Kraftwerk Dortmund

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Kraftwerk Dortmund
Das Kraftwerk Dortmund vom Spähenfelde aus gesehen
Das Kraftwerk Dortmund vom Spähenfelde aus gesehen
Lage
Kraftwerk Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Kraftwerk Dortmund
Koordinaten 51° 31′ 10,6″ N, 7° 28′ 37″ OKoordinaten: 51° 31′ 10,6″ N, 7° 28′ 37″ O
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Daten
Typ Dampfkraftwerk,
seit 1957 auch Heizkraftwerk
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Kohle (bis 1967)
Erdgas (ab 1957)
Betriebsaufnahme 1897 (Altanlagen)
2004 (Neuanlagen)
Stilllegung 1995 (Altanlagen)
Turbine vier Dampfmaschinen mit Wechsel- und Gleichstrom-Generatoren (1903–1925)
eine Turbine (seit 2004)
Kessel vier gasbefeuerte Kessel (seit 2004)

Das Kraftwerk Dortmund ist ein Heizkraftwerk in der Dortmunder Innenstadt und bildete eine Keimzelle der späteren Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptbau von der Weißenburger Straße aus gesehen
Demontage des Kraftwerks

Der Grundstein für dieses zunächst als Kohlekraftwerk betriebene Kraftwerk wurde 1897 als Elektrizitätswerk der Stadt Dortmund durch Carl Döpke gelegt. Das Kraftwerk war das erste Kraftwerk des Ruhrgebietes, das primär der öffentlichen Stromversorgung diente. Vier Dampfmaschinen trieben die Generatoren zur Stromerzeugung an. Das Kraftwerk lieferte neben Wechselstrom für den Hafen und die Gewerbegebiete auch Gleichstrom zur Straßen- und Hausbeleuchtung. Ab 1906 versorgte es auch die Dortmunder Straßenbahn.

Nach der Gründung der Dortmunder und Verbands-Elektrizitätswerk GmbH am 1. Januar 1923 und deren Übergang auf die Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen GmbH im Jahr 1925 wurden die Kraftwerksanlagen weiter ausgebaut. Ab 1953 wurde die bei der Stromerzeugung anfallende Restwärme in das Fernwärmenetz eingespeist.

Im Jahr 1967 erfolgte eine Umstellung des Kraftwerkbetriebs auf Erdgas. Diese erfolgte aus Gründen des Umweltschutzes, da sich das Kraftwerk an der Weißenburger Straße in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten nahe der Dortmunder Innenstadt befindet.

Im Jahr 1995 endete die Stromerzeugung im Kraftwerk Dortmund. Im Jahr 2004 wurde sie mit einer neuen Turbine wieder aufgenommen. Die Altanlagen des Kraftwerks wurden im Jahr 2010 abgerissen.

Das Kraftwerk wird heute von der RWE AG mit vier gasbefeuerten Kesselanlagen betrieben. Der Netzanschluss erfolgt auf der 110-kV-Hochspannungsebene in das Stromnetz des Betreibers Westfalen-Weser-Ems Verteilnetz.[1]

Es ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[2] Bis 2011 war das Kraftwerk eine Station in der Route der Industriekultur.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Döpke: Das städtische Elektrizitätswerk in Dortmund. Dortmund 1900 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kraftwerk Dortmund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kraftwerksliste Bundesnetzagentur (bundesweit; alle Netz- und Umspannebenen) Stand 2. April 2014. Abgerufen am 20. Juni 2014 (Microsoft-Excel-Datei, 647 KB).
  2. Nr. A 0874. Denkmalliste der Stadt Dortmund. In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014, abgerufen am 20. Juni 2014 (PDF, Größe: 180 kB).