Kunda (Madhya Pradesh)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kunda
Kunda (Madhya Pradesh) (Indien)
Red pog.svg
Staat: Indien
Bundesstaat: Madhya Pradesh
Distrikt: Jabalpur
Lage: 23° 43′ N, 80° 8′ OKoordinaten: 23° 43′ N, 80° 8′ O
Höhe: 450 m
Einwohner: 500
Kunda – Shankara-Madha-Tempel (um 420)
Kunda – Shankara-Madha-Tempel (um 420)

d1

Kunda ist ein etwa 500 Einwohner zählendes Dorf im Süden der historisch bedeutsamen Region Bundelkhand im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Am Dorfrand – umgeben von Feldern – befindet sich einer der kleinsten und ältesten Tempel Indiens.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Kunda befindet sich etwa 12 km nordöstlich von Bahuriband (Distrikt Jabalpur) und etwa 5 km östlich der archäologisch bedeutsamen Stätte von Tigawa in einer Höhe von ca. 450 m ü. d. M.

Bevölkerung und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nahezu ausnahmslos hinduistischen Einwohner des Dorfes leben – weitgehend als Selbstversorger – fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Man spricht Hindi, manchmal auch Bundeli.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Shankara-Madha-Tempel ist ein schlichter Dorftempel aus der Gupta-Zeit (um 420). Sein nur aus der eigentlichen Cella (garbhagriha) bestehender Baukörper ist ungegliedert und flachgedeckt. Die annähernd quadratische Cella hat Seitenlängen von ca. 3,30 m (außen) und ca. 1,50 m (innen); die fensterlosen Außenwände sind demzufolge äußerst massiv. Eine – möglicherweise holzgedeckte – Vorhalle (mandapa) könnte in späterer Zeit angefügt worden sein – der in der Flucht der linken Außenwand vor dem Tempel stehende Pfeilerstumpf könnte darauf hinweisen. Der schlichte Bau verfügt über keinerlei figürlichen oder dekorativen Bauschmuck; die Bearbeitung der zum Bau verwendeten Steine ist allerdings äußerst exakt. Im Innern befindet sich ein Shiva-Lingam.

Umgebung

Etwa 5 km westlich befindet sich die ehemals bedeutsame Pilgerstätte von Tigawa mit dem ebenfalls guptazeitlichen Kankali-Devi-Tempel. Es ist davon auszugehen, dass beide Tempel etwa zur gleichen Zeit und von denselben Steinmetzen erbaut wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael W. Meister u. a. (Hrsg.): Encyclopaedia of Indian Temple Architecture. North India – Foundations of North Indian Style. Princeton University Press, Princeton 1988, ISBN 0-691-04053-2, S. 35.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]