La Demoiselle sauvage

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Filmdaten
Originaltitel La Demoiselle sauvage
Produktionsland Schweiz, Kanada
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge 106 Minuten
Stab
Regie Léa Pool
Drehbuch Léa Pool,
Michel Langlois,
Laurent Gagliardi
Produktion Denise Robert
Musik Jean Corriveau
Kamera Georges Dufaux
Schnitt Alain Belhumeur
Besetzung

La Demoiselle sauvage ist ein Spielfilm der Regisseurin Léa Pool aus dem Jahr 1991. Die kanadisch-schweizerische Produktion entstand nach der im Original gleichnamigen Novelle der Autorin Corinna Bille, die 1975 mit dem Prix Goncourt de la Nouvelle ausgezeichnet wurde. In der Hauptrolle des französischsprachigen Filmes spielt Patricia Tulasne eine Frau, die nach einem Suizidversuch in der Wildnis umherirrt und eine Beziehung zu einem verheirateten Mann (Matthias Habich) eingeht. Drehort war die Walliser Gemeinde Grimentz.[1][2][3][4]

Der Film ist eine Ko-Produktion von Cinémaginaire aus Montréal und der Limbo Film AG aus Zürich.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Mord an ihrem Freund versucht die junge Frau Marianne Suizid zu begehen. Der Versuch schlägt fehl und sie irrt in Folge in der Wildnis umher. Als sie an einen Staudamm gelangt, trifft sie auf den Ingenieur Elysée, der während des Sommers fernab seiner Frau das Wasserkraftwerk wartet. Dieser nimmt sich ihrer an und versucht ihre Vergangenheit zu ergründen. Es kommt zwischen den beiden zu einer Liebesbeziehung. Nachdem Elysée im Herbst in die Stadt zurückkehrt, nimmt sich Marianne das Leben.[5]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Janis L. Pallister schrieb 1995 in ihrem Buch The Cinema of Québec, dass der reduzierte Dialog von La Demoiselle sauvage noch viel mehr als in anderen Filmen Léa Pools die „ikonographische Kraft des Kinos“ abverlange.[6] Mathieu Loewer bemerkte: „Musik, Körper und Ausstattung bilden eine visuelle und akustische Sprache, die in «La demoiselle sauvage» einen stark symbolischen Charakter erhält.“[7]

Der Film wurde 1991 am 15e Festival des Films du Monde in der Kategorie „Best artistic contribution for photography“ ausgezeichnet.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. swissfilms.ch: La demoiselle sauvage. Abgerufen am 7. August 2011.
  2. Filmfoyer Winterthur: La demoiselle sauvage. Abgerufen am 7. August 2011.
  3. Sabine Haupt: Schneewehen unter unbekannten Sternbildern. Artikel in der NZZ vom 24. Juni 2008.
  4. zweitausendeins.de: La Demoiselle Sauvage. Abgerufen am 7. August 2011.
  5. Rose Mary Bremer: Screening Gender And Sexuality in Contemporary Quebec Film Adaptation. Dissertation, Ohio State University 2004.
  6. Janis L. Pallister: The Cinema of Québec – Masters in Their Own House. Madison: Fairleigh Dickinson University Press. ISBN 0-8386-3562-8 S. 137 f.
  7. Mathieu Loewer: Léa Pool: feminin geprägte Filme. In: Cinebulletin. Nr. 299, Januar 2009.
  8. Awards of the Montreal World Film Festival - 1991. ffm-montreal.org, abgerufen am 18. Mai 2017.