Kunama (Volk)

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Die Kunama sind eine ethnische Gruppe im Hochland Süd-Eritreas. Sie machen mit 107.000 Angehörigen rund 2,5 % der Bevölkerung Eritreas aus (Stand 2001). Ihre Sprache, das Kunama, gehört zum Nilosaharanischen.

Sie sind nilotischen Ursprungs, ursprünglich alle Anhänger einer traditionellen ethnischen Religion. Sie leben jetzt in einem muslimischen Umfeld und sind außerdem Ziel von Missionierungsversuchen der Katholischen Kirche. Etwa die Hälfte der Kunama hält noch an ihrem Naturglauben fest, die Hälfte hat bereits den Islam angenommen, andere das Christentum.

Die Kunama sind matrilinear organisiert, vererbt wird also von der Mutter an die Tochter, nicht vom Vater auf den Sohn. Die Frauen genießen mehr Freiheiten und Entscheidungsgewalt als die Frauen der anderen Volksgruppen. Die Kunama sind außerdem die einzige Gruppe in Eritrea, die keine Frauenbeschneidung kennt.


Aufgrund des Krieges, aber auch aufgrund der An- und Umsiedlungspolitik der eritreischen Regierung werden die Kunama aus ihren früheren Siedlungszusammenhängen herausgerissen und stärker mit den anderen Volksgruppen gemischt, was den Erhalt ihrer Kultur zusätzlich gefährdet. Verarmung würde den Verlust der eigenen Kultur noch beschleunigen, den Status der Frauen senken.

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