüler und Dominikaner Kloster und Kolleg. Der Oberprima war der Verbleib bis zum Abitur gestattet.[2]

Nach dem Krieg wurde mit dem Bau der Klosterkirche begonnen (1946). Ostern 1947 eröffnete die Schule unter dem heutigen Namen, nicht mehr als berufsbezogene Nachwuchseinrichtung des Ordens, sondern nun als freie Internatsschule. 1954 fanden die ersten Abiturprüfungen nach dem Zweiten Weltkrieg statt. In den 1960er und 1970er Jahren wurden ein neues Konventsgebäude und Erweiterungsbauten für die Schule errichtet. Mit dem Beginn des Schuljahres 1970/71 wurden erstmals externe Schüler aufgenommen. Insgesamt besuchten zu diesem Zeitpunkt 181 Schüler das Kolleg. Im Mai 1990 wurde das Internat geschlossen.[2]

In den vergangenen Jahren erweiterte man die Schule um neue Fachräume für den Chemie- und Biologieunterricht, einen Multimediaraum und einen Konzerthof. Im Frühjahr 2002 fand die Jubiläumsfeier „100 Jahre Dominikaner in Vechta“ statt, unter anderem mit großem Ehemaligentreffen und einem Schulfest.

Im Jahr 2005 belegte die Schule den 46. Platz im bundesweiten Schulranking des Wirtschaftsmagazins Capital.[4]

Seit dem Schuljahr 2006/2007 werden an der bislang reinen Jungenschule auch Mädchen aufgenommen.[4]

AGs[Bearbeiten]

Am Kolleg Sankt Thomas gibt es mehrere aktive Arbeitsgemeinschaften. Das 1980 von P. Siegfried Dörpinghaus OP reaktivierte und heute von Blair Carmichael geleitete Blasorchester produzierte bis heute CDs. Regelmäßig finden Konzertreisen statt, zuletzt nach Newbridge (Irland), Walberberg (bei Köln) und Spanien (Caleruega und Barcelona). Weitere Angebote sind ein DPSG-Stamm, eine Informatik-AG, eine Erste-Hilfe-AG/Sanitäter-AG, ein Chor der Klassen 5-12 und die Ausbildung zum Sanitäter. Außerdem existiert ein Robotik-Projekt unter dem Namen „THOMAS“, bei dem es sich um einen über das Netzwerk ferngesteuerten und selbst fahrenden Roboter auf der Basis von Debian und C++ handelt.[5] Die Sport-AGs werden in enger Zusammenarbeit mit dem Schulsportverein DJK Füchtel Vechta durchgeführt.[6] Auch die Mitarbeit am schuleigenen Biotop nutzen einige Schüler.

Bekannte Lehrer und Absolventen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  1. Kolleg St. Thomas der Dominikaner – Die Schule, abgerufen am 28. Februar 2015
  2. a b c Dominikanerkonvent „Maria de victoria“ (Hrsg.): 100 Jahre Dominikaner in Vechta. Festschrift zum Jubiläumsjahr. Vechta 2002
  3. Kolleg St. Thomas der Dominikaner – Die Schüler, abgerufen am 28. Februar 2015
  4. a b http://www.dominikaner-vechta.de/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=68%3Ageschichte-2001-2006&catid=48%3Ageschichte&Itemid=75
  5. Webseite des THOMAS Projektes, abgerufen am 2. Mai 2015
  6. Kolleg St. Thomas der Dominikaner – DJK Füchtel , abgerufen am 28. Februar 2015

Weblinks[Bearbeiten]