Leo Cunibert Mohlberg

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Leo Cunibert Mohlberg OSB (* 17. April 1878 in Efferen; † 21. Mai 1963 in Glees) war ein deutscher Benediktiner, Liturgiewissenschaftler und Bibliothekar.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Gymnasium in Köln und Seckau trat Mohlberg 1897 als Benediktiner in die Abtei Maria Laach ein. Nach seiner Priesterweihe 1903 widmete er sich an der Katholischen Universität Löwen historischen Studien, die er 1911 mit einer Doktorarbeit über Radulph de Rivo abschloss. Ildefons Herwegen übertrug Mohlberg das Amt des Klosterbibliothekars. Neben der bibliothekarischen Arbeit galt sein Interesse fortan der Neubegründung der Liturgiewissenschaft. 1924 berief Giovanni Mercati Mohlberg als Bibliothekar an die Vatikanische Apostolische Bibliothek. Von 1929 wirkte er als Ordinarius für spezielle alte Kirchengeschichte am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie. Seit 1950 unterrichtete er zudem am Benediktinerkolleg San Anselmo.

1927 konnte ihn der damalige Direktor der Zentralbibliothek Zürich, Hermann Escher, für die Beschreibung und Katalogisierung der dortigen mittelalterlichen Handschriften gewinnen. In einem Zeitraum von 20 Jahren erschien in Lieferungen der 648 Nummern umfassende Katalog der Handschriften der Zentralbibliothek Zürich.[1] Der Katalog galt zu seiner Zeit als Muster wissenschaftlicher Akribie und war wohl der Hauptgrund für die Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Zürich 1958.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Heid: Leo Kunibert Mohlberg O.S.B. In: Stefan Heid, Martin Dennert (Hrsg.): Personenlexikon zur Christlichen Archäologie. Forscher und Persönlichkeiten vom 16. bis zum 21. Jahrhundert, Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2620-0, S. 920–921.
  • Leo Cunibert Mohlberg: Vertrauliches aus meinem Umgang mit mittelalterlichen Handschriften. In: Miscellanea historica in honorem Alberti De Meyer. Band 2. Bibliothèque de l’Université, Louvain 1946.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leo Cunibert Mohlberg: Katalog der Handschriften der Zentralbibliothek Zürich I: Mittelalterliche Handschriften. Zürich 1951 (zb.uzh.ch (PDF) [abgerufen am 27. Juli 2019]).
  2. Anton Hänggi: † P. Leo Cunibert Mohlbert O.S.B. (1878–1963). In: Zeitschrift für schweizerische Kirchengeschichte. Band 57, 1963, S. 254–256 (e-periodica.ch [abgerufen am 27. Juli 2019]).