Landtagswahl in Hessen 1954

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Gewinne und Verluste
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Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c 1950: Zusammen mit dem BHE
    
Von 96 Sitzen entfallen auf:

Die Wahl zum 3. Hessischen Landtag fand am 28. November 1954 statt. Am selben Tag wurde auch in Bayern der Landtag gewählt. Die SPD erlitt leichte Verluste, büßte aber vor allem die wahlrechtsbedingte Mehrheit im Parlament ein. Mit dem neuen Koalitionspartner GB/BHE konnte Ministerpräsident Georg August Zinn (SPD) jedoch weiter regieren.

Ausgangssituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlplakat der CDU

Auch wenn CDU und LDP zusammen über 50 % der Stimmen erhalten hatten, hatte die Kombination aus Verhältniswahlrecht und Ein-Personen-Wahlkreisen der SPD im Parlament eine deutliche Mehrheit der Mandate beschert. Ministerpräsident Georg August Zinn (SPD) führte eine SPD-Alleinregierung. Zinn setzte als Landespolitiker mit dem Hessenplan Schwerpunkte und agitierte gleichzeitig gegen die Bundesregierung unter Konrad Adenauer (CDU).

Die CDU Hessen hatte sich links im politischen Spektrum positioniert und 1950 eine dramatische Niederlage erlitten. Zur Mitte der Wahlperiode löste Wilhelm Fay seinen glücklosen Vorgänger Werner Hilpert als CDU-Vorsitzenden ab und beendete den Linkskurs seiner Landespartei. Mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Erich Großkopf verfügte die CDU über eine Doppelspitze.

Die FDP konnte auf das bis heute beste Ergebnis der FDP bei einer Landtagswahl zurückblicken. Gemeinsam mit dem GB/BHE hatte die FDP 1950 31,8 % der Stimmen erhalten. Bei der Landtagswahl 1954 traten beide Parteien getrennt an.

Durch das geänderte Wahlrecht (nun wurden 48 der Landtagsabgeordneten über Wahlkreise und 48 über Landeslisten gewählt) reduzierte sich der Vorteil der stärksten Partei (der der SPD 1950 die Mehrheit der Mandate gebracht hatte) deutlich.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei Stimmen Stimmanteil Wahlkreismandate Landesliste Sitze
SPD 1.065.733 42,6 % 41 3 44
CDU 603.691 24,1 % 5 19 24
FDP 513.421 20,5 % 2 19 21
GB/BHE 192.390 7,7 % 0 7 7
KPD 84.013 3,4 % 0 0 0
DP 29.309 1,2 % 0 0 0
BdD 12.047 0,5 % 0 0 0
Freie Opposition 416 0,0 % 0 0 0
Parteilos 253 0,0 % 0 0 0
  • Stimmberechtigte: 2.985.021
  • Abgegebene Stimmen: 1.936.762
  • Ungültige Stimmen: 85.675
  • Wahlbeteiligung: 64,9 %

Für die gewählten Abgeordneten siehe die Liste der Mitglieder des Hessischen Landtags (3. Wahlperiode).

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SPD hatte zwar Stimmen und ihre absolute Mehrheit verloren, konnte aber GB/BHE als Koalitionspartner gewinnen. Zinn blieb Ministerpräsident und bildete sein neues Kabinett. Die CDU bewertete das Ergebnis als „Konsolidierung“ ihrer Position.[1]

Wahlprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wahlprüfungsgericht entschied am 16. März 1955 über die Gültigkeit der Wahl.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Lengemann: Das Hessen-Parlament 1946–1986. Biographisches Handbuch des Beratenden Landesausschusses, der Verfassungsberatenden Landesversammlung und des Hessischen Landtags (1.–11. Wahlperiode). Hrsg.: Präsident des Hessischen Landtags. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-458-14330-0, S. 105 ff. (hessen.de [PDF; 12,4 MB]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Union in Deutschland vom 1. Dezember 1954, Seite 2, Online
  2. StAnz 1955, Nr. 25, S. 521, online