Konrad Niemeyer

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Konrad Niemeyer (* 14. Mai 1829 in Greifswald; † 15. März 1903 in Kiel) war ein deutscher Klassischer Philologe und Pädagoge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niemeyer wurde als Sohn eines Konsistorialdirektors geboren. Er machte sein Abitur 1846 am Gymnasium in Greifswald und studierte anschließend Philologie an den Universitäten Halle, Greifswald und Bonn. In Halle war er Mitglied des Corps Guestphalia, in Greifswald des Corps Borussia. 1851 wurde er in Greifswald mit einer Arbeit De equitibus Romanis zum Dr. phil. promoviert. Im gleichen Jahr legte er die Prüfung für das höhere Lehramt ab. Nach seinem Probejahr am Pädagogium der Franckeschen Stiftungen in Halle wurde er dort wissenschaftlicher Lehrer. 1854 erhielt er eine Stelle am Gymnasium in Greifswald, 1858 am Gymnasium in Anklam. 1862 wurde er Leiter des Gymnasiums in Stargard (Pommern), 1865 Direktor des städtischen Gymnasiums in Brandenburg (Havel) und 1869 der Kieler Gelehrtenschule. 1890 trat er in den Ruhestand. Zur Pensionierung erhielt er den Roten Adlerorden 3. Klasse.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beiträge zur Erklärung und Kritik des Thucydides: 2. Teil. Dem Gymnasium zu Greifswald bei dem Eintritte in das dritte Jahrhundert am 29. Juni 1861, das Gymnasium zu Anclam. Greifswald 1861.
  • De locis quibusdam, qui in Ciceronis de oratore libris leguntur, disputatio. Kiel 1869.
  • Ueber den Prozess gegen A. Cluentius Habitus. Kiel 1871.
  • Schulreden. Kiel, Leipzig 1890.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Korps-Bericht der Guestphalia in Halle a. d. S. Nr. 27 (Mai 1903), S. 12–13. (Nachruf)