Lockhausen (Bad Salzuflen)

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Lockhausen
Koordinaten: 52° 3′ 50″ N, 8° 41′ 30″ O
Höhe: 106 m
Fläche: 9,07 km²
Einwohner: 3197 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 352 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 32107
Vorwahl: 05222
Karte
Lage von Lockhausen in Bad Salzuflen

Lockhausen ist ein Ortsteil der Stadt Bad Salzuflen im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen in Deutschland.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lockhausen liegt südwestlich, etwa vier Kilometer außerhalb des Salzufler Stadtzentrums. Lockhausen grenzt im Nordosten an den Ortsteil Biemsen-Ahmsen, im Osten an den Ortsteil Werl-Aspe und südwestlich an den Ortsteil Wülfer-Bexten. Im Süden grenzt die Gemeinde Leopoldshöhe an Lockhausen. Im Westen bilden die Städte Bielefeld und Herford die Ortsgrenze, die hier gleichzeitig die Salzufler Stadt- und die lippische Kreisgrenze bildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lockhausen wurde erstmals 1158 als Lochusin schriftlich erwähnt.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1969 wurde Lockhausen ein Ortsteil der neuen Stadt Bad Salzuflen.[3] Man zählte 2706 Einwohner = 290 Einwohner je Quadratkilometer (zum Vergleich Bad Salzuflen gesamt: 479 Einwohner/km²)[4].

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsausschussvorsitzender ist das Stadtratsmitglied Clemens Welslau (SPD),[5] sein Stellvertreter ist Stadtratsmitglied Detlef Stuke (CDU).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ev. Christuskirche zu Lockhausen

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Sportverein in Lockhausen ist der TuS Lockhausen. Den Mitgliedern werden auf Rasen- und Ascheplatz mit Flutlichteinrichtung, drei Aschetennisplätzen und in der Turnhalle Fußball, Turnen, Jazz Dance, Fitness und Tennis angeboten.

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum liegt die Grundschule Lockhausen, nebenan ist der Kindergarten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Lockhausen ist über die K 5 an Biemsen-Ahmsen und Leopoldshöhe angebunden. Die Schötmarsche Straße führt über die Kriegerheide und Aspe zur Bundesstraße 239 und weiter nach Schötmar und Bad Salzuflen.

Ungefähr zwei Kilometer sind es von der Ortsmitte bis zur Anschlussstelle 28 der Bundesautobahn 2. Lockhausen ist hier für den Reisenden explizit auf dem Vorwegweiser-Schild (Richtzeichen 449) genannt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Willibald Koring (1800–1849), lippischer Landwirt und Memoirenschreiber[6][7]
  • Wilhelm Büxten (1810–1892), Gutsbesitzer, lippischer Landtagsabgeordneter und Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Arnold Schönhage (* 1934), Mathematiker, Informatiker und Hochschullehrer in Bonn

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Hanke (1906–1968), Lehrer, Konrektor und lippischer Heimat- und Mundartdichter
  • Heinrich Welslau (1918–1991), lippischer Politiker (SPD), Betriebsratsvorsitzender (IG Holz) und Ratsmitglied der Gemeinde Lockhausen
  • Hans Joachim Tornau (1923–2014), lippischer Landwirt, Politiker (FDP), Landtagsabgeordneter (NRW) und Ratsmitglied der Gemeinde Lockhausen
  • Heinz Schön (1926–2013), Gustloff-Archivar, Theaterleiter und Sachbuchautor, lebte von 1953 bis 2013 in Lockhausen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Baier, Georg-Wilhelm Schluckebier (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Lockhausen. Stadt Bad Salzuflen 1982, DNB 550854312.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bad Salzuflen: Statistik/Bevölkerung. Abgerufen im 23. August 2017.
  2. Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe. (= Westfälisches Ortsnamenbuch Band 2). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 325-327. (PDF)
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 69.
  4. Franz Meyer (Hrsg.) und Kurt Dröge (†): Bad Salzuflen - Epochen der Stadtgeschichte; Bad Salzuflen, 2007; Seite 429
  5. [1]
  6. Zur Person des Johann Willibald Koring – Archiv-Journal. Stadtarchiv Norderney, 13. August 2010, abgerufen am 10. Juni 2018.
  7. Koring, Johann Willibald. Deutsche Nationalbibliothek, abgerufen am 10. Juni 2018.