LKAB

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
LKAB
LKAB wordmark.svg
Rechtsform Aktiebolag
Gründung 1890
Sitz Luleå
Leitung Jan Moström [1]
Mitarbeiter 4.224 (Dezember 2016)[2]
Umsatz 1,63 Mrd. SEK (2016)[3]
Branche Bergbau
Website http://www.lkab.com

LKAB, als Abkürzung für Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag, ist ein schwedisches Bergbauunternehmen mit Sitz in Luleå, das in Kiruna hauptsächlich Eisenerz fördert und sich zu 100 % im Besitz des schwedischen Staats befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Jahre vor der Gründung der LKAB fuhr der erste Erzzug aus dem Malmbergetin Gällivare nach Luleå zum neu errichteten Erzhafen Svartön. 1899 wurde dann die Strecke von Gällivare nach Kiruna eröffnet und 1902 die gesamte Strecke bis ins norwegische Narvik, womit die LKAB das Eisenerz ganzjährig vom eisfreien Hafen in Narvik weltweit absetzen konnte.

1898 wurde Hjalmar Lundbohm Generaldirektor von LKAB. Der Geologe[4] gilt als Gründer der Stadt Kiruna und bis zu seiner Pensionierung 1920 als Schlüsselperson der positiven Entwicklung des Unternehmens und der Region. 1903 übernahm das Unternehmen Trafikaktiebolaget Grängesberg-Oxelösund (TGO) die AB Gellivare Malmfält (AGM) gemeinsam mit deren Tochtergesellschaft LKAB. Vier Jahre später stieg der Staat in das Unternehmen ein, indem er alle Vorzugsaktien der LKAB kaufte. 1954 baute das Unternehmen die erste Pelletsfabrik Europas in Malmberget. Drei Jahre später, 1957, übernahm der Staat LKAB mit 96 %, die restlichen 4 % blieben bei der TGO. Zu 100 % in staatlicher Hand ist das Unternehmen seit 1976.[5]

1961 öffnete die LKAB den Tagebau Leväniemi im Erzfeld von Svappavaara, der 1983 wegen Absatzproblemen wieder geschlossen wurde. Anschließend wurde er geflutet. Nach erlangen der Umweltgenehmigungen möchte die LKAB den Tagebau sümpfen und die Anlage wieder in Betrieb nehmen. 1968 öffnete die LKAB in Svappavaara ein Pelletwerk.[6]

Tochtergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LKAB besitzt sieben schwedische Tochtergesellschaften:[7]

Bergwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erzberg Kiirunavaara mit Wetterschacht der Grube und LKAB-Verwaltungsgebäude im Vordergrund.

Das wichtigste und größte Bergwerk der LKAB ist die Eisenerzgrube Kiruna, sie gilt als weltgrößtes Eisenerz-Bergwerk.[8]

Ein weiteres Eisenerzbergwerk befindet sich in Malmberget. Es erschließt 20 (Teil-)Lagerstätten und ist das zweitgrößte untertägige Eisenerzbergwerk weltweit.[9] 2013 wurde eine neue Hauptfördersohle in 1250 Meter Teufe aufgefahren und damit der Bergbau für 20 bis 30 Jahre an diesem Standort gesichert.

Der dritte große Standort ist der Tagebau Gruvberget im Erzfeld Svappavaara. Die Förderung des Tagebaus Gruvberget wird 2017 – gemeinsam mit den sich in der Nähe befindlichen geplanten Tagebauen Leveäniemi und Mertainen – etwa 25 % der Gesamteisenerzförderung der LKAB ausmachen.[10]

In den Bergwerken der LKAB sind insgesamt 1000 Kilometer Straßen verbaut.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • C. Quinteiro, M. Quinteiro, O. Hedstrom: Underground Iron Ore Mining at LKAB, Sweden. In: William A. Hustrulid, ‎Richard L. Bullock (Hrsg.): Underground mining methods: engineering fundamentals and international case studies. Society for Mining Metallurgy & Exploration, 2001, ISBN 978-0-87335-193-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: LKAB – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. LKAB Group Management. LKAB, abgerufen am 16. November 2017 (englisch).
  2. 2016 Annual and sustainability report. LKAB, S. 38, abgerufen am 16. November 2017 (Pdf, 5,5 MB, englisch).
  3. 2016 Annual and sustainability report. LKAB, S. 3, abgerufen am 16. November 2017 (Pdf, 5,5 MB, englisch).
  4. Lundbohm, Johan Olof Hjalmar. In: Nordisk familjebok. Band 16. Zweite Auflage. Stockholm 1904–1926, S. 1387 f. (schwedisch)
  5. Faith in the Future since 1890. LKAB, abgerufen am 17. Januar 2014 (englisch).
  6. Svappavaara. LKAB, abgerufen am 18. Januar 2014 (englisch).
  7. Subsidiaries. LKAB, abgerufen am 17. Januar 2014 (englisch).
  8. Home to the world’s largest underground iron ore mine. LKAB, abgerufen am 17. Januar 2014 (englisch).
  9. a b Short Facts. LKAB, abgerufen am 18. Januar 2014 (englisch).
  10. Mines. LKAB, abgerufen am 17. Januar 2014 (englisch).