Kombischiff

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Der Kombifrachter Scharnhorst von 1935
Kombifrachtschiff Hessenstein - 1954/55
Die J.G. Fichte 1973 in den Kap Verden

Kombischiff oder Kombifrachter ist die Abkürzung für ein kombiniertes Fracht- und Fahrgastschiff.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Kombischiff, auch als frachtfahrendes Passagierschiff bezeichnet, ist bzw. war ein Wasserfahrzeug spezieller Konstruktion, Ausrüstung und Einrichtung zur gleichzeitigen Beförderung von konventioneller Fracht und Passagieren. Sie unterscheiden sich von reinen Frachtschiffen durch eine größere Anzahl von Unterbringungsmöglichkeiten der unterschiedlichsten Klassen für Passagiere. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden traditionelle Kombischiffe gebaut[1] und genutzt. Im Liniendienst und im Trampverkehr fuhren sie im Überseeverkehr, besonders zur Zeit der Massenauswanderungen im 19. Jahrhundert bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Hapag und der Norddeutsche Lloyd besaßen je drei Kombischiffe, die Hamburg Süd derer vier.

Bekannte deutsche Beispiele sind die Kombischiffe der Schwabenstein-Klasse des Norddeutschen Lloyd, die Cap Norte der Hamburg Süd oder die Potsdam, Scharnhorst, und Gneisenau der HAPAG. Durch eine DDR-Fernsehserie aus den 1970er Jahren erlangte auch die J. G. Fichte der Deutschen Seereederei Rostock Bekanntheit.

In neuerer Zeit auch als LoPax (Kurzform für Lift On/Lift Off für Frachtgut sowie gleichzeitig für Passagiere) bezeichnet man Schiffe, die im Liniendienst sowohl in der Hauptsache Güter als auch mehr als zwölf Fahrgäste befördern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beispiel Meyerwerft abgerufen am 2. Dezember 2015