Landesgrenzsteine

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Grenzstein bei Pehlen
Stein Nr. 51 zeigt die Lippische Rose
Stein Nr. 52 zeigt die Ravensberger Sparren
Stein Nr. 72 zeigt den Preußischen Adler

Die rund 50[1] Landesgrenzsteine sind in die Denkmallisten der nordrhein-westfälischen Städte Bad Salzuflen im Kreis Lippe sowie Herford und Vlotho im Kreis Herford in Deutschland eingetragene Baudenkmale.

Die Eintragung für Bad Salzuflen erfolgte am 4. September 1989, für Herford am 23. September 1987 bzw. 22. August 1989 und für Vlotho zwischen 1995 und 1992. Grundlage für die Aufnahme in die Denkmallisten ist das Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalens (DSchG NRW).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grenzsteine stehen entlang der ehemaligen Grenze des Fürstent(h)ums Lippe zum Freistaat Preußen bzw. der Grafschaft Ravensberg.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Wappen sind auf den Grenzsteinen verwendet worden:

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sämtliche ehemaligen Landesgrenzsteine zwischen Preußen und Lippe sind von den Fachämtern Bad Salzuflen und Herford erfasst, teils dienen sie heute noch als verbindliche Grenzmarkierung zwischen den Kreisen Herford und Lippe.[2]

Die Grenzsteine sind neben dem Denkmalschutzgesetz auch durch das „Gesetz über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster“ (Vermessungs- und Katastergesetz – VermKatG NRW) geschützt und stehen im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen.[3]

Liste der Grenzsteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unvollständige Liste – von Ost nach West führend – der Grenzsteine:

  • Stein 42A: (Welt-Icon) südlich Brommeister
  • Stein 44: (Welt-Icon) südöstlich von Pehlen
  • Großer Grenzstein (Welt-Icon) bei Wüsten-Pehlen, Gustav-Schalk-Straße/Pehlen/Vlothoer Straße (Bad Salzuflen) und Salzufler Straße (Vlotho); zeigt Lippische Rose und Preußischen Adler – siehe Foto
  • Stein 51: kleiner (Welt-Icon) Grenzstein bei Pehlen, Gustav-Schalk-Straße/Pehlen/Vlothoer Straße (Bad Salzuflen) und Salzufler Straße (Vlotho); zeigt Jahreszahl „1860“, Lippische Rose und Preußischen Adler – siehe Foto
  • Stein 52, an der Gustav-Schalk-Straße (Welt-Icon): Rechteckstein mit flachem Kopf; zeigt Lippische Rose und Ravensberger Sparren
  • Stein 53, nördlich der Gustav-Schalk-Straße (Welt-Icon): Rechteckstein mit flachem Kopf, 67 × 34 × 25 cm; zeigt Jahreszahl „1536“, Lippische Rose und Preußischen Adler – siehe Foto
  • Grenzmarkierung bei der Loose (Welt-Icon)[4]
  • Stein 54: (Welt-Icon) zum Mergelbruch
  • Stein 58: (Welt-Icon) nördlich Hellerhauser Straße
  • Steine 58A, 58B, 58C, 58D, 58E und 59: gegen den Uhrzeigersinn um den „Hof Stucke“ im Salzetal
Stein Nr. 60
  • Stein 60, südlich Finnenbachstraße (Welt-Icon): Rechteckstein mit gewölbtem Kopf; zeigt Lippische Rose und Ravensberger Sparren; liegt zurzeit im Finnenbach (Juni 2016) – siehe Foto
  • Steine 71 und 72, nordwestlich der Autobahn, am „Städtedreieck Vlotho-Herford-Bad Salzuflen“ und Weg zum Finnenbachtal (Welt-Icon) – siehe Foto (72)
  • Stein 78, nördlich Gröchteweg (Welt-Icon), 60 × 41 × 20 cm; zeigt Jahreszahl 1536 unter Lippischer Rose und Ravensberger Sparren[5]
  • Stein 2, in der Masch (Welt-Icon): Rechteckstein mit gewölbtem Kopf, 55 × 40 × 8 cm; zeigt Lippische Rose und Preußischen Adler
  • Stein 5, in der Masch (Welt-Icon): Rechteckstein mit gewölbtem Kopf; zeigt Jahreszahl „1800“, Lippische Rose und Preußischen Adler

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Otto: Grenzsteinsetzung zwischen der Grafschaft Lippe und der Grafschaft Ravensberg, Heimatland Lippe, Nr. 2, 1996 Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Landesgrenzsteine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte von der Bezirksregierung Detmold mit allen noch vorhandenen historischen Grenzsteinen zwischen Lippe und Preußen, im Bereich der Gemeindegrenze Bad Salzuflen/Lemgo bis Anschlussstelle „Ostwestfalenstraße“ der A2
  2. Renovierung des Grenzsteines an der Herforder Straße“ (Drucksache Nr. 278/96) in der „Niederschrift zur 8. Sitzung des Kulturausschusses (der Stadt Bad Salzuflen)“, öffentlicher Teil; 7. November 1996.
  3. § 20: Abmarkung von Grundstücksgrenzen im Vermessungs- und Katastergesetz NRW
  4. Eine Grenzmarkierung auf der Loose bei www.woiste.de
  5. Steckbrief (Memento des Originals vom 9. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gis4.nrw.de des Steins Nr. 78