Leolaco

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Berg Leolaco im Distrikt Bobonaro. Für den Berg Leolaco im Distrikt Manufahi siehe Leolaco (Dai-Sua)
Leolaco (Foho Leolaco, Leo-Laco, Foho Cailaco, Loelaco)
Der Leolaco von Südosten aus gesehen.

Der Leolaco von Südosten aus gesehen.

Höhe 1929 m
Lage Grenze zwischen den Subdistrikten Cailaco und Maliana, Distrikt Bobonaro, Osttimor
Koordinaten 8° 57′ 33″ S, 125° 16′ 28″ O-8.9591666666667125.274444444441929Koordinaten: 8° 57′ 33″ S, 125° 16′ 28″ O
Leolaco (Osttimor)
Leolaco

Der osttimoresische Berg Leolaco (Foho Leolaco, Leo-Laco, Leolaku, manchmal Loelaco oder Loelaku) liegt im Distrikt Bobonaro, östlich des Ortes Maliana, an der Grenze zum Subdistrikt Cailaco. Mit einer Höhe von 1929 m dominiert er als höchster Berg der Region die Landschaft, weswegen er auch teilweise Foho Cailaco genannt wird.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Von Süden aus gesehen

Er erhebt sich als eine Nord-Süd-Richtung langgestreckte Steilwand auf einer Länge von fast sieben Kilometern aus der Ebene, wobei die Formation nur selten mehr als einen Kilometer breit wird. Vor der Südspitze der Wand liegen drei kleinere Ortschaften: Nunutana (Suco Raifun) auf einer Meereshöhe von 645 m und Maganutu und Lonbia (Suco Ritabou) auf 795 m und 645 m. Bis zur Grenze zwischen den Subdistrikten Maliana und Cailaco erreicht einer seiner Gipfel 1825 m. Von hier an bildet die Steilwand die Ostgrenze des Sucos Manapas. Nach Westen begrenzt er die Sucos Raiheu, Atudara und im Norden schließlich Goulolo. Am höchsten Gipfel des Leolacos treffen die Grenzen der Sucos Raiheu, Manapa und Atudara aufeinander. Östlich der Steilwand liegen etwa zwei Kilometer entfernt die Dörfer Haareme (768 m), Daru Asa (678 m) und Ohoana (599 m) im Suco Raiheu und Tuturema (918 m) und Atubuti (681 m) im Suco Atudara.

Geschichte[Bearbeiten]

Belagerung der Felsen Cailacos 1726

1719 vereinbarten mehrere timoresische Herrscher (Liurai) ein Bündnis gegen die Portugiesen; der Beginn der Cailaco-Rebellion. Cailaco wurde zum Hauptquartier der Rebellen. Im Marobotal mit den Flüssen Marobo und Lóis lebten damals relativ isoliert 40.000 Menschen. 1726 entsandte der portugiesische Gouverneur António Moniz de Macedo Truppen aus Dili und Batugade gegen die Pedras de Cailaco (Felsen von Cailaco). Die Steilwände des Leolaco boten dem Reich von Cailaco eine natürliche Festung und galten als uneinnehmbar. Am 23. Oktober versammelten die Portugiesen am Fuße des Berges insgesamt 4.000 Mann, zu denen auch Topasse und verbündete Timoresen gehörten. Nach 40 Tagen mussten sie aber im Dezember die Belagerung aufgeben, auch wegen schwerer Regenfälle.[2]

Auch zu Beginn der indonesischen Besatzungszeit diente der Berg als Stützpunkt des osttimoresischen Widerstands.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leolaco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karte von 1989
  2. History of Timor – Technische Universität Lissabon (PDF; 824 kB)
  3. Perfil Distritu Bobonaro 2013, Seite 4