Liberales Institut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo des Liberalen Instituts

Das Liberale Institut ist eine Schweizer Denkfabrik mit Sitz in Zürich sowie Geschäftsstellen in Bern, Genf und Lugano. Es wurde 1979 gegründet und verbreitet freiheitliches Ideengut, führt am Liberalismus Interessierte zusammen und behandelt Grundsatzfragen von aktueller Relevanz. Es setzt sich für wirtschaftliche Freiheit und eine auf Eigentum und dezentrale Organisation gebaute Gesellschaft ein. Dazu führt es öffentliche Veranstaltungen durch und gibt Schriften heraus.

Das Liberale Institut wurde Ende 2007 statutarisch neu organisiert. Seit dem 1. Januar 2008 ist Pierre BessardDirektor des Instituts und zugleich Mitglied dessen Stiftungsrates. Vorsitzender des Stiftungsrates ist der Rechtsanwalt Daniel Eisele, weitere Stiftungsratsmitglieder sind Robert Nef (langjähriger ehemaliger Leiter und Stiftungsratspräsident), die Unternehmer Daniel Model und Sandro Piffaretti, der Publizist Beat Gygi, der Pfarrer Peter Ruch sowie die Universitätsprofessoren Christoph Frei (Vizepräsident des Stiftungsrates) und Victoria Curzon-Price (ehemalige Präsidentin der Mont Pèlerin Society).[1]

Das Institut ist als Stiftung nach schweizerischem Recht organisiert (seit 2008 als gemeinnützig anerkannt und steuerbefreit) und wird nach eigenen Angaben durch private Zuwendungen finanziert. Eine informelle Mitgliedschaft ist im Freundes- und Förderkreis möglich. Das Institut vergibt den Röpke-Preis für Zivilgesellschaft, den 2010 der Bankier Karl Reichmuth, 2011 der Publizist Beat Kappeler, 2012 der Ökonom Bruno Frey, 2013 der Ökonom Charles B. Blankart, 2014 der Ökonom Peter Bernholz, 2015 die Ökonomin Victoria Curzon-Price und 2016 der ehemalige NZZ-Redaktor Andreas Oplatka erhielten.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stiftungsrat erneuert sich per Kooptation und wählt einen Präsidenten und einen Vizepräsidenten aus seiner Mitte sowie den Direktor des Instituts. Zudem genehmigt er das Budget sowie Jahresbericht und Jahresrechnung.

Das operative Team besteht aus einem Projektleiter, assoziierten Mitarbeitern, Forschern sowie einem Forschungsleiter.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut veröffentlicht neben Studien, Papers und Briefings die Buchreihe Edition Liberales Institut.

  • Befreit die Unternehmer! Der (einzige) Weg zum Wohlstand, Zürich 2015
  • Europa: Die Wiederentdeckung eines grossen Erbes, Zürich 2015
  • Schweizer Politik im ökonomischen Praxistest, Zürich 2014
  • Nachteil Erbschaftssteuer, Zürich 2013
  • Heilung für das Gesundheitswesen: Von der Umverteilung zur Vorsorge, Zürich 2013
  • Das Ende der Armut: Chancen einer globalen Marktwirtschaft, Zürich 2012
  • Dem Schweizer Liberalismus auf der Spur, Zürich 2011
  • Sackgasse Sozialstaat: Alternativen zu einem Irrweg, Zürich 2011
  • Aus Schaden klug? Ursachen der Finanzkrise und notwendige Lehren, Zürich 2009
  • Natürliche Verbündete: Marktwirtschaft und Umweltschutz, Zürich 2009

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 Freiheitspreis der Max-Schmidheiny-Stiftung.

2005 Templeton Freedom Award for Institute Excellence 

Der Philosoph Georg Kohler, einst Mitglied des Instituts, kritisierte die Institution in einem Essay für das Tages-Anzeiger-Magazin als „einseitig wirtschaftsliberal“ und der „staatskritisch-antizentralistischen Lehre“ verschrieben.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.libinst.ch/?i=organisation
  2. Georg Kohler: Der grosse Verrat, in: Tagi-Magi vom 17. bis 23. März 2012, S. 20 ff.
Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Rechtsform
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.