Lebach

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Deutschland. Siehe auch: Lehbach.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lebach
Lebach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lebach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 25′ N, 6° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Saarlouis
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 64,15 km²
Einwohner: 19.156 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 299 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66822
Vorwahlen: 06881, 06888 (Thalexweiler), 06887 (Gresaubach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SLS
Gemeindeschlüssel: 10 0 44 112
Webpräsenz: www.lebach.de
Bürgermeister: Klauspeter Brill (parteilos)
Lage der Stadt Lebach im Landkreis Saarlouis
Frankreich Frankreich Regionalverband Saarbrücken Landkreis Neunkirchen Landkreis St. Wendel Landkreis Merzig-Wadern Rehlingen-Siersburg Wallerfangen Überherrn Dillingen/Saar Saarlouis Wadgassen Bous (Saar) Ensdorf (Saar) Schwalbach (Saar) Saarwellingen Nalbach Schmelz (Saar) LebachKarte
Über dieses Bild
Ausblick vom Hoxberg über Lebach

Lebach ist eine Stadt im saarländischen Landkreis Saarlouis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebach liegt mitten im Saarland im flachwelligen Saar-Nahe-Bergland, auf 6° 55′ 0″ Länge und 49° 23′ 60″ Breite. Der geografische Mittelpunkt des Saarlandes wurde im Ortsteil Falscheid festgestellt.

Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theelhochwasser im Januar 1897

Die Theel entspringt einem Quellgebiet auf der Gemarkung Theley am Nordhang des Schaumberges und durchfließt die Ortschaften Bergweiler und Sotzweiler der Gemeinde Tholey sowie in der Stadt Lebach durch die Stadtteile Thalexweiler, Aschbach und Lebach, wo sie mehrere Zuflüsse hat, bis sie bei Nalbach-Körprich in die Prims mündet.

Die Mertenfloß entspringt in der Nähe des Weierbergs. Nach mehreren hundert Metern mündet sie bei der Tholeyer Straße in die Theel.

Der Mandelbach entspringt in Landsweiler, fließt entlang der Saarbrücker Straße und mündet in die Theel.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn beginnend im Norden: Tholey, Eppelborn, Heusweiler, Saarwellingen, Nalbach, Schmelz.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2011 2012
Einwohner 21.679 21.060 21.540 21.254 20.388 19.962 19.784 19.763 19.456

(jeweils zum 31. Dezember)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Siedlungsspuren sind erst aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Zwei römische Villen mit Friedhöfen sowie ein sog. Opferteich, zeugen von römischer Besiedlung. Ab dem 4. Jahrhundert siedelten sich in Lebach Germanen an.

Wallfahrtsregister des Erzbischofs Theoderich von Trier, 1222

Die erste urkundliche Erwähnung Lebachs (als Leibach) stammt aus einer Aufzählung von Pfarreien im Wallfahrtsregister des Klosters Mettlach aus dem Jahre 950.

Im Laufe des Mittelalters gelangte Lebach unter die Herrschaft der Trierer Erzbischöfe, die im Spätmittelalter die Herren von Hagen mit dem Ort belehnten. Nach einer Urkunde vom 8. September 1614 bildete Lebach zusammen mit Landsweiler und Niedersaubach eine sogenannte Vierherrschaft: Je zwei Siebtel der Anteile an Marktrecht und Gerichtsbarkeit hielten Kurtrier, die Herren von Hagen zur Motten und das Herzogtum Lothringen; ein Siebtel hielt die Äbtissin von Fraulautern. 1787 übernahm das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken die lothringischen Anteile an der Vierherrschaft Lebach.

Aufgrund reichhaltiger Eisenerzvorkommen in Form von Lebacher Eiern erlebte Lebach im 17. und 18. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung. Aufgrund der geographischen Lage entwickelte sich Lebach zunehmend zum Verkehrsknotenpunkt.

Die französische Besetzung aller linksrheinischen Gebiete nach Beginn der Französischen Revolution beendete 1794 auch die Vierherrschaft. 1798 wurde Lebach dem Saar-Département zugeschlagen und dort zum Kantonsort erhoben, dem die Bürgermeistereien Hüttersdorf, Lebach, Nalbach, Saarwellingen, Schwalbach, Sellerbach (heute Riegelsberg), Heusweiler, Quierschied und Dirmingen zugeteilt waren.

