Kriminalpolitik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kriminalpolitik ist sowohl ein Teil der Rechtspolitik als auch der Kriminologie. Als Praktische Kriminalpolitik werden staatliche Maßnahmen der Kriminalitätskontrolle und Kriminalprävention bezeichnet. Kriminologische Politikberatung wird Wissenschaftliche Kriminalpolitik genannt.

Praktische Kriminalpolitik kann als Policy-Programm verstanden werden, dass die Strategien, Taktiken und Sanktionen festlegt, mit denen die Institutionen der Inneren Sicherheit eine Optimierung der Verbrechenskontrolle erreichen wollen. Derzeit gibt es Tendenzen von Entgrenzung von national und staatlich ausgerichteter Kriminalpolitik, einerseits durch ihre zunehmende Europäisierung, andererseits durch stärkere Einbeziehung von kommerziellen Sicherheits-Anbietern.[1]

Eine negative Kriminalpolitik wird vom Abolitionismus postuliert. Aus Sorge vor totaler Sozialkontrolle wird die Abschaffung des Strafrechts gefordert.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Jürgen Lange (Hrsg.): Kriminalpolitik. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-14449-8, S. 10 (Einleitung).
  2. Günther Kaiser: Kriminalpolitik. In: Ders., Hans-Jürgen Kerner, Fritz Sack, Hartmut Schellhoss Kleines kriminologisches Wörterbuch. 3. Auflage, C. F. Müller, Heidelberg 1993, ISBN=3-8252-1274-2, S. 280–286, hier S. 280.