Kristian Sotriffer

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Kristian Sotriffer (* 3. Oktober 1932 in Bozen, Südtirol; † 19. Dezember 2002 in Wien) war ein österreichischer Maler, Grafiker, Fotograf, Autor und Kunstkritiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sotriffer wurde am 3. Oktober 1932 als erstes Kind seiner Eltern Rudolf und Irmgard Sotriffer in Bozen geboren. Im Jahr 1943 übersiedelte die Familie nach Duss (Dieuze) in Lothringen, floh aber 1944 nach Dornstetten im Schwarzwald. 1950 übersiedelten sie nach Alpirsbach, von dort besuchte Kristian das Keplergymnasium in Freudenstadt. In der 7. Klasse brach er die Schule ab und machte eine Lehre beim Verlag Hirzel. Nach dem Abschluss der Lehre wechselte er zum Piper Verlag, dann zum Verlag von Lothar-Günther Buchheim. Im Alter von 24 Jahren zog er nach Wien und wurde Werbeleiter des Kunstverlag Schroll.[1][2]

Am 7. Juli 1960 heiratete Sotriffer Gritli Zacherl. Gemeinsam bekamen sie drei Kinder.[1]

Von 1972 bis 1984 war er künstlerischer Leiter der Edition Tusch und arbeitete an Ausstellungskatalogen mit. Im Jahr 1986 wechselte er zum Verlag Herold, von 1988 bis 1991 schrieb er für das „Neue Forum“. Ab 1962 schrieb Sotriffer Kunstkritiken für die Tageszeitung Die Presse. 1972 war er Mitbegründer der Edition Tusch, von 1984 bis 1986 arbeitete er für das Wiener Verlag- und Druckhaus Herold, für das er 1985 (zusammen mit Walter Koschatzky) das Standardwerk Die Kunst vom Stein. Künstlerlithographien von ihren Anfängen bis zur Gegenwart schrieb.[1][2]

Am 19. Dezember 2002 starb Kristian Sotriffer in Wien.[3]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen:

  • 1959: Kleine Galerie, Wien, Aquarelle[4]
  • 1961: Galerie Junge Generation, Wien[4]
  • 1962: Tiroler Kunstpavillon[5]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sotriffers publizistisches Werk umfasst kunsttheoretische und kunsthistorische Werke, kulturgeschichtliche Bücher, Ausstellungskataloge, Künstlermonographien und zahlreiche Buch- und Zeitschriftenaufsätze, sowie Kunstkritiken, die in der Tageszeitung "Presse" veröffentlicht wurden.[6]

  • Malerei und Plastik in Österreich, Wien, München, Verlag Schroll, 1963
  • Expressionismus und Fauvismus, Aufbruch der Druckgraphik von der Romantik bis zur Gegenwart, Verlag Schroll, 1971
  • Die verlorene Einheit. Haus und Landschaft zwischen Alpen und Adria, Stuttgart, 1978, ISBN 3-7757-0136-2
  • Südtirol – Eine Elegie, Edition Tusch, 1979
  • Geformte Natur, Edition Tusch, 1981

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Gritli Sotriffer: Kristian Sotriffer. Hrsg.: Semirah Heilingsetzer. Bibliothek der Provinz, 2019, ISBN 978-3-99028-852-8, S. 327–333.
  2. a b Nachlassverzeichnis - K. Sotriffer. Österreichische Nationalbibliothek, abgerufen am 8. August 2021.
  3. Andreas Hupfauf: Nachlass Sotriffer. Universität Innsbruck, abgerufen am 8. August 2021.
  4. a b Semirah Heilingsetzer: Kristian Sotriffer. Hrsg.: Semirah Heilingsetzer. Bibliothek der Provinz, 2019, ISBN 978-3-99028-852-8, S. 33–35.
  5. Kristian Sotriffer. Universität Innsbruck, abgerufen am 19. August 2021.
  6. a b Archivmeldung: Wendelin Schmidt-Dengler und Kristian Sotriffer ausgezeichnet. Stadt Wien, 15. November 2002, abgerufen am 19. August 2021.
  7. a b Christine Riccabona, Sebastian von Sauter und Anton Unterkircher: Kristian Sotriffer. Universität Innsbruck, abgerufen am 19. August 2021.