Beim Kaisermanöver 1897 wurde Hindenburgs 50. Geburtstag gefeiert.

Nach dem Pariser Frieden von 1814 fiel der größere Teil des Kantons Lebach an Preußen; der Ort Lebach gehörte zunächst zum Landkreis Ottweiler, ab Juli 1816 zum Landkreis Saarlouis der preußischen Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging.

Im Winter 1902/03 grassierte im Raum Lebach der Typhus, der sich hauptsächlich durch unzureichende Wasser- und Abwasserhygiene ausbreiten konnte.[2]

Während des Zweiten Weltkriegs war Lebach ein wichtiger Etappenort. Viele Flüchtlinge aus dem Saartal kamen während des Krieges nach Lebach. Außerdem war Lebach ein wichtiger Durchgangspunkt für Truppen, die am Westwall oder im vordersten Frontbereich Stellung bezogen. So griffen Bomber am 9. Januar 1944 Lebach als wichtigen Verkehrsknotenpunkt und Nachschubplatz an, verfehlten jedoch ihre Ziele – die Hauptstraßen und Bahnanlagen – wegen einer geschlossenen Wolkendecke.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Lebach französisch besetzt. Als die alliierten Truppen die deutschen Grenzen erreichten und die US-Truppen um saarländische Brücken kämpften, wurden die Lebacher Bürger aufgefordert, die Stadt zu verlassen und in sicherere Orte abseits der Kämpfe auszuweichen. Letztlich blieben von 2.900 Einwohnern 600 in der Stadt. Im Herbst 1944 wurden immer mehr verwundete Soldaten in die Lebacher Kaserne gebracht. Im Dezember 1944 folgten schwere Bombardierungen der Stadt durch die Alliierten. Am 18. März 1945 rückten die Amerikaner in Lebach ein. Am 10. Juli 1945 wurden die US-Besatzungstruppen von französischen Soldaten abgelöst.

In der Nachkriegszeit entstanden in der leerstehenden Lebacher Kaserne ein Gymnasium und ein Lehrerseminar.[3] Später folgten das zentrale Flüchtlingslager und die Kaserne des Fallschirmjägerbataillons. Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte der Ort im Jahre 1969 durch den sogenannten Soldatenmord von Lebach.

Am 1. Juni 1977 erhielt die Gemeinde Lebach die Stadtrechte.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurden die bis dahin eigenständigen elf Gemeinden Aschbach, Dörsdorf, Eidenborn, Falscheid, Gresaubach, Knorscheid, Landsweiler bei Lebach, Lebach, Niedersaubach (mit dem im September 1964 eingemeindeten Rümmelbach), Steinbach über Lebach und Thalexweiler am 1. Januar 1974 zu einer neuen Gemeinde unter dem Namen Lebach zusammengeschlossen.[4]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Lebach geht möglicherweise auf einen häufigen (gallo-)römischen Namenstypus für Gutshöfe zurück. Die Endung -ach in Siedlungsnamen geht oft auf das im gallorömischen Siedlungsbereich übliche besitzeranzeigende Suffix -(i)acum/-(i)acus (ergänze: fundus oder praedium, d. h. Landgut) zurück, was einen frühen Namen ähnlich Leviacum (vgl. Léojac in Frankreich) nahelegt. Hans Bahlow (Deutschlands geographische Namenwelt) geht dagegen von einem Gewässernamen aus und erwähnt Laubach (bei Wittlich) und Leberbach (bei Heppenheim) sowie einen Fluss Leber in den Vogesen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 59,7 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,5
27,7
9,7
8,7
4,7
3,6
3,3
1,8
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,2
-3,8
-5,3
+8,7
+4,7
+3,6
-2,5
+1,8
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Sitzverteilung im Stadtrat
       
Von 33 Sitzen entfallen auf:

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Lebach. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2014 statt.

