Lübars (Möckern)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lübars
Stadt Möckern
Wappen von Lübars
Koordinaten: 52° 10′ 3″ N, 12° 7′ 21″ O
Höhe: 85 m ü. NHN
Fläche: 39,62 km²
Einwohner: 486 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2002
Postleitzahl: 39291
Vorwahl: 039225
Südlicher Ortseingang – L 55 von Loburg
Südlicher Ortseingang – L 55 von Loburg
Nordansicht der Dorfkirche Lübars

Lübars ist eine Ortschaft und ein Ortsteil von Möckern im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemarkung des Ortes gehört zur westlichen Fläminghochfläche, einer Heide- bzw. magerrasenreichen Waldlandschaft des norddeutschen Tieflandes.[3]

Neben dem Ortsteil Lübars gehören zur gleichnamigen Ortschaft die Ortsteile Glienicke, Klein Lübars und Riesdorf.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1187 findet sich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes unter dem Namen Lubas. Verschiedene andere Schreibweisen folgen in weiteren Urkunden: 1219 als Lubaz, 1329 als major Lubas, 1372 als Ost-Lubars und 1382 als Lubars. Später wurde dann von einem Dorf und Rittergut Groß Lübars berichtet.[4]

Im Jahr 1847 wurde Groß Lübars im „Topographisch-statistischen Handbuch des Preussischen Staats“ gelistet. Zum Kirchdorf zählten ein Rittergut, eine Windmühle, eine Ziegelei, 36 Häuser und 180 Seelen.[5]

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Groß Lübars mit der Landgemeinde Groß Lübars vereinigt.[6] Am 17. Oktober 1928 wurden der Gutsbezirk Klein-Lübars mit dem Gutsbezirk Riesdorf zu einer Landgemeinde Kleinlübars-Riesdorf zusammengelegt.[7]

Die Gemeinde Lübars entstand am 1. Juli 1950 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Groß Lübars, Klein Lübars-Riesdorf und Glienicke.[8] Seit den 1990er Jahren gehörte die Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Möckern. Durch die Eingemeindung in die Stadt Möckern am 1. Juli 2002 verlor sie ihre politische Selbstständigkeit.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin ist Heidi Kison.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein blauer Schräglinksbalken belegt mit drei aufrechten goldenen Eicheln, begleitet oben von einem, unten von drei steigenden grünen Lindenblättern, keilförmig nach links gestellt.“

Der blaue Schräglinksbalken verweist auf die Ihle, die in der Gemarkung Lübars entspringt. Die Lindenblätter symbolisieren die vier Orte, aus denen die ehemalige Gemeinde Lübars hervorgegangen ist (Groß Lübars, Klein Lübars, Glienicke und Riesdorf). Lindenblätter wurden gewählt, weil die Linde ein in der Region sehr häufig vorkommender Baum ist und vermutet wird, er habe zur Namensgebung des Ortes beigetragen („lipa“ = slawisch „Linde“). Die drei Eicheln beziehen sich auf die 800-jährige Eiche in Klein Lübars, die als Naturdenkmal ein Wahrzeichen des Ortes ist.[11]

Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist blau – weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen belegt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Reischel, Historische Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt: Wüstungskunde der Kreise Jerichow I und Jerichow II. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und des Freistaates Anhalt (= Neue Reihe). Band 9. Selbstverl. d. Hist. Kommission, Magdeburg 1930 (Google Books [abgerufen am 26. Januar 2014]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lübars (Möckern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Möckern – Hauptamt (Hrsg.): Entwicklung der Einwohner in den Ortsteilen und Ortschaften der Stadt Möckern – Basis: Einwohnermeldedatei der Stadt – Stand 31.12.2018. 25. Januar 2019.
  2. a b Hauptsatzung der Stadt Möckern in der Fassung vom 25. September 2014 – einschließlich 1. und 2. Änderung. 1. Juni 2018 (Volltext [PDF; 115 kB; abgerufen am 28. Dezember 2018]).
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  4. Reischel: Wüstungskunde der Kreise Jerichow I und Jerichow II. 1930, S. 398.
  5. Eduard Messow: Topographisch-statistisches Handbuch des Preussischen Staats. Zweiter Band: L–Z. Verlag von Emil Baensch, Magdeburg 1847, S. 47 (Digitalisat in der Google-Buchsuche [abgerufen am 23. Januar 2019]).
  6. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 202.
  7. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 230.
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 329.
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  10. Ortsbürgermeister. Stadt Möckern, abgerufen am 30. September 2019.
  11. Jörg Mantzsch: Das Wappen der Gemeinde Lübars, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt bei Regierungspräsidium Magdeburg 1995 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)