Krielow

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Krielow
Wappen von Krielow
Koordinaten: 52° 24′ 57″ N, 12° 48′ 13″ O
Höhe: 35 m ü. NN
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 14550
Vorwahl: 033207
Dorfkirche

Krielow ist seit dem 26. Oktober 2003 ein Ortsteil der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.[1] In der Nähe, auf der Nordseite des Spitzen Bergs (Gemarkung Krielow) an der Grenze zu Derwitz, führte Otto Lilienthal 1891 mit seinem Derwitzer Apparat die ersten kurzen Gleitflüge durch. Am 21. September 1991 wurde auf dem Windmühlenberg zwischen Krielow und Derwitz das Lilienthaldenkmal errichtet.

Ortschronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über 600 Seiten in vier Bänden hat Ortschronist Karl Birkholz während der DDR-Jahre und in der Nachwendezeit erstellt, die beim Ortsvorsteher eingesehen werden können.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit im 400-Einwohner-Ort ist der frühdeutsche Ringwall, der in der Landschaft jedoch kaum noch wahrnehmbar ist. 1248 schenkten die Markgrafen Johannes I und Otto III das Dorf Krielow dem Zisterzienser-Mönchskloster Lehnin. Nachdem 1795 ein Dorfbrand 6 Höfe einäscherte, wurden diese weiter auseinandergezogen neu errichtet. Prägend war lange die Windmühle an der Chaussee an der Wegegabelung Deetz-Schmergow. Die Bahn Berlin-Magdeburg prägt seit 1846 Krielow, die Bahnwärterbude 55 sicherte den Übergang am Dorfende.

Die DDR-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1945 wurden die Wohnhäuser an der Chaussee durch acht Häuser einer Neubauernsiedlung ergänzt. Das einst 10.000 Hektar große Havelländische Obstanbaugebiet umschließt Krielow. Die zwei Gaststätten, der Konsum und auch der Bäcker, wo man für Kuchen Kakao und Aromen abgeben musste, sind meist schon seit der DDR-Zeit geschlossen, ebenso Kindergarten und vierklassige Schule.

Vereine in früherer Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einstmals waren die Krielower sehr aktiv, so im Kriegerverein, Männergesangsverein, Gemischten Chor, Kleintierzüchterverein, Obstzüchterverein und Sportverein. Im Radfahrerverein wurde Radball gespielt. Der Männergesangsverein hat bis 1929 bestanden, der Gemischte Chor war noch in den 1960er Jahren aktiv.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Jugendclub existiert heute wie in den meisten Dörfern nicht mehr. Im Jugendförderungsplan der Gemeinde von 1977 werden folgende Ziele vorgegeben: politisch-ideologische Arbeit, Initiative der Jugend in der Volkswirtschaft, geistig–kulturelles Leben und Freizeitgestaltung. Heute unterhält die Gemeinde für die Jugend den Bolz- und Spielplatz an der Chaussee.

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Krielow wurde am 1. März 1909 von 17 Männern gegründet. Bis 1944 wurde mit der von Pferden gezogenen Saug- und Druckspritze gelöscht, danach mit einer Anhänger-TS8-Motorspritze. Das heutige Feuerwehrhaus wurde mit viel Eigenleistung der Kameraden erbaut.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chris Rappaport: Historische Ansichten Gemeinde Groß Kreutz. Detmold: Boken-Verlag, 2009. ISBN 3-935454-05-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krielow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003