Kunst- und Kulturzentrum Monschau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
KuK Monschau 2019.jpg
KuK (Kunst- und Kulturzentrum)
Daten
Ort 52156 Monschau Welt-IconKoordinaten: 50° 33′ 17,6″ N, 6° 14′ 39,3″ O
Art
Kunst- und Kulturzentrum, Museum für Fotografie
Betreiber
StädteRegion Aachen
Website

Das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion Aachen ist ein musealer Standort in Monschau mit dem Schwerpunkt Fotografie[1]. Das Haus steht an sechs Öffnungstagen[2] wöchentlich als Ausstellungs- und kultureller Begegnungsort allen Interessierten bei freiem Eintritt offen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das KuK wurde 2002 gegründet und befindet sich in der Altstadt von Monschau, nur zwei Gehminuten vom Markt entfernt und direkt gegenüber dem Aukloster. Das mehr als 150 Jahre alte Gebäude an der Austraße 9 diente früher u. a. als Finanzamt. Das Gebäude wurde denkmalgerecht saniert und bietet heute kabinettartig aufgeteilte Ausstellungsräume auf drei Etagen. Zum Konzept gehörte von Anfang an, dass das KuK auch Begegnungsstätte ist, die zum kreativen Austausch zwischen Kunstschaffenden und Kunstinteressierten einlädt[3].

Im Februar 2007 wurde die Einrichtung von der Initiative Deutschland - Land der Ideen für die „innovative Konzeption und lebendige Umsetzung“ ausgezeichnet. Seit 2011 hat sich zunehmend Fotografie zum Schwerpunkt entwickelt, der dem KuK als musealem Standort ein Alleinstellungsmerkmal in der Region verleiht[1].

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im KuK werden regelmäßig Arbeiten bedeutender Künstler ausgestellt. Die vier bis fünf Ausstellungen jährlich besuchen laut Veranstalter bis zu 35.000 Menschen[4]. Präsentierte das KuK in seinen Anfangsjahren vor allem regionale Künstler und junge Talente verschiedener Genres bildender Kunst, hat sich im vergangenen Jahrzehnt der Schwerpunkt Fotografie herausgebildet. Hochwertige Fotografie-Ausstellungen mit Arbeiten von internationalen Größen dieses Genres prägen das Programm in der Gegenwart. Viele der Ausstellungen sind deutschlandweit nur im KuK zu sehen oder sogar in ihrer Zusammenstellung exklusiv für das KuK kuratiert.

Zu den Ausstellungen, die in den vergangenen Jahren zum Renommee des KuK maßgeblich beitragen haben, gehören unter anderem solche mit Werken von Anton Corbijn (2011), Jürgen Klauke (2012 & 2015), Jim Rakete (2012), Dana Gluckstein (2013), Roger Ballen (2014), Elliott Erwitt (2014), Ara Güler (2015), Vivian Maier (2015), Ken Heyman (2016), Berenice Abbott (2016), Will McBride (2016), Sandro Miller / John Malkovich (2017), Richard Kalvar (2017), Jessica Lange (2018), Henri Cartier-Bresson (2018), Max Scheler (2018) und Bruce Davidson (2019).

Des Weiteren machten auch Ausstellungen von World Press Photo (2014 & 2015) und "Magnum's First" (2016), die legendäre erste Ausstellung der Agentur Magnum Photos, Station im KuK, ebenso gewährte das Programm Einblicke in Sammlungen wie die von Lola Garrido (2017) und Howard Greenberg (2019).

Für das laufende Ausstellungsjahr 2020 waren vier Haupt-Ausstellungen – allesamt Premieren, teils national, teils international[5] – geplant. Von den deutschland- und letztlich sogar weltweiten Maßnahmen, die im Rahmen der COVID-19-Pandemie beschlossen wurden, war allerdings selbstverständlich auch das KuK getroffen. Beginnend mit Samstag, 14. März 2020, musste es vorübergehend geschlossen werden[6], während noch die Ausstellung "Fotografien von Lotte und Ruth Jacobi" hing (seit 16. Februar 2020[7]). Unter Auflagen für Publikum wieder geöffnet wurde das KuK am 6. Mai 2020[8]. Die von der Schließung unterbrochene Jacobi-Ausstellung wurde bis 24. Mai 2020 verlängert[9]. Infolge der temporären Schließung haben sich aber noch weitere Ausstellungsdaten geändert; aktuell informiert die KuK-Website. Terminiert ist bereits die Ausstellung "Porträts von Menschen und Ländern" von Robert Lebeck für den Zeitraum 30. Mai bis 13. September 2020[10]. Noch offen sind die Termine für die Ausstellung mit Farbarbeiten von Jacques-Henri Lartigue[11] und eine exklusiv für das KuK kuratierte Gruppenausstellung zum Thema Identität und u. a. mit Werken von Claude Cahun, Philippe Halsman und Martin Liebscher[12]. Zusätzlich bis auf Weiteres[13] zu sehen ist auf der zweiten Etage eine bereits im Oktober 2019 eröffnete Sonderausstellung, die das Verhüllungsprojekt des Künstlers Christo in Monschau im Jahr 1971 aufarbeitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Beschreibung des KuK abgerufen am 9. August 2019
  2. Besucherinformationenabgerufen am 9. August 2019
  3. Über das KuK Monschau. Abgerufen am 27. Januar 2020.
  4. Information des Kulturamtes der Städteregion Aachenabgerufen am 9. August 2019
  5. Programm des Jahres 2020abgerufen am 27. Januar 2020
  6. KuK Monschau. Abgerufen am 27. April 2020.
  7. Ruth und Lotte Jacobi: Fotografien (16.02.-22.03.2020). Abgerufen am 27. Januar 2020.
  8. Das KuK öffnet wieder. Abgerufen am 6. Mai 2020.
  9. Ruth und Lotte Jacobi: Fotografien (16.02.-22.03.2020). Abgerufen am 6. Mai 2020.
  10. Robert Lebeck: Porträts von Menschen und Ländern (29.03.-14.06.2020). Abgerufen am 6. Mai 2020.
  11. Jacques-Henri Lartigue: Das Leben ist bunt (21.06.-13.09.2020). Abgerufen am 27. Januar 2020.
  12. Cahun, Halsman, Klauke, Liebscher, Morath: Das bin ich! Sicher? (20.09.-13.12.2020). Abgerufen am 27. Januar 2020.
  13. Wenn dat Kunst ist, bin ich jeck! Christo verhüllt Monschau 1971. Abgerufen am 6. Mai 2020.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]