Das Magazin (Schweiz)

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Das Magazin
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Beschreibung Schweizer Magazin
Erstausgabe 1970
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(WEMF 2011[1])
433'172 Exemplare
Reichweite 0,73 Mio. Leser
Chefredaktor Finn Canonica
Herausgeber Tamedia AG
Weblink http://www.dasmagazin.ch

Das Magazin (früher: Tages-Anzeiger-Magazin, Spitzname: Tagi-Magi) ist die Wochenendbeilage von vier Tageszeitungen der deutschsprachigen Schweiz. Es erscheint in Zürich im Verlagshaus der Tamedia AG. Chefredaktor ist seit 2007 Finn Canonica, sein Vorgänger war Res Strehle.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Magazin lag ursprünglich nur dem Tages-Anzeiger bei; seit Januar 2005 wird es auch der Basler Zeitung und Berner Zeitung und deren Splitausgaben beigelegt. Seit 2009 liegt es auch der Zeitung Der Bund bei. Es erreicht 2010 eine Gratisauflage von 451'788 Exemplaren.[2] In digitaler Form ist die Zeitschrift für Abonnenten der Tageszeitungen via Website zugänglich. Eine iPad-Version, die bereits einen Tag früher erscheint, beinhaltet zusätzliches Material wie Artikel, Videos, Fotostrecken, längere Interviews etc. gegenüber der Druckausgabe.[3]

Das Magazin ist eine Autorenzeitschrift. Es pflegt grosse Reportagen und Essays und legt Wert auf eine eigenständige Bildsprache. Vorbild ist das New York Times Magazine.

Das Magazin wurde 1970 unter Otmar Bucher gegründet, der das Layout-Konzept entworfen hatte und für die ersten 28 Ausgaben die gestalterische Leitung führte. Autoren wie Niklaus Meienberg, Peter Bichsel und Laure Wyss prägten das Blatt. Aus dieser Zeit stammt auch die Einführung des offenen Interviews. In dieser neuen Form der Befragung verzichtet der Interviewer darauf, seine eigenen Meinungen durch die Art der Fragestellung kundzutun. Er legt sie stattdessen in kurzen deklarativen Sätzen offen dar. Diese Form hat sich bis heute im Magazin gehalten und findet inzwischen auch in anderen Schweizer Publikationen rege Nachahmung.

Eine heikle Phase erlebte Das Magazin im Jahr 2000, als bekannt wurde, dass der langjährige Mitarbeiter Tom Kummer Interviews mit Hollywood-Stars erfunden hatte. Die Affäre hatte allerdings keine Konsequenzen für die Chefredaktion – anders als beim SZ-Magazin –, weil sie die Zusammenarbeit mit dem Fälscher nach den ersten Hinweisen sofort beendet hatte.

Schweizer Bibliothek[Bearbeiten]

Um neue Umsatzquellen zu erschliessen, startete die Tamedia für das Magazin 2005 eine zwanzigbändige Schweizer Bibliothek. Sie geht nach ähnlichem Muster vor wie die bereits zuvor etablierten Editionen deutschsprachiger Tages- und Wochenblätter und Zeitschriften wie SZ, FAZ, Die Zeit, Standard, Handelsblatt, Brigitte, etc. Auch hier ist die redaktionell aufgemachte Werbung kennzeichnend:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. WEMF Auflagenbulletin 2011 (PDF-Datei; 648 kB). Abgerufen am 10. November 2011.
  2. WEMF S. 18, pdf, 827 KB, aufgerufen am 15. November 2010
  3. Das Magazin lanciert iPad-Ausgabe in: Tamedia vom 1. Oktober 2010