Marina Fischer-Kowalski

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Marina Fischer-Kowalski (* 15. Januar 1946 in Wien) ist eine österreichische Soziologin, Sozialökologin und Universitätsprofessorin für Soziale Ökologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt sowie Gründerin des Instituts für Soziale Ökologie in Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter des Politikers und Schriftstellers Ernst Fischer und dessen Ehefrau, der politischen Aktivistin und Kulturschaffenden Ruth von Mayenburg, promovierte und habilitierte sich im Fach Soziologie. Sie war zunächst wissenschaftlich am Institut für Höhere Studien (Wien) und bei der OECD (Paris) tätig sowie als Gastprofessorin in Australien (Griffith), Dänemark (Roskilde), USA (Yale) und Brasilien (Rio de Janeiro).[1]

Zu ihren Forschungsfeldern zählen schwerpunktmäßig: Soziale Ökologie, Gesellschaftlicher Stoffwechsel, Sustainability transitions, Theorien des sozialen Wandels, Umweltsoziologie, Gesellschaftliche Ressourcennutzung und Umweltinformationssysteme.

Neben anderen Funktionen ist sie derzeit Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Mitglied des Editorial Board des Journal of Industrial Ecology (JIE) sowie der Zeitschrift GAIA.[1] Von 2007 bis 2009 war sie Präsidentin der International Society for Industrial Ecology (ISIE), 2013 bis 2015 Präsidentin der International Society for Ecological Economics (ISEE).[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2015 wurde Fischer-Kowalski das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen.[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autorin
  • Socioecological Transitions and Global Change. Edward Elgar 2007.
  • Gesellschaftlicher Stoffwechsel und Kolonisierung von Natur. G & B 1997.
  • Halbstarke 1958, Studenten 1968. Eine Generation und zwei Rebellionen. In: Ulf Preuss-Lausitz u. a. (Hrsg.): Kriegskinder, Konsumkinder, Krisenkinder. Zur Sozialisationsgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg. 4. Aufl., Beltz, Weinheim 1990, S. 53–70.
  • Große Freiheit für kleine Monster? Alternativschulen und Regelschulen im Vergleich. Gesellschaftskritik, Wien 1990.
  • Von den Tugenden der Weiblichkeit. Mädchen und Frauen im österreichischen Bildungssystem. Gesellschaftskritik, Wien 1986.
Herausgeberin
  • Gesellschaftlicher Stoffwechsel und Kolonisierung von Natur. Ein Versuch in Sozialer Ökologie. Gordon & Breach, Amsterdam 1997, ISBN 90-5708-018-4
  • Kindergruppenkinder. Selbstorganisierte Alternativen zum Kindergarten. Gesellschaftskritik, Wien 1991, ISBN 3-85115-136-4
  • Öko-Bilanz Österreich Zustand, Entwicklungen, Strategien. Falter, Wien 1988, ISBN 3-462-01884-1
  • Lebensverhältnisse in Österreich. Klassen und Schichten im Sozialstaat. Gemeinsam mit Josef Bucek. Campus, Frankfurt am Main/New York 1980, ISBN 3-593-32691-4
Gesamtliste

ResearchGate

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Schmid: Fischer-Kowalski, Marina, in: Ilse Korotin, Nastasjsa Stupnicki: Biografien bedeutender österreichischer Wissenschafterinnen. Böhlau, Wien u. a. 2018, ISBN 978-3-205-20238-7, S. 227−242, mit ausführlicher Veröffentlichungsliste (Open-Access-Publikation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Lebenslauf. Abgerufen am 24. August 2014 (PDF).
  2. Alpen-Adria-Universität Klagenfurt | Marina Fischer-Kowalski erhält Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. In: www.aau.at. Abgerufen am 25. Mai 2016.