Arrach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Arrach
Arrach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Arrach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 12′ N, 13° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 490 m ü. NHN
Fläche: 28,79 km2
Einwohner: 2480 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93474
Vorwahlen: 0 99 43
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 113
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrer-Busch-Str. 8
93474 Arrach
Webpräsenz: www.arrach.de
Bürgermeister: Sepp Schmid (Parteilose Wählergemeinschaft "Einigkeit")
Lage der Gemeinde Arrach im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Arrach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham und ein staatlich anerkannter Luftkurort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Bayerischen Wald im Tal des Weißen Regens im Lamer Winkel und ist von den Bergzügen des Ossers, des Arbers, des Riedelsteins, des Kaitersberges und des Hohen Bogens umgeben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arrach hat 14 Ortsteile[2]:

Tourist-Information auf dem Dorfplatz von Arrach
Der Drexler-Hof, Standort des Mineralienmuseums

Es gibt die Gemarkungen Arrach und Haibühl.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Arrach im Jahre 1383. Seit dem 13. Jahrhundert war das Kloster Rott in diesem Gebiet begütert. Von 1580 bis 1592 erfolgte eine Neubesiedlung des Arracher Gebietes. Bis ins 17. Jahrhundert übte das Kloster Rott hier die Grundherrschaft aus.

Jahrhundertelang bildeten Land- und Forstwirtschaft sowie das Handwerk die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Die Gemeinde Arrach setzt sich aus den bis zur Gemeindegebietsreform selbstständigen Gemeinden Arrach und Haibühl, die am 1. Mai 1978 fusionierten[3], zusammen. Das Rathaus der Gemeinde befindet sich in Haibühl.

Seit der Gemeindegebietsreform entstanden neue Wohn- und Gewerbegebiete. Der Tourismus entwickelte sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Die Zahl der Übernachtungen stieg seit 1978 von 54.000 auf 190.000 im Jahr 2007. Die erneuerte Tourist-Information bildet den Mittelpunkt des neu gestalteten Dorfplatzes von Arrach. 1999 wurde am Weißen Regen die Freizeitanlage „Seepark“ eingeweiht.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2068 Einwohner, davon 1183 in Haibühl
  • 1970: 2167 Einwohner, davon 1146 in Haibühl
  • 1978: 2070 Einwohner
  • 1991: 2640 Einwohner
  • 1995: 2789 Einwohner
  • 2005: 2713 Einwohner
  • 2010: 2630 Einwohner
  • 2015: 2480 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Josef „Sepp“ Schmid (PWG „Einigkeit“). Er setzte sich 2008 in der Stichwahl gegen Hermann Koller (CSU) durch und wurde bei der Kommunalwahl 2014 wiedergewählt. Sein Vorgänger war Albert Kieslinger (CSU). Kieslinger bekleidete das Amt 18 Jahre.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten von Silber und Rot; über gesenktem, von Blau und Gold gespaltenem Wellenbalken, vorne ein links gewendeter, golden gezungter roter Drachenrumpf, hinten die silberne Krümme eines Abtstabs.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptverkehrsadern Arrachs sind die Staatsstraßen St 2138 nach Lam bzw. Bad Kötzting und die St 2326 nach Viechtach. Direkte Verbindungen zu Autobahnen gibt es nicht, die nächstgelegenen sind die A 92 bei Deggendorf in 51 km Entfernung, die A 3 bei Bogen in 56 km Entfernung und die A 93 bei Schwandorf in 75 km Entfernung.

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arrach liegt an der Bahnstrecke Cham–Lam und ist mit einem eigenen Haltepunkt vertreten. Es verkehren Züge der Oberpfalzbahn.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Flugplatz ist der Flugplatz Arnbruck in etwa zwölf Kilometer Entfernung.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein großer Arbeitgeber ist die Firma Möbel Vogl, die als Serienmöbelhersteller Möbelgroßabnehmer in aller Welt beliefert, außerdem sind zahlreiche Handwerks- und Einzelunternehmen mit innovativen Produkten vertreten. Hauptwirtschaftszweig ist im Luftkurort Arrach jedoch der Tourismus.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliches Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten „St. Leonhard“ Arrach
  • Waldkindergarten "Auf Gut Kless" Arrach
  • Volksschule Arrach im Ortsteil Haibühl

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2009 hatte der Ort 23.300 Übernachtungen zu verzeichnen, damit liegt er an erster Stelle im gesamten Landkreis Cham bei den Fremdenverkehrsorten. Dies bedeutet einen Zuwachs von 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und zeigt, dass die Gemeinde touristisch stark aufstrebt. Neben dem Feriendorf "Am Hohen Bogen" mit rund 200 Ferienwohnungen und Appartements und zwei Hotels gibt es Gasthöfe und Cafés. Dazu kommen viele kleinere Pensionen und Appartements, die meist von privaten Gastgebern betrieben werden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rathaus im Ortsteil Haibühl
  • Tourist-Information
  • Filiale der Deutschen Post
  • Sparkasse Arrach
  • Raiffeisenbank Haibühl
  • Grundschule Haibühl
  • Kindergarten St. Leonhard Arrach
  • Waldkindergarten "Auf Gut Kless" Arrach
  • Schulsportanlage im Seepark
  • Bücherei im „Wolfgangsheim“ Haibühl
  • Freizeitanlage Seepark[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang zum Moorlehrpfad am Arracher Moor

Das privat geführte Bayerwald-Handwerksmuseum zeigt alte Handwerksberufe der Region mit dem Schwerpunkt der Holzbearbeitung und die Nachbildung einer Bauernstube. In der angegliederten Destillerie wird der für die Region typische Bärwurz gebrannt.

Seit 2007 birgt der Drexler-Hof die Mineraliensammlung Alois Schmuderer. In 37 Vitrinen werden etwa 2000 Mineralstufen aus Ostbayern mit Schwerpunkt Bayrischer Wald präsentiert.

Natur-Art-Parks nennt sich eine einzigartige touristische Sehenswürdigkeit, deren Kernpunkt der sogenannte Klima-Terrain-Rundweg ist. Dieser Rundweg verbindet den Seepark mit dem Arracher Moor-Park (Naturschutzgebiet), den Energiepark auf Gut Kleß und den Drexler-Hof. Der Besucher erhält umfangreiche Informationen zur Natur und den Tieren in der Umgebung.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayerwald-Skywalk, eine 2013 eingeweihte Aussichtsplattform östlich des Arracher Ortsteils Eck nahe der Grenze zur Nachbargemeinde Arnbruck. Das erste Bauwerk dieser Art im Bayerischen Wald bietet von seiner Plattform, die am vorderen Rand ca. 30 m über dem Abhang liegt, einen weiten Blick ins Zellertal und bei guter Sicht bis zu den Alpen.[6]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Arrach hat zwei erfolgreiche Eisstockschützen, die in der Nationalmannschaft schießen und Europameister geworden sind.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Arrach in Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 644.
  4. a b Seepark Arrach
  5. http://www.mittelbayerische.de/region/cham-nachrichten/aera-kieslinger-war-praegend-20909-art230930.html
  6. Weg vom Eck „in den Himmel“ eröffnet in mittelbayerische.de vom 7. November 2013, abgerufen am 28. Januar 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arrach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien