Licancabur

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Licancabur
Der Vulkan Licancabur hinter der Laguna Verde

Der Vulkan Licancabur hinter der Laguna Verde

Höhe 5920 m
Lage Departamento Potosí, Bolivien / Region Antofagasta, Chile
Gebirge Anden
Dominanz 12,84 km → Sairecabur
Schartenhöhe 1320 mfd2
Koordinaten 22° 50′ 1″ S, 67° 52′ 58″ WKoordinaten: 22° 50′ 1″ S, 67° 52′ 58″ W
Licancabur (Bolivien)
Licancabur
Typ Stratovulkan
Besonderheiten Kratersee
pd5

Licancabur („Berg des Volkes“) ist ein 5920 m hoher inaktiver Vulkan in der Cordillera Occidental. Er liegt auf der Grenze zwischen Bolivien und Chile nahe der Laguna Verde und überragt die Atacamawüste. Er befindet sich in der Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa in direkter Nachbarschaft zum nur 200 m niedrigeren Vulkan Juriques.

In seinem Krater befindet sich einer der höchstgelegenen Seen der Welt, in dem, trotz Außentemperaturen bis −30 °C, eine Vielzahl an Lebewesen gedeiht. Wegen der extremen Umweltbedingungen ist diese Flora und Fauna im etwa 5000 m² großen See von evolutionärem Interesse; die NASA und das SETI-Institut haben bereits eine Reihe von Expeditionen zum Gipfel unternommen. Erkenntnisse über die Anpassung der Tiere und Pflanzen an die extremen Bedingungen sollen helfen, die Entwicklung des Lebens in seinen frühesten Stadien zu verstehen.

Nächstgelegener Ort ist das chilenische Dorf San Pedro de Atacama. Direkt vor dem Berg befindet sich die bekannte Laguna Verde. Der Gipfel ist auf der bolivianischen Seite (im Gegensatz zur chilenischen) meist eisfrei.

Zugang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Normalweg zum Gipfel geht von der auf bolivianischer Seite gelegenen Laguna Verde aus. Von der chilenischen Seite ist der Aufstieg deutlich beschwerlicher und nur mit genauer Ortskenntnis möglich,[1] da das Gelände dort vermint ist. Der Weg zum Gipfel selbst ist durch die weiche vulkanische Asche, das scharfkantige Geröll und die große Höhe sehr mühsam. Sowohl entlang des Normalweges als auch direkt am Gipfel stehen Überreste von Bauwerken aus der Inka-Zeit. Agenturen in San Pedro de Atacama (Chile) und Uyuni (Bolivien) bieten geführte Touren zum Gipfel an.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Licancabur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Licancabur auf Cumbresaustrales.cl (spanisch)