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CDU-Stadtverband Lebach, ihm gehören zehn Ortsverbände im Stadtgebiet Lebach an
  • SPD-Stadtverband Lebach, ihm gehören acht Ortsverbände an
  • FDP-Stadtverband Lebach, ihm gehören vier Ortsverbände an
  • JU-Stadtverband Lebach, ihm gehören fünf Ortsverbände an

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978–2006: Nikolaus Jung, CDU († 27. August 2013)
  • 2006–2012: Arno Schmidt, CDU († 20. Dezember 2012[6])
  • seit 2013: Klauspeter Brill, parteilos

Am 22. Januar 2006 setzte sich Arno Schmidt (CDU) in der Bürgermeisterwahl gegen Jürgen Barke (SPD) mit etwa 55 % der Stimmen durch. Er war seit Oktober 2006 Nachfolger von Nikolaus Jung. Am 20. Dezember 2012 verstarb Arno Schmidt im Alter von 60 Jahren. Klauspeter Brill gewann am 26. Mai 2013 als parteiloser Kandidat mit knapp 74 % der Stimmen im zweiten Wahlgang die Wahl zum Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Lebach.svg

Das Wappen der Stadt Lebach besteht aus vier Feldern, denn bis zur französischen Revolution war Lebach eine sogenannte Vierherrschaft und auch das Wappen wurde in vier Felder aufgeteilt, und zwar wie folgt:

  1. Roter Zickzackbalken in Gold, überragt von durchgehendem, vierlätzigem, blauen Turnierkragen – Ein Anteil (2/7) war lange Zeit im Besitz der Herren von Siersburg, fiel 1548 durch Erbschaft an die Familie Braubach, kam 1613 an das Herzogtum Lothringen und mit diesem 1768 an Frankreich, bis es endlich 1786 tauschweise an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken abgetreten wurde. Da die erstgenannte Familie am längsten im Besitz dieses Anteils war, wurde ihr Wappen im ersten Feld dargestellt.
  2. Wachsender roter Krummstab in Silber – Die Abtei Fraulautern besaß bis zur französischen Revolution 1/7 der Herrschaft. Da es kein eigenes Wappen führte, wurde in das zweite Feld ein Krummstab aufgenommen.
  3. Rotes Balkenkreuz in Silber – Weitere 2/7 besaß das Erzstift Trier.
  4. Roter Balken in Gold, begleitet oben von neun und unten von sechs roten Schindeln – Die restlichen 2/7 gehörten den Freiherren von Hagen zu Motten, deren Wappen in das vierte Feld aufgenommen wurde.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 20. Mai 1979 besteht eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Bitche im Département Moselle.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebach ist über die Bundesstraßen 10 (nach Augsburg), 268 und 269 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind für die A 8 Heusweiler (7 km) und Nalbach (10 km) sowie für die A 1 Eppelborn (5 km) und Tholey (8 km).

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzte Postkutsche in Lebach (1897)
Rolle als Umsteigeknoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebach stellt einen bedeutenden Knotenpunkt im regionalen Busnetz der Saar-Pfalz-Bus GmbH dar. Weiter verkehren viertelstündlich Saarbahnen auf der Linie S1 und RBs nach Saarbrücken. Vier große Regionalbuslinien verkehren im Stundentakt in alle vier Himmelsrichtungen mit Anschluss an die in den größeren Bahnhöfen in Dillingen/Saar, Saarlouis, St. Wendel, Völklingen und Saarbrücken verkehrenden Zügen der DB und sind so miteinander verzahnt, dass man nahtlos von der einen in die andere Linie umsteigen kann. Diese Linien verkehren von morgens früh bis spät in die Nacht und ermöglichen an den Wochenenden einige Freizeitunternehmungen. An den Wochenenden und an Feiertagen verkehren die Linien alle zwei Stunden (die Saarbahn jedoch wie über die Woche halbstündlich, Sonntags stündlich). Durch die Lage Lebachs und das umfangreiche Fahrtenangebot sind alle größeren saarländischen Städte in längstens 45 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Aufgrund der Integration in den Verkehrsverbund SaarVV ist für alle Fahrten nur ein Fahrschein nötig, der zur Benutzung aller Verkehrsmittel, egal ob Regionalbus, Stadtbus, Zug oder Saarbahn berechtigt.


Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lebach befinden sich das Landesamt für Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten (im Volksmund „Landeswohnsiedlung“/„Lager“ genannt) sowie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Außerdem beherbergt Lebach als „grüner Mittelpunkt“ die Landwirtschaftskammer des Saarlandes.

Gerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebach verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und OLG-Bezirk Saarbrücken gehört.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebach ist Standort des Fallschirmjägerbataillons 261 der Luftlandebrigade 26; die Garnison umfasst heute etwa 1.200 Soldaten.

Krankenversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ctt-Krankenhaus der Regelversorgung, 202 Betten mit den Abteilungen Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Plastische Chirurgie, Innere Medizin (Hämatologie, Onkologie), Intensivmedizin, Anästhesiologie, Radiologie mit Computertomographie
  • Zum St. Nikolaus Hospital Wallerfangen gehörende psychiatrische Tagesklinik (etwa 20 Plätze) in der Friedensstraße

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berufsbildungszentrum Lebach, Schule des Landkreises Saarlouis
  • Erich-Kästner-Schule, Kreissonderschule für Lernbehinderte
  • Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach, Schule des Landkreises Saarlouis
  • Grundschule Landsweiler, Schule der Stadt Lebach
  • Grundschule St. Michael, Schule der Stadt Lebach
  • Grundschule Steinbach mit Dependance in Thalexweiler, Schule der Stadt Lebach
  • Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach, Schule des Landkreises Saarlouis
  • Katholische Erwachsenenbildung Lebach e. V.
  • acht Kindergärten, davon drei in Lebach selbst und fünf in den Stadtteilen
  • Louis-Braille-Schule, Staatliche Schule für Blinde und Sehbehinderte Lebach
  • Nikolaus-Groß-Schule (Grund- und Erweiterte Realschule), Schule des Bistum Trier
  • Ruth-Schaumann-Schule, Staatliche Schule für Gehörlose und Schwerhörige Lebach
  • Theeltal Schule, Erweiterte Realschule der Stadt Lebach
  • Volkshochschule Lebach

Märkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wochenmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeden Donnerstag findet in Lebach der größte Wochenmarkt in Südwestdeutschland statt. Dieser Markt hat schon eine jahrhundertelange Tradition. Lebach konnte Marktzentrum werden, weil es durch seine verkehrsgünstige Lage ein Knotenpunkt verschiedener wichtiger Straßen ist. Zuerst wurden Postkutschenlinien nach Lebach eingerichtet, später Eisenbahnlinien gebaut.

Mariä-Geburtsmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Festwoche in Lebach, der „Grünen Woche“, findet der Mariä Geburtsmarkt – ein Markt mit fast 500 Ständen – statt, zu dem tausende Besucher nach Lebach kommen.

Der Mariä-Geburtsmarkt findet am Dienstag nach dem zweiten Sonntag im September statt.

Schon vor 1.000 Jahren gab es in Lebach eine Kirche auf dem Platz der heutigen katholischen Pfarrkirche, die der Gottesmutter Maria geweiht war. Man feierte das Patronatsfest mit einem großen Vieh- und Krammarkt. Die erste bekannte Urkunde, die den Jahrmarkt bezeugt, stammt aus dem Jahre 1614.

Andere Märkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor großen kirchlichen Festtagen findet außerdem in Lebach ein Weihnachtsmarkt und ein Ostermarkt statt. Außerdem gibt es in der dritten Oktoberwoche einen Herbst- und Bauernmarkt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karneval[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lebacher Karneval (im Volksmund auch Faasend genannt) wird jährlich vom Carneval Verein Lebach (CVL) veranstaltet. Höhepunkte jeder Karnevalssession sind die Kostümkappensitzungen in der Lebacher Stadthalle. Am Fetten Donnerstag folgt dann die Rathauserstürmung, bei der das Prinzenpaar die Regentschaft im Rathaus übernimmt. Am Fastnachtssonntag werden wichtige Lebacher Bürger „verhaftet“und ins Rathaus gebracht, wo sie gegen eine Kaution mit dem Karnevals-Verein feiern und kostenlos essen dürfen. Am Fastnachtsdienstag endet die Session mit einem großen Straßenumzug durch die Lebacher Innenstadt. Außerdem leistet die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands einen wichtigen Beitrag zur Lebacher Faasend und führt alljährlich 3-mal einen „Bunten Abend“ durch.

Beide Vereine zusammen sind der Dreh- und Angelpunkt der Lebacher Faasend.

Grüne Woche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Grüne Woche“ ist eine von der Stadt Lebach organisierte Festwoche. Sie findet immer in der zweiten Septemberwoche statt. Bereits im 17. Jahrhundert wurde am „Fest Mariä Namen“ ein Viehmarkt veranstaltet. Dieser wurde im Laufe der Jahre immer weiter vergrößert und schließlich wurde 1921 dann im Anschluss an den Markt ein Pferderennen organisiert. Heute gibt es dazu noch ein Rahmenprogramm mit diversen Veranstaltungen, u.a. im Festzelt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Lebach

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche

Katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Kirchengemeinde in Lebach heißt „Heilige Dreifaltigkeit und St. Marien“ und gehört zum Bistum Trier. In Lebach selbst gibt es 7.000 Katholiken, in den Pfarreien Landsweiler und Falscheid, die auch zur Kirchengemeinde Lebach gehören, gibt es 1.800 bzw. 520 Katholiken.

Siehe auch: St. Antonius von Padua (Niedersaubach)

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Lebach gehört zur „Evangelischen Kirche im Rheinland“ und wurde 1906 gegründet. Zurzeit gehören der Kirchengemeinde etwa 2.750 Gemeindeglieder an (2010). Pfarrerin ist Andrea Sattler. Nach der Reformation konnte sich die Evangelische Kirche in Lebach nicht behaupten, nachdem evangelische Gottesdienste von den lothringischen Oberherren verboten wurden. Ab 1852 fanden wieder evangelische Gottesdienste im Gerichtssaal des Amtsgerichts Lebach statt. 1906 wurde dann der Grundstein für eine evangelische Kirche in Lebach gelegt, die 1907 fertiggestellt wurde.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebach hatte in seiner Geschichte nur eine sehr geringe Anzahl an jüdischen Einwohnern. Um 1920 hatte Lebach 12 jüdische Gläubige, die zu den Familien Hanau, Oppenheimer und Stern gehörten.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Durch den sogenannten Soldatenmord von Lebach, der bei der Bundeswehr zur Einrichtung des Lebach-Netzes führte, erlangte Lebach im Jahre 1969 bundesweites Medieninteresse. Der Streit um die dokumentarische Aufarbeitung in Film und Fernsehen (Produktionen von 1972 und 1996), der sich im Spannungsfeld zwischen Rundfunkfreiheit und Persönlichkeitsrecht der Täter bewegte, ging als Lebach-Urteil des Bundesverfassungsgerichts in die deutsche Rechtsgeschichte ein.

Einer der Drahtzieher der Attentate vom 11. März 2004 in Madrid verbrachte einige Zeit in der Landeswohnsiedlung in Lebach.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken, wirkten oder starben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Baldauf (1917–1991), Politiker, starb in Lebach
  • Werner Bauer (* 1934), Licht- und Kinetikkünstler, war ab 1964 Kunsterzieher in Lebach
  • Klaus Steinbach (* 1953), Schwimmsportler und Sportfunktionär, wohnt in Lebach
  • Gabriele Klara Schäfer (* 1957), Politikerin, arbeitete bei der Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen und danach bis 1994 bei der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Lebach

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saarland.de – Amtliche Einwohnerzahlen Stand 31.12.2015 (PDF; 0,03 MB) (Hilfe dazu).
  2. Hans-Henning Krämer, Vom Dorfbrunnen zum Wasserwerk. Geschichte der Trinkwasserversorgung an der Saar, Gollenstein Verlag 1999, ISBN 3-933389-07-0, S. 128 ff.
  3. [1] Geschichte des JKG Lebach
  4. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 807 f.
  5. Gemeindeergebnis Lebach, Endgültiges Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2014 Auf: www.statistikextern.saarland.de, abgerufen am 19. September 2014
  6. www.saarbruecker-zeitung.de
  7. Vgl. Gudrun Gerlach: Das Gräberfeld 'Die Motte' bei Lebach. Bd. 1: Katalog. Bonn: Habelt, 1976 (Saarbrücker Beiträge zur Altertumskunde, Band 16), ISBN 3-7749-1351-X; Bd. 2: Text. Bonn: Habelt 1986 (Saarbrücker Beiträge zur Altertumskunde, Band 15). ISBN 3-7749-1350-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lebach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien