Lakai

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Ein Kammerdiener (Mitte) und ein Lakai (rechts) schenken Wein ein[1]

Lakai (frz.: laquais – Fußsoldat) war - bis man von dieser Form des Personals abkam - der Name eines Dieners in Livree, entweder fest in einem herrschaftlichen Haushalt angestellt oder auch kurzfristig (von „besseren“ Besuchern einer fremden Stadt) als „Lohnlakai“ anzumieten.

Zugang zur „Lakaienstiege“ in der Wiener Hofburg

Heute ist es eine abwertende Bezeichnung für eine übertrieben unterwürfige Person, insbesondere für einen unterwürfigen Untergebenen bzw. - allgemeiner - einen Menschen, der sich willfährig für die Interessen anderer gebrauchen lässt.[2] Im Zweiten Weltkrieg wurde Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel unter Offizieren wegen seiner Unterwürfigkeit gegenüber Hitler Lakeitel genannt (vgl. Gerhard Boldt : Die letzten Tage der Reichskanzlei, 1947 sowie GröFaZ).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aus: H. Reuß zu Köstritz: Der korrekte Diener, Paul Parey Verlag, Berlin 1900, S. 21
  2. Duden | Lakai | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme, Herkunft. Abgerufen am 29. Mai 2017 (deutsch).