Lamer Winkel

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Lamer Winkel mit Osser. Südgrat des Schwarzeck (links).

Der Lamer Winkel ist eine Region im nördlichen Bayerischen Wald zwischen den Bergen Hoher Bogen, Osser, Arber und Kaitersberg; politisch gehört dieses Gebiet zum Landkreis Cham im Regierungsbezirk Oberpfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieses ehemals abgeschiedene Tal gehört zu den landschaftlich schönsten im gesamten Bayerischen Wald und wurde in den letzten Jahrzehnten touristisch stark erschlossen. Im Lamer Winkel liegen die Gemeinden Lohberg, Lam und Arrach am Weißen Regen, die zusammen eine attraktive Urlaubsregion bilden, die sich besonders bei Familien großer Beliebtheit erfreut.

Umrahmt wird das Tal von den dicht bewaldeten Höhenzügen des Hohen Bogens und des Künischen Gebirges im Norden sowie des Arberkammes und Kaitersberges im Süden. Damit bestehen ausgezeichnete Wandermöglichkeiten auf die umliegenden Gipfel, aber auch im Tal selbst lässt es sich wandern, spazieren, radeln und im Winter langlaufen.

Der Lamer Winkel ist nicht nur mit dem Pkw erreichbar, sondern auch mit der Oberpfalzbahn, die von Cham bis nach Lam führt. Dies ist der größte Ort im Tal, der ihm auch seinen Namen gab und bis heute ein idyllisch gelegener Markt ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erschlossen wurde der Lamer Winkel ab 1279 durch eine vom Kloster Rott am Inn geleitete Rodungs- und Besiedelungstätigkeit. Bis 1420 waren außer Lam auch die meisten Dörfer entstanden. Die Hussitenkriege und der Böcklerkrieg führten im 15. Jahrhundert zu erheblichen Verwüstungen. Im 16. Jahrhundert wurden die Dörfer und Einödhöfe wieder aufgebaut. Aus den alten Glashütten, Glasschleifen und Hammerwerken gingen in Lohberghütte und Schrenkenthal im 19. Jahrhundert frühe industriegewerbliche Standorte hervor.