Kowalski

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Kowalski (weibliche Form Kowalska) ist ein polnischer Familienname. Er hängt zusammen mit dem Wort ‚kowal‘ (dt. Schmied).

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bei den meisten polnischen Familiennamen mit der Endung -ski, handelt es sich hier um einen Adelsnamen, der von einem Ortsnamen abgeleitet wurde. Der Ortsname Kowale oder Kowalskie wurde vom Wort ‚kowal‘, was „Schmied“ bedeutet, abgeleitet.[1]

Solche Ortsnamen waren häufig, man kann sich also keinen konkreten Ortsnamen vorstellen, der dem Familiennamen zugrunde liegt. Zur Bildung des Familiennamens kam es parallel an vielen Orten. Ein Hinweis dafür ist die Tatsache, dass mehr als zehn Adelsgeschlechter den gleichen Namen, aber verschiedene Wappen führten.[2] Die adjektivische Endung "-ski" drückt in diesem Fall einerseits die Herkunft des Herren, andererseits die Zugehörigkeit seiner Güter aus.

Kowalski ist nach Nowak mit etwa 178.000 (2015) Personen der zweithäufigste Name in Polen. Die weibliche Form lautet Kowalska, der Plural Kowalscy (z. B. Barbara und Henryk Kowalscy); weitere Varianten sind Kowalczyk, Kowalewicz, Kowalewski.

Als Folge der Einwanderung von etwa 200.000 bis 300.000 Polen von Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts kommen insbesondere in Nordrhein-Westfalen, dort vor allem im Ruhrgebiet, und im Bereich von Berlin vielfach polnische Namen vor, deren Schreibweise häufig eingedeutscht ist, wie bspw. Orłowski zu Orlowski, Szymański zu Schimanski, Rudziński zu Rudzinski, Kowalski, Podolski, Szymaniec zu Schymanietz, Matuzek zu Mattner, Kozłowski zu Koslowski.

Etwa 13 Prozent der deutschen Bevölkerung trägt heute Namen polnischer Herkunft. Kowalski steht an 876. Stelle der Häufigkeit der Familiennamen in Deutschland.

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aleksandra Cieślikowa, Maria Malec, Kazimierz Rymut: Słownik etymologiczno-motywacyjny staropolskich nazw osobowych, Cz. 3, Odmiejscowe nazwy osobowe, Akademia Nauk. Instytut Języka Polskiego, S. 85.
  2. Tadeusz Gajl: Herbarz polski od średniowiecza do XX wieku : ponad 4500 herbów szlacheckich 37 tysięcy nazwisk 55 tysięcy rodów. L&L, 2007, ISBN 978-83-60597-10-1, S. 458.