Kristin Håkonsdatter

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Statue Kristinas an ihrer Begräbnisstätte in Covarrubias.

Kristin Håkonsdatter (* 1234 in Bergen; † 1262 in Sevilla) war eine norwegische Prinzessin, die in das spanische Königshaus einheiratete.

Ihre Eltern waren der König Håkon Håkonsson und seine Frau Margarete Skulesdatter.

Am 31. März 1258 heiratete sie Prinz Philipp, den Bruder des spanischen Königs Alfons X. von Kastilien und León.

Im Herbst 1256 kam eine spanische Delegation König Alfons X. nach Tønsberg und warb um die Tochter Kristin für einen seiner Brüder. König Håkon stimmte zu, dass sie den Bruder heiraten solle, der ihr und ihrem Gefolge am besten gefiele.

Nach der Hákonar saga Hákonarsonar fuhr sie auf einer neu gebauten Snekka zunächst nach Yarmouth, danach in die Normandie, danach über Land nach Narbonne und von dort über Barcelona und Burgos nach Valladolid in Kastilien. In ihrem Gefolge befanden sich einige führende Persönlichkeiten Norwegens, darunter Bischof Peter von Hamar und Lodin Lepp.

Kirche, in der Kristin getraut wurde.
Sarkophag von Prinzessin Kristiana in der Klosterkirche von Covarrubias.

Dort begegnete sie König Alfons, der ihr seine Brüder vorstellte. Ihr gefiel Philipp am besten. Er war allerdings zum Bischof von Sevilla bestimmt. Aber er hatte keine Neigung zu einem geistlichen Amt. Er ging lieber auf die Jagd mit Hunden und Falken und war der mutigste und stärkste der Brüder. Die Hochzeit fand am 31. März 1258 in der Stiftskirche Santa Maria la Mayor statt. Anschließend siedelten sie nach Sevilla um und wohnten im Palast „Vib arragel“. Dort starb sie kinderlos vier Jahre später. Sie wurde in Covarrubias in einem Sarkophag bestattet.

In Kopenhagen befindet sich ein Psalter, der nach der Inschrift Kristin gehört hat. Dieses Buch ist reich illustriert und in einer Werkstätte in Paris um 1230 hergestellt worden. Es ist eines der schönsten und wertvollsten Bücher, die sich in norwegischem Besitz befunden haben.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nationalromantische Dichter Andreas Munch veröffentlichte 1861 ein Gedicht über Kristin: „Kongedatterens brudefart“ in zwölf Romanzen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]