Liberalkatholische Kirche

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Die Liberalkatholische Kirche (LKK) ist eine in ihrer Theologie stark von der Theosophie beeinflusste Kirche. So war und sei die LKK bis heute eine okkulte Tochterorganisation der Theosophischen Gesellschaft Adyar.[1] Die Kirche ist nicht mit der römisch-katholischen Kirche oder der Alt-Katholischen Kirche zu verwechseln.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach adherents.com hatte die liberalkatholische Kirche 1990 weltweit etwa 3000 Mitglieder.[2] In Deutschland hat sie zwei Gemeinden (Lebach, Saarland und Bonn, NRW [3]), in Österreich eine, in der Schweiz ist die liberalkatholische Kirche nicht vertreten. Der Religionswissenschaftler Georg Schmid gibt für Deutschland 200 Mitglieder an.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rein esoterische Kirche wurde im Jahre 1916 von den beiden Theosophen James Ingall Wedgwood (1883–1951) und Charles Webster Leadbeater in England gegründet. Die Grundidee zur Gründung der Liberalkatholischen Kirche stammte von Éliphas Lévi, der aber bereits vor der Gründung der Theosophie im Jahre 1875 starb, dennoch auf die moderne Esoterik und den Okkultismus einen großen Einfluss hatte. Das Motiv für die Kirchengründung sei das Bestreben gewesen, trotz der Haltung der Theosophischen Gesellschaft Adyar gegenüber den Kirchen, Kirchenanhänger zu gewinnen.[5][6] Wedgwood, der zuvor anglikanischer Geistlicher war, wurde am 22. Juli 1913 durch Arnold Harris Mathew in der Alt-Katholischen Kirche in England ordiniert.

Auf einer Synode am 6. September 1918 in London einigten sich die Anwesenden Priester und Bischöfe, darunter Wedgwood als Vorsitzender Bischof, auf einen neuen Namen für ihre reorganisierte Alt-Katholische Kirche und nannten diese schließlich The Liberal Catholic Church = Liberalkatholische Kirche (LKK). In den folgenden Jahren war Wedgwood viel unterwegs, er konsekrierte zahlreiche Priester und Bischöfe und eröffnete viele Zentren für die schnell wachsende LKK.

Vorsitzende Bischöfe der Liberalkatholischen Kirche [7][8][9]
Zeitraum Name
6. September 1918 – 2. April 1923 James Ingall Wedgwood
2. April 1923 – 1. März 1934 Charles Webster Leadbeater
26. Juli 1934 – 26. Januar 1956 Frank Waters Pigott
10. Mai 1956 – 1. November 1964 Adriaan Gerard Vreede
9. November 1964 – 8. Juni 1973 Hugh Baronnet Sykes
8. Juni 1973 – 9. September 1984 Sten Herman Philip von Krusenstierna
9. September 1984 – 16. April 1992 Eric Scollick Taylor
16. April 1992 – 15. April 1999 Johannes Cornelius van Alphen
konservativer Zweig reformierter Zweig
Zeitraum Name Zeitraum Name
18. April 2000 – 25. Dezember 2005 Ian Richard Hooker 9. Juni 2003 – 14. Juni 2005 Tom Degenaars
seit 25. Dezember 2005 Graham Sidney James Wale 25. Juni 2005 – 2011 Maurice Henri Joseph Ghislain Warnon
2011 – Juli 2016 James Zinzow
seit Juli 2016 Michael Warnon

Von 1933 bis zum Verbot 1937 nannte sich die LKK „Freie katholische Kirche“.[10] Seit 1945 gibt es in der liberalkatholischen Kirche zwei Zweige, die Liberal Catholic Church International (LCCI), hauptsächlich in den USA und die Liberal Catholic Church (LCC), hauptsächlich in Europa. [11]

Erzbischof Mathew[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arnold Harris Mathew wurde 1853 geboren und im Jahre 1877 in der Römischen Kirche zum Priester geweiht. Einige Jahre später zog er sich von der priesterlichen Arbeit zurück, da ihm offensichtlich an der Römischen Kirche als Organisation manches missfiel. Mit der Alt-Katholischen Kirche kam er durch einen früheren römisch-katholischen Priester in Kontakt, der überzeugt war, dass bei Gründung einer Alt-Katholischen Kirche in England Konvertiten aus der römisch-katholischen Geistlichkeit von allen Seiten zuströmen würden. Aufgrund dieses Hinweises schrieb Mathew darüber an den Erzbischof von Utrecht bezüglich der Gründung einer solchen Mission. Zu diesem Zwecke wurde er selbst in Utrecht am 28. April 1908 von dem dortigen Erzbischof mit voller Zustimmung des gesamten Alt-Katholischen Klerus zum Bischof geweiht. In und um London begann er dann. Gottesdienste abzuhalten und Priester zu weihen. Die erwartete Flut von Konvertiten aus dem römischen Klerus blieb aus. Die Annahme, dass eine Grundlage für die damals gehegten Hoffnungen vorhanden war, dass nämlich unter dem damaligen römischen Klerus Unruhe herrschte, ist jedoch nicht irrig. Der Fehler, der gemacht wurde, lag in der Annahme, dass diese Unruhe genügen würde, eine große Anzahl von Priestern zu veranlassen, ihr Treuegelübde zu missachten, vielleicht insbesondere auch deshalb, weil keine finanzielle Versorgung gegeben war, die ihren Lebensunterhalt gewährleistet hätte.

Nach einer Meinungsverschiedenheit mit dem bischöflichen Stuhl von Utrecht wurde Bischof Mathew im Jahre 1911 von seiner Gemeinde zum Erzbischof gewählt, aber sein Erfolg war gering, wenn man nach der Größe dieser Gemeinde urteilt. Als James Ingall Wedgwood 1913 mit Erzbischof Mathew in Kontakt kam, war er überrascht zu sehen, dass die Mitglieder der Mission «an den Fingern einer Hand» gezählt werden konnten. Erzbischof Mathew war sehr fromm und gelehrt und hatte großen persönlichen Charme. aber nicht die Kraft, die Menge anzuziehen. Während sein Charakter und seine Redlichkeit niemals in Frage gestellt worden sind, hatte er doch eine Neigung zu streiten, und bald hatte er die Beziehungen mit Utrecht abgebrochen. Er hatte sich mit der anglikanischen Gemeinde verfeindet und erbot sich, in einem Brief an den Erzbischof von Canterbury, deren Weihen zu regulieren. Dann stritt er mit den Theosophen in seiner Bewegung und auch mit seinem eigenen Auxiliar-Bischof Willoughby.

Bischof Wedgwood[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein besonderes Merkmal der Arbeit in der Mission von Erzbischof Mathew war völlige Freiheit von der Römischen Kirche und der Anglikanischen Staatskirche. Dies war vor allem einigen der sehr energischen und aktiven Mitglieder der damaligen theosophischen Bewegung willkommen, von denen viele tief religiös waren, aber deren Anschauungen sich mit keiner der bestehenden Kirchen vertrugen.

Als Außenstehender befand sich unter diesen ein junger Mann, der finanziell unabhängig war, James Ingall Wedgwood, ein früherer Schüler des großen Organisten des Münsters von York, Dr. Tertius Noble. Er war zu einer Autorität auf dem Gebiet des Orgelbaues geworden und hatte ein Lexikon über Orgelregister herausgebracht, das heute noch gültig ist. Er hatte auch Theologie studiert in der Absicht, die anglikanischen Weihen zu erhalten, hatte aber tiefes Interesse an der theosophischen Bewegung gewonnen und wurde demzufolge aus der Kirche von York, in der er sich seiner Ausbildung unterzog, ausgeschlossen. Durch Zufall fand er in einer Zeitung einen Brief von Erzbischof Mathew und fühlte sich bewogen, mit diesem in Verbindung zu treten. Am 22. Juli 1913 wurde er von Erzbischof Mathew zum Priester geweiht. Auch einige andere Theosophen wurden in den nächsten beiden Jahren geweiht. Erzbischof Mathew hatte zu dieser Zeit nichts dagegen, Theosophen in seine Bewegung aufzunehmen. Es besteht tatsächlich Grund zur Annahme, dass er mit dem Gedanken gespielt hat, Frau Besant zu seiner eigenen Bewegung zu bekehren.

Zufolge einer Andeutung Bischof Mathews im Jahre 1914, dass er sich zurückziehen wolle, wurde eine Wahl für einen Auxiliar-Bischof abgehalten. Kanonikus Wedgwood, wie er sich damals nannte, war zu dieser Zeit im Ausland, um Missionsarbeit zu leisten. Der zum Auxiliar-Bischof gewählte Priester war F. S. Willoughby, Vikar in Stock-ton-on-Tees. Er hatte das St. Chad’s Hostel (Studenten-Wohnheim) gegründet, das der Ursprung eines der Colleges der Universität von Durham wurde. Früher war er anglikanischer Priester gewesen und hatte mit Auszeichnung als Vikar in Stockton-on-Tees gedient. Im Jahre 1914 wurde er von Erzbischof Mathew zum Bischof geweiht.

Bald danach gab es Streitigkeiten zwischen Erzbischof Mathew und Bischof Willoughby, und beide Männer entschlossen sich, sich wieder der Römischen Kirche zu unterwerfen. Bischof Willoughby fühlte sich jedoch moralisch verpflichtet, seine Freunde von der Alt-Katholischen Bewegung nicht ohne Apostolische Nachfolge zu lassen. Er weihte daher, um die Nachfolge zu erhalten, im Jahre 1915 Rev. Robert King und Rev. Rupert Gauntlett, zwei Alt-Katholische Priester, zu Bischöfen. Als Kanonikus Wedgwood von einem Besuch aus Australien zurückkehrte, wurde er am 13. Februar 1916 von Bischof Willoughby zum Bischof geweiht, wobei die Bischöfe King und Gauntlett assistierten. Er wurde dann zum Vorsitzenden Bischof der Alt-Katholischen Kirche in England ernannt.

Erzbischof Mathew hatte zu dieser Zeit seine Unterwerfung unter Rom angeboten und versucht, seine Bewegung aufzulösen, obwohl er einen Nachfolger geweiht hatte. Er wurde aber nicht wieder in die Römische Kirche aufgenommen, und nach einem Versuch, mit seiner Bewegung in London nochmals zu beginnen, starb er 1919 in Armut.

Bischof Wedgwood besaß alle persönliche Wärme und Energie, die notwendig war, die Mission zu einer lebendigen und bedeutenden Kraft zu machen. Nachdem er zu der Bewegung gekommen war, gewann sie tatsächlich eine beträchtliche Anzahl von Anhängern. Während der nächsten Jahre bereiste er die ganze Welt. Er war es, der die Idee der neuen Kirche in vielen Ländern verbreitete. Auch für die Zusammenstellung der Liturgie, wie wir sie heute noch verwenden, war er weitgehend verantwortlich.

Am 1. und 2. Dezember 1917 wurde eine wichtige Klerus-Synode der Alt-Katholischen Kirche in London abgehalten. Bischof Wedgwood war zum Bischof der Alt-Katholischen Kirche nach dem Ritus dieser Kirche geweiht worden (der im Wesentlichen der gleiche war wie der römische Ritus). Es wurde jetzt erwogen, dass angesichts der tiefen Kluft, die zwischen der Kirche von London und der Mutterkirche in Utrecht bestand, es der holländischen Kirche gegenüber fairer wäre, der Kirche, der Bischof Wedgwood vorstand, einen anderen Namen zu geben. Nach vielen Diskussionen wurde daher beschlossen, sie «Liberale Christliche Kirche» zu nennen. Bei dieser Zusammenkunft wurde vereinbart, dass der Klerus purpurfarbene statt schwarzer Soutanen tragen solle, und dass die Geistlichen keine klerikalen Gewänder zu tragen brauchen, wenn sie nicht an Gottesdiensten teilnehmen; ferner, dass der Titel Reverend nur von Geistlichen im Rang eines Diakons oder darüber geführt werden solle. In einer folgenden Synode im September 1918 wurde der Name der Kirche schließlich in «Liberal-Katholische Kirche» geändert.

Bischof Wedgwood war kurz vor seiner Weihe aus Australien zurückgekommen. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender Bischof fuhr er auf eigene Kosten kurz danach wieder nach Australien. Dort weihte er den hervorragenden Theosophen Charles Webster Leadbeater sub conditione zum Priester und erteilte ihm die Bischofsweihe. Leadbeater war viele Jahre vorher Priester der Anglikanischen Kirche gewesen. Zusammen machten sie sich daran, die Messe zu revidieren und die Liberal-Katholische Liturgie zusammenzustellen. Dies geschah auf der Grundlage der römischen Liturgie, doch wurde diese so geändert, dass sie in das moderne Zeitalter passte; vor allem wurden bei den Gottesdiensten Ausdrücke der Furcht entfernt oder wenigstens gemildert, da sie der Liebe widersprechen. Es ist interessant festzustellen, dass die Bischöfe Wedgwood und Leadbeater bei der Durchführung vieler dieser Änderungen einen Teil der Arbeit des Zweiten Vatikanischen Konzils in Rom vorwegnahmen. Die Eucharistie wurde in die Landessprache übersetzt (zuerst ins Englische) und einige Einzelheiten, die auch die Römische Kirche seitdem als unnötig weggelassen hat, wurden entfernt (z.B. das Schluss-Evangelium in der Messe). Bischof Leadbeater sah die innere Arbeit bei den Gottesdiensten intensiv und lebendig. Seine hellsichtige Schau dieses Geschehens wurde in sein Buch «Die Wissenschaft der Sakramente» aufgenommen.

Während Bischof Wedgwood in Sydney war, weihte er J. A. Mazel, der die Kirche nach Indonesien ausbreitete. Auf seiner Rückreise weihte er Priester für die Arbeit in den USA. Bei späteren Reisen übertrug er das Bischofsamt auf eine Anzahl von Priestern, die in der Lage waren, die Kirche in ihren Ländern auszubreiten. Der erste Priester, der unter Verwendung der neuen Liturgie geweiht wurde, war Rev. Irving Cooper, der Bischof von den USA werden sollte.

Weitere Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viel von der Arbeit in London war bis dahin in einer Privatkapelle am Red Lion Square und auch am Upper Woburn Place getan worden, bei zeitweise Gebrauch verschiedener größerer Säle für besondere Zeremonien. 1925 wurde ein Kirchengebäude in der Caledonian Road gekauft, um als Pfarrkirche zu dienen. Sie wurde am 4. Juli 1926 als Pfarrkirche von St. Mary geweiht. 1927 wurde in 30 Gordon Street ein ständiges Büro für die Kirche erworben.

Auch in Sydney in Australien wurde ein Kirchengebäude gekauft, von dem aus später regelmäßige Radiosendungen der Kirche ausgestrahlt wurden. Im Jahre 1922 legte Bischof Wedgwood sein Amt als Vorsitzender Bischof und Bischof für Großbritannien und Irland aus privaten Gründen nieder, sehr zum Bedauern der Geistlichkeit. Während der nächsten 30 Jahre war er jedoch in der Lage, der Kirche viele unschätzbare Dienste in anderer Eigenschaft zu leisten. Sein Nachfolger als Vorsitzender Bischof wurde Bischof Leadbeater; als Bischof für Großbritannien Frank Waters Pigott, ein ehemaliger anglikanischer Priester, der 1918 sub conditione geweiht worden war.

Im Jahre 1934 wurde Bischof Pigott Nachfolger von Bischof Leadbeater, und nach seinem Tod wurde im Jahre 1956 Bischof A. G. Vreede von den Niederlanden zum Vorsitzenden Bischof gewählt.

Sir Hugh Sykes wurde 1953 zum Auxiliar-Bischof für Großbritannien und Irland geweiht. 1956 wurde er – als Nachfolger von Bischof Pigott – Regional-Bischof für Großbritannien und Irland und 1964 Nachfolger von Bischof Vreede als Vorsitzender Bischof der Kirche.

Die Liberal-Katholische Kirche ist jetzt über die ganze Welt verbreitet, mit 14 Kirchenprovinzen und 30 Bischöfen. Seit einige Jahren hat ein Teil der Liberalkatholischen Kirche auch die Weihe von Frauen zugestimmt und diese wird auch in der Mitteldeutschen Provinz (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Ungarn) praktiziert.

Richtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liberalkatholische Kirche USA (LCCI)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der LCCI sind die theosophischen Glaubenssätze wie Reinkarnation fakultativ, ebenso vegetarische Ernährung. In der Liturgie können Traubensaft und Wein verwendet werden. Frauen können durch Zulassung der Frauenordination alle kirchlichen Ämter innehaben, homosexuelle Menschen können Priester werden und Priester können ein Gehalt beziehen. [12]

Liberalkatholische Kirche Europa (LCC) [konservativer Zweig][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der LCC sind die theosophischen Glaubenssätze fester Bestandteil der Lehre. Es gibt keine Frauenordination, worüber in der Kirche gegenwärtig debattiert wird, und Priester dürfen kein Gehalt beziehen. Vegetarische Ernährung und Traubensaft in der Liturgie sind obligatorisch.

Liberalkatholische Kirche Europa (LCC) [progressiver Zweig][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der LCC sind die theosophischen Glaubenssätze fester Bestandteil der Lehre. Es gibt Frauenordination für alle Ämter, homosexuelle Menschen können Priester werden und der gesamte Klerus ist ehrenamtlich tätig.

Die Liberal-Katholische Kirche in Deutschland gehört diesem Zweig an (Liberal-Katholische Kirche in Deutschland - LKK).

Beziehungen zur Ökumene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die liberalkatholische Kirche gehört keiner ökumenischen Gemeinschaft an, versteht sich jedoch selbst als vollständig ökumenisch, da es keine Beschränkungen im Zugang zu den Sakramenten und kein definiertes Bekenntnis als Bedingung zu ihrem Empfang gibt.

Sie erkennt die Taufe, Sakramente und Weihen anderer Kirchen an. Bisherige Kirchenmitgliedschaften der LKK-Mitglieder können beibehalten werden.

Gnostische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liberalkatholische Kirche wird zu den Gnostischen Kirchen gezählt. „Gnostische Kirchen“ sind Kirchen neuerer Gründung, die sich auf gnostisches Gedankengut berufen und zu den Anschauungen der herkömmlichen Kirchen oft im Widerspruch stehen. Das Selbstverständnis, eine „Gnostische Kirche“ zu sein, kommt auch in dem Anspruch der Liberalkatholischen Kirche zum Ausdruck, zu einer „Gemeinschaft von befreiten Heiligen“ zu gehören. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft der Befreiten, die auch als „Weiße Bruderschaft“ bezeichnet wird, seien dem Kreislauf der Inkarnationen entstiegen, senden aber zu gewissen Zeiten bereits befreite Mitglieder dieser „Weißen Bruderschaft“ zur Erde. Der Auftrag dieser freiwillig Inkarnierten bestehe darin, die Menschen auf den Pfad der Befreiung zu führen. Den eigenen Mitgliedern werden Hilfe und Beistand auf deren Weg zur Vervollkommnung versprochen, um ihnen Heilsgewissheit und Erkenntnis der „wahren Gnosis“ zuteilwerden zu lassen.[13][14]

Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lehrinhalte der Liberalkatholischen Kirche stammen aus dem Gedankengut verschiedener Religionen, besonders aus dem Katholizismus und dem Buddhismus. Einen maßgeblichen Einfluss auf die Doktrin der LKK hatte der Theosoph Franz Hartmann durch seine Schrift „Was ist Theosophie“ ausgeübt, in der er dem Katholizismus eine gewisse Form einer Geheimschule der Theosophie zusprach. Die Gottheit der Liberalkatholischen Kirche sei wesenseins mit dem das All durchdringenden Brahman der Veden und offenbare sich durch die „2. Person“ der Gottheit in der imaginierten Gestalt des Logos oder Demiurgos, der als Baumeister und Instandhalter des Weltalls angesehen wird.[15][16][17][18]

Zusammenfassung der Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Existenz Gottes ist unendlich, ewig, transzendent und immanent. Er ist das eine Sein, von dem alles andere Sein abgeleitet wird „In Ihm leben, weben und sind wir.“ (Apg. XVIII, 28).
  • Die Offenbarung Gottes im Weltall als Dreifaltigkeit, die in der christlichen Religion Vater, Sohn und Heiliger Geist genannt wird, drei Personen in einem Gott, gleichen Wesens und gleich ewig, der Sohn alleingeboren vom Vater, der Geist, hervorgehend aus dem Vater und dem Sohn. Der Vater, die Quelle von allem, der Sohn „das Wort, das fleischgeworden ist und unter uns gewohnt hat“, der Heilige Geist, der Lebensspender, der Erleuchtender und Heiligende.
  • Der Mensch, nach dem Bilde Gottes geschaffen, ist seinem Wesen nach göttlich, ein Funke des göttlichen Feuers. Da er an der Natur Gottes teilhat, kann er nicht aufhören zu sein; deshalb ist er ewig, und der Glanz und die Herrlichkeit seiner Zukunft sind ohne Grenzen.
  • Christus lebt immer als eine mächtige und geistige Gegenwart in der Welt, sein Volk führend und erhaltend. Die Göttlichkeit, die in Ihm offenbart wurde, entfaltet sich allmählich in jedem Menschen, bis jeder einzelne zu einem vollkommenen Menschen nach dem Maße der Größe der Vollkommenheit Christi wird. (Eph. IV,13)
  • Die Welt ist der Schauplatz eines geordneten Planes, demzufolge der Geist des Menschen fortgesetzt seine Kräfte entfaltet, indem er sich wiederholt in den wechselnden Lebensbedingungen und Erfahrungen zum Ausdruck bringt.
  • Diese Evolution oder spirituelle Entfaltung geht unter einem unverletzlichen Gesetz von Ursache und Wirkung vor sich. „Was der Mensch säe, das wird er ernten.“ (Gal. VI, 7) Seine Taten in jeder einzelnen physischen Verkörperung bestimmen weitgehend seine Erfahrungen nach dem Tod in der Zwischenwelt (oder Welt der Läuterung) und der Himmelswelt und beeinflussen stark die Umstände seiner nächsten Geburt.
  • Der Mensch ist ein Glied in einer großen Lebenskette, die vom höchsten bis zu niedrigsten reicht. So wie er denjenigen hilft, die unter ihm stehen, so wird ihm auch von denjenigen geholfen, die über ihm auf der Lebensleiter stehen. Er empfängt auf diese Weise ein „freies Gnadengeschenk“.
  • Es gibt eine „Gemeinschaft der Heiligen“ von gerechten, vollkommen gewordenen Menschen oder Heiligen, die der Menschheit helfen; es gibt auch ein dienendes Wirken von Engeln.
  • Der Mensch hat ethische Pflichten sich selbst und anderen gegenüber. „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Gemüt und deiner ganzen Kraft.“ Dies ist das erste und größte Gebot, und das zweite ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.
  • Es ist die Pflicht des Menschen, das göttliche Licht in sich selbst und anderen zu erkennen, jenes Licht, das jeden Menschen erleuchtet. (Joh. I,9)
  • Weil die Menschen Gottes Söhne sind, sind sie Brüder und untrennbar miteinander verbunden. Was einen verletzt, verletzt die ganze Bruderschaft. Daher hat jeder Mensch gegenüber dem Gott in sich und dem Gott in anderen die Pflicht, sich ständig zu bemühen, gemäß dem Höchsten, das in ihm ist, zu leben, um es dadurch diesem Gott in ihm zu ermöglichen, erstens immer vollkommener offenbar zu werden und zweitens, die Tatsache dieser Bruderschaft anzuerkennen durch beständiges Streben nach Selbstlosigkeit, durch Liebe, Rücksichtnahme und Dienst gegenüber seinen Mitmenschen. Dienst an der Menschheit und Opferung des niederen Selbstes an das höhere sind Gesetze des spirituellen Wachstums.
  • Christus hat verschiedene Sakramente eingesetzt, in denen uns durch ein äußeres und sichtbares Zeichen, innere und geistige Gnade gespendet wird. Es gibt sieben solcher Riten, die als Sakramente anzusehen sind, nämlich: Taufe, Firmung, die heilige Eucharistie, Absolution, heilige Ölung, heilige Ehe und die heiligen Weihen. Die Lehre dieser Sakramente ist in der autorisierten Liturgie der Liberalkatholischen Kirche genügend dargelegt. Christus, das lebendige Haupt der Kirche, die er gegründet hat, ist der wahre Spender aller Sakramente.
  • So wie die LKK als Mitglieder alle willkommen heißt, welche die Wahrheit suchen, so verlangt sie doch nicht von ihren Mitgliedern, diese Darlegung der Lehre anzunehmen. Dies soll vielmehr als wesentlicher Beitrag der LKK zum christlichen Gedankengut angesehen werden. Die Bischöfe der Kirche sollen jedoch nur solche Kandidaten für eine Weihe annehmen, die der Darlegung der Lehre im Allgemeinen zustimmen.

Ethik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Formulierung ihrer Lehre und Ethik nimmt die Liberal-Katholische Kirche in mancher Auffassung eine besondere Stellung unter den Kirchen der Christenheit ein. Sie anerkennt die Grundwahrheiten der christlichen Religion, versucht aber den hinter den Lehrsätzen verborgenen tieferen Sinn dem Verständnis des Gegenwartsmenschen näher zu bringen.

Wenn sie auch solcherart ihren Interessenten und Mitgliedern eine vertiefte (esoterische) Seite des Christentums zu vermitteln versucht, verlangt sie jedoch nicht die Annahme dieser Auffassungen, da sie die Ansicht vertritt, dass wahrer Glaube das Ergebnis eigenen Nachdenkens und Erkennens sein muss. Eine äußerliche Zustimmung kann den Wert einer eigenen tieferen Einsicht niemals ersetzen. Deshalb verlangt die Liberal-Katholische Kirche keine unbedingte Zustimmung von den Mitgliedern zu ihrer Lehre. Es ist jedem freigestellt diese anzunehmen oder auch nicht anzunehmen.

Besonderen Wert legt die Liberal-Katholische Kirche auf eine lebendige, innerliche mitempfundene und erhebende Liturgie. Sie anerkennt und spendet die sieben Sakramente der christlichen Kirche, nämlich: Taufe, Firmung, Absolution, Eucharistie, Ölung, Ehe und die heiligen Weihen.

Sie gebraucht bei allen kirchendienstlichen Handlungen eine eigenständige Fassung der Liturgie, welche aus Teilen der tridentinischen, römischen sowie der alt-katholischen und anglikanischen Liturgie zusammengesetzt ist, wobei die wesentliche Merkmale der altüberlieferten sakramentalen Formen sorgfältig beibehalten worden sind. Die Zulassung zu den Gottesdiensten, welche in der jeweiligen Landessprache abgehalten werden, wie auch die Spendung der Sakramente ist an keinerlei Verpflichtungen gebunden.

Die Liberal-Katholische Kirche heißt alle willkommen, die sich nach Glaubensfreiheit und sakramentalen Diensten sehnen, auch ohne dass sie ihre bisherige Religionsgemeinschaft verlassen müssen. Sie nimmt aber natürlich gerne neue Mitglieder in ihre Gemeinschaft auf.

Klerus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klerus der Kirche unterliegt keinem Zölibat und wirkt ehrenamtlich. Da jegliche Ausübung der priesterlichen und Funktionen ehrenamtlich ist und ohne Entgelt erfolgt, werden für kirchendienstliche Handlungen im Allgemeinen keine Bezahlungen gefordert.

Die zum Unterhalt der Kirche nötigen Mittel werden bis auf weiteres durch freiwillige Beiträge und Spenden der Gemeindemitglieder wie auch des Klerus aufgebracht.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausbildung von Klerikern der Niederen Weihe und Geistlichen findet im Seminar der Liberal-Katholischen Kirche in Deutschland statt. Der Schulungsweg verläuft parallel zur Gemeindetätigkeit und kann sich über mehrere Jahre erstrecken. Ein Fernkurs wird derzeit nur in der Niederlanden in Niederländisch und Englisch angeboten.

Die Ausbildung von Messdienern (Kinder und Jugendliche) und Altardienern (Erwachsene) findet in den Gemeinden statt und wird durch den jeweiligen Geistlichen vor Ort angeboten.

Apostolische Nachfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die apostolische Nachfolge in der LKK leitet sich von der alten Kirche der Niederlanden ab, die zuweilen die „Jansenistische“ genannt wird. Das Niederländische Volk hat mit charakteristischer Gastfreundschaft vielen unglücklichen jansenistischen Flüchtlingen, die aus Frankreich und Belgien geflohen waren, um der Verfolgung durch die Jesuiten zu entgehen, Asyl gewährt. Als Ergebnis davon wurde die Niederländische Kirche selbst der Mitschuld an der jansenistischen Ketzerei angeklagt, eine Anklage, von der sie wiederholt behauptet, sich von ihr entlastet zu haben.

Ihr Erzbischof Peter Codde wurde 1704 abgesetzt. Ein Versuch, ihr einen nicht aus Holland stammenden Nachfolger aufzuzwingen, bestärkte die Niederländische Priesterschaft nur in ihrem Widerstand gegen Rom, dessen Einmischung sie als ungesetzlich ansah, die Kirche hat seither diese Stellung der Unabhängigkeit beibehalten. Schließlich wurde einer von ihnen durch einen gewissen Bischof Varlet zum Episkopus erhoben. Der letztere war als Bischof von Ascalon in „partibus infidelium“ und Koadjutor des Bischofs von Babylon geweiht worden.

Am Abend seiner Weihe erhielt er die Nachricht vom Tode des Bischofs von Babylon, dem er deshalb auf dem bischöflichen Stuhl nachfolgte. Auf seinem Weg nach Babylon kam er durch Holland und als einen Akt christlicher Barmherzigkeit erteilte er dort einigen hundert Kandidaten die Firmung, die in Abwesenheit eines Bischofs auf dieses Sakrament warteten. Da er sich durch diese Tat den Unwillen des Papstes zugezogen hatte, kehrte er nach Holland zurück und verblieb dort für den Rest seines Lebens.

Bischof Varlet kam dann der holländischen Kirche zu Hilfe und weihte für sie nacheinander vier Erzbischöfe von Utrecht, von denen die ersten drei starben, ohne die Bischofswürde weitergegeben zu haben. Varlet selbst war im Jahr 1719 vom Bischof von Matignon in Paris zum Bischof geweiht worden, der seinerseits 1693 von dem berühmten Jacques Benigne Bossuet, dem „Adler von Meaux“, geweiht worden war. Bossuet führte seine bischöfliche Abkunft über den Erzbischof le Tellier zurück, ein Sohn des Großkanzlers von Frankreich, bis zum Kardinal Antonio Barberini, dem Neffen des Papstes Urban VIII. Die Gültigkeit der durch Bischof Varlet erteilten Weihe war natürlich unbestreitbar, und daher werden auch die Weihen der sogenannten Holländischen Jansenistischen Kirche überall als gültig anerkannt.

Als das Vatikanische Konzil vom Jahre 1870 die Unfehlbarkeit des Papstes erklärte, weigerten sich eine Anzahl führender Gelehrter unter der Führung von Dr. Ignaz von Döllinger, dem bedeutendsten Kirchenhistoriker seiner Zeit, eine Neuerung der Lehre von so weittragender Bedeutung anzunehmen. Es bildeten sich unabhängige Gemeinden, die im Gegensatz zu dem Neukatholizismus von Rom, den Titel „Alt-Katholiken“ annahmen. Dieser Bewegung gelang es, sich die bischöfliche Nachfolge von der Holländischen Kirche zu sichern, welche heute mit ihr vereinigt ist. Die Alt-Katholische Kirche ist daher eine Katholische Kirche, die von Rom unabhängig ist und unanfechtbar gültige Weihen hat.

Die Apostolische Nachfolge 1739 – 1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dominikus Marie Varlet
  2. Petrus Johannes Meindaart; 1739 Erzbischof von Utrecht
  3. Johannes van Stiphout; 1745 Bischof von Haarlem
  4. Gualtherus Michael van Nieuwenhuizen; 1768 Erzbischof von Utrecht
  5. Johannes Broekman; 1778 Bischof von Haarlem
  6. Johannes Jacobus van Rhijn; 1797 Erzbischof von Utrecht
  7. Gijsbertus Cornelius de Jong; 1805 Bischof von Deventer
  8. Willibrordus van Os; 1814 Erzbischof von Utrecht
  9. Johannes Bon; 1819 Bischof von Haarlem
  10. Johannes van Santen; 1825 Erzbischof von Utrecht
  11. Hermanus Heijkamp; 1853 Bischof von Deventer
  12. Casparus Johannes Rinkel; 1873 Bischof von Haarlem
  13. Gerardus Gul; 1892 Erzbischof von Utrecht
  14. Arnold Harris Mathew; 28.April 1908 Bischof von Großbritannien und Irland, 1911 Erzbischof; +1919
  15. Frederick Samuel Willoughby, M.A.(Cantab.); 28.10 1914 Bischof
  16. Rupert Gauntlett 26. September 1915 in London zum Bischof geweiht
  17. Robert King; 26. September 1915 Bischof, 1916 Assistenz-Bischof in England, +1954
  18. James Ingall Wedgwood; (Dr. der Wissenschaften der Uni von Paris), 1913 von Bischof Mathew in London zum Priester geweiht, am 13. Februar 1916 in London unter Bischof Willoughby, Bischof King und Bischof Gauntlett zum Vorsitzenden Bischof geweiht, 1923 resignierte er als Vorsitzender Bischof, 1926 Kommissarischer Bischof für Teile von Europa. + 1951

Alle danach geweihten Bischöfe der LKK leiten ihre Weihen von Bischof Wedgwood her.

Regionalbischöfe von Zentral-Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1935-1937  Nyssens, Ernest W.; 10. August 1868-14. März 1956; kons. 15. August 1930
  • 1938-1946  NS-Zeit, LKK verboten, funktionierte nur im Untergrund
  • 1946-1955  Vreede, Adriaan G.; 2. Juni 1877-24. Mai 1966; kons. 15. August 1928
  • 1955-1962  Lauppert, Norbert E.; 15. August 1906-25. Mai 2005; kons. 28. September 1952
  • 1962-1985  Ringer, Gustav; 23. Oktober 1907-28. Oktober 1985; kons. 14. August 1960
  • 1985-1986  Taylor, Eric; 16. April 1918-04. Juni 1995; kons. 26. Mai 1977
  • 1986-2001  Hammer, Rudolf L.; 18. April 1928-6. Dezember 2001; kons. 14. Mai 1978
  • 2001-2005  Hooker, Ian Richard; 25. Dezember 1930; kons. 3. Juni 1990
  • 2005-2011  Warnon, Maurice Henri Joseph G.; 5. April 1937->; kons. 7. Juni 1976
  • 2005-heute Ep. Vikar  Sundien, Anders Evert; 21. Oktober 1944->; kons. 16. Mai 2005

Kirchenleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberstes Organ der Liberal-Katholischen Kirche ist die bischöfliche Generalsynode, an deren Spitze der Vorsitzende Bischof steht. Dieser leitet die Kirche im Allgemeinen und die bischöflichen Generalversammlungen, hat aber sonst keine Vorrechte.

Somit wird die Kirche durch die einzelnen Bischöfe in deren Bereich geleitet und die allgemein verbindlichen Reglungen durch die jeweiligen bischöflichen Generalsynoden bestimmt. Träger aller weltlichen Einrichtungen der Kirche sind die Pfarrgemeinden. Jedes volljähriges Gemeindemitglied besitzt ein Stimmrecht in der Verwaltung dieser Gemeinde.

Verhältnis zum Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen keine Verbindungen der Liberalkatholischen Kirche zu den bekannten Kirchen, da die Differenzen zu groß seien. Kirchen sehen ihre Aufgabe in der Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus und nicht in der Weitergabe theosophischer Erkenntnisse. So sei die christliche Lehre der Erbsünde und deren Rechtfertigung durch den zentralen christlichen Schlüsselbegriff der Gnade in der LKK verpönt.[19]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl R. H. Frick: Licht und Finsternis. Gnostisch-theosophische und freimaurerisch-okkulte Geheimgesellschaften bis zur Wende des 20. Jahrhunderts. Marix Verlag GmbH Wiesbaden 2005. ISBN 3-86539-044-7. Seite 314.
  2. adherents.com
  3. http://bonn.liberalkatholische-kirche.de
  4. Georg Schmid: Kirchen, Sekten, Religionen. 2003
  5. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. Seite 380 und S. 382
  6. Rudolf Passian: Licht und Schatten der Esoterik. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München 1991, Seite 72
  7. Liberalkatholische Apostolische Nachfolge: http://liberalkatholischekirche.org/Sukzession.html
  8. Die Kirche, Blatt der Liberalkatholischen Kirche für dir Kirchenprovinz Mitteleuropa: http://liberalkatholischekirche.org/DieKirche.html
  9. The Liberal Catholic, Magazine: http://theliberalcatholicchurch.org/TLC/
  10. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. Seite 380 und S. 382-283
  11. Zu den Unterschieden zwischen LCCI und LCC (Memento vom 18. Juli 2007 im Internet Archive) (englisch)
  12. Liberalkatholische Kirche
  13. Gasper, Müller, Valentin: Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen. Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1994, Seite 606, ISBN 3-451-04271-1
  14. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. S. 251-252 und Seite 382-383
  15. Karl R. H. Frick: Licht und Finsternis. Gnostisch-theosophische und freimaurerisch-okkulte Geheimgesellschaften bis zur Wende des 20. Jahrhunderts. Marix Verlag GmbH Wiesbaden 2005. ISBN 3-86539-044-7. Seite 314.
  16. Gasper, Müller, Valentin: Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen. Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1994, Seite 606, ISBN 3-451-04271-1
  17. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. Seite 380 und S. 382-283
  18. Rudolf Passian: Licht und Schatten der Esoterik. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München 1991, Seite 72 und 167
  19. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. Seite 380 und S. 382-283

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]