Lanthanchlorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Lanthan(III)-chlorid
__ La3+     __ Cl
Kristallsystem

hexagonal

Raumgruppe

P63/m (Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176

Gitterkonstanten

a = 748 pm
c = 436 pm

Koordinationszahlen

La[9], Cl[3]

Allgemeines
Name Lanthanchlorid
Andere Namen
  • Lanthan(III)-chlorid
  • Lanthantrichlorid
Verhältnisformel LaCl3
CAS-Nummer
  • 10099-58-8
  • 10025-84-0 (Heptahydrat)
  • 20211-76-1 (Hydrat)
PubChem 64735
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 245,26 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte
  • 3,79 g·cm−3[2]
  • 2,23 g·cm−3 (Heptyhydrat)[2]
Schmelzpunkt

860 °C[1]

Siedepunkt

1812 °C[3]

Löslichkeit

löslich in Wasser und starken Mineralsäuren[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [5]
05 – Ätzend 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290​‐​318​‐​317​‐​411
P: 273​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​406​‐​501 [5]
Toxikologische Daten

2370 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Lanthanchlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chloride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lanthanchlorid kann durch Reaktion von Lanthanoxid mit Chlorwasserstoff gewonnen werden.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lanthanchlorid bildet weiße hexagonale Kristalle, die hygroskopisch sind. Es kristallisiert in der Raumgruppe P63/m (Raumgruppen-Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176 mit den Gitterparametern a = 748 pm, c = 436 pm und zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle. Das Heptahydrat kristallisiert monoklin mit den Gitterparametern a = 1237 pm, b = 1068 pm, c = 923 pm und einem Winkel von 114,3°.[2] Das Heptahydrat wandelt sich oberhalb von 90 °C in das Anhydrat um.[6]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lanthanchlorid wird als milde Lewis-Säure für chemische Reaktionen verwendet, die normalerweise saure Bedingungen erfordern, wie zum Beispiel der Umbau von Aldehyden zu Acetalen unter nahezu neutralen Bedingungen. Es dient auch als Katalysator beim Fluid catalytic cracking.[7] Das Heptyhydrat wird in der Medizin als Kalziumkanalblocker eingesetzt[6] und dient weiterhin in der Wasserwirtschaft zur Eindämmung von Algenwachstum durch Bindung von Phosphaten.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Datenblatt Lanthanchlorid bei Acros, abgerufen am 20. Juli 2010.
  2. a b c Jean DAns, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, Vols. 1–3: Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale, Vol. III, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 1463 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche); abgerufen am 20. Juli 2010.
  3. Datenblatt Lanthanum(III) chloride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 20. Juli 2010 (PDF).
  4. Lanthanum chloride (American Elements)
  5. a b Eintrag zu Lanthan(III)-chlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2017 (JavaScript erforderlich).
  6. a b Datenblatt Lanthanum(III) chloride heptahydrat bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 20. Juli 2010 (PDF).
  7. Metall Rare Earth Limited: Lanthanchlorid, abgerufen am 30. Januar 2017.
  8. Blue Line: Lanthanum chloride solution.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]