Lilian Franck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Lilian Franck (* 11. März 1971 in Würzburg) ist eine deutsche Regisseurin und Filmproduzentin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lilian Franck erhielt ihre Ausbildung an der Filmakademie Baden-Württemberg (Diplom im Fach Regie Dokumentarfilm) und der französischen Grande Ecole Le Fresnoy - studio national des arts contemporains. 2002 bekam sie den Nachwuchspreis des Deutsch-Französischen Journalistenpreises für die Dokumentation Halbe Chance.[1] Dies war ihre erste Co-Regie mit Robert Cibis, mit dem sie gemeinsam die Produktionsfirma OVALmedia gegründet hatte. Sie erstellten zahlreiche Dokumentarfilme, so z. B. über Kinder und Psychopharmaka (Das Glück aus der Dose[2]).

Im Jahr 2008 legte Lilian Franck mit Pianomania die Grundlage für ihre Laufbahn als Kinofilmregisseurin. Der Film über die Suche nach dem perfekten Klang zeigt die nervenaufreibende Zusammenarbeit zwischen dem Klaviertechniker Stefan Knüpfer und Starpianisten wie Lang Lang, Pierre-Laurent Aimard und Alfred Brendel. Pianomania lief sehr erfolgreich in 20 Ländern im Kino und gewann u. a. beim Internationalen Filmfestival von Locarno den Preis der „Semaine de la Critique“, den Golden Gate Award beim San Francisco International Film Festival[3] und den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste Tongestaltung. Außerdem wurde er mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet.[4] Auch im Ausland bekam Pianomania gute Kritiken in der New York Times[5] und im Guardian.[6]

Lilian Francks Erfahrungshorizont beinhaltet unterschiedliche Genres: Beobachtend gedrehte Kinodokumentarfilme im Direct-Cinema-Stil, Reportagen und Dokumentationen. Im Jahr 2017 stellte sie ihre persönliche Investigation trustWHO[7] fertig. Der Film untersucht die Einflüsse von privater Industrie auf die Weltgesundheitsorganisation und startete am 1. März 2018 in den deutschen Kinos; anschließend wurde er auf ARTE und dem ORF ausgestrahlt. Im selben Jahr beendete Franck auch Fuck Fame (Co-Regie Robert Cibis). Dieser Kinofilm zeigt den Kampf der jungen Rapperin Uffie zwischen ihrem persönlichen Ich und ihrer öffentlichen Person als Popstar.

Für ihre Produktion Free Lunch Society[8] (Regie: Christian Tod) organisierte sie gemeinsam mit der OVALmedia Cologne GmbH eine großangelegte Crowd-Premiere[9] am 1. Februar 2018.

Seit dem 1. Februar 2020 ist Franck als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Alice Salomon Hochschule Berlin beschäftigt.[10][11]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie und Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie und Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Das Glück aus der Dose[15] (Co-Regie: Stefanie Schmidt)
  • 2004: Kapital: Mensch[16] (Co-Regie: Robert Cibis)
  • 2002: Halbe Chance ?[17] (Co-Regie: Robert Cibis)
  • 2000: Temps forts
  • 1997: Oma Maertens[18]
  • 1997: Supermerle[19]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Lebensretter Ostblockviren – Ein Weg aus der Antibiotikakrise?[20]
  • 2010: 50 Jahre Pille – Karriere ohne Knick?[21]
  • 2009: Patient als Beute – Der Streit um die Gesundheitsmilliarden[22]

Kurzfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie und Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Oh du fröhliche![23]
  • 2000: Cora[24]
  • 1994: Clemi Flüchtet[25]
  • 1994: Omen- 15 Stunden Tekkno[26]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: J'ai Tout Donné Au Soleil Sauf Mon Ombre (Regie: Valérie Anex und Christian Johannes Koch)[27]
  • 2015: Anyway Home (Regie: Pablo Kaes)[28]
  • 2003: Ich liebe mich, Ich liebe mich nicht[29]

Interaktive Videoinstallation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Entro-Toupie[30]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pianomania[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher Filmpreis 2011: Beste Tongestaltung[31]
  • Filmbewertungsstelle Wiesbaden: Prädikat „Besonders wertvoll“ und „Film des Monats“[32]
  • Internationales Filmfestival Locarno 2009 (Schweiz): Preis der Semaine de la Critique[32]
  • San Francisco International Film Festival 2010 (USA): Golden Gate Preis[32]
  • Festival des Österreichischen Films – Diagonale 2009: Preis für die Beste Künstlerische Montage: Dokumentarfilm[32]
  • Kinofest Lünen 2009 (Deutschland): Haupt- und Publikumspreis „Lüdia“[32]
  • Eurodok 2010 (Norwegen): Ehrenpreis[32]
  • Filmwochenende Würzburg 2010: Publikumspreis[32]
  • Europäischer Filmpreis 2009: Nominierung Bester Dokumentarfilm[32]

Ekelhaft Gesund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ekotop Filmpreis 2007

Halbe Chance?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 15. Mai 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oval-film.com
  2. http://oval.media/de/projects/kids-on-pills/
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 27. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sffs.org
  4. http://www.fbw-filmbewertung.com/film/pianomania_die_suche_nach_dem_perfekten_klang
  5. movies.nytimes.com
  6. theguardian.com
  7. http://oval.media/de/projects/trustwho/
  8. http://oval.media/en/projects/free-lunch-society/
  9. Crowdpremiere | Mein Grundeinkommen. In: www.mein-grundeinkommen.de. Abgerufen am 16. April 2019.
  10. Website der Alice Salomon Hochschule Berlin, https://www.ash-berlin.eu/studium/beratung-unterstuetzung/nachwuchsfoerderung/lilian-franck/#c17816
  11. "Weibliche Lust im Zeitalter der Digitalisierung". In: Alice: Magazin der Alice Salomon Hochschule, Ausg. Sommersemester 2020. S. 109.
  12. http://oval.media/de/projects/trustwho/
  13. http://oval.media/en/projects/pianomania/
  14. http://oval.media/en/projects/free-lunch-society/
  15. http://oval.media/de/projects/kids-on-pills//
  16. http://oval.media/de/projects/human-capital//
  17. http://oval.media/de/projects/half-a-chance/
  18. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 15. Mai 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oval-film.com
  19. http://oval.media/de/projects/supermerle/
  20. http://oval.media/en/projects/virus-vs-bacteria-a-way-out-of-the-antibiotics-crisis/
  21. http://oval.media/de/projects/thepill/
  22. http://oval.media/de/projects/preying-on-patients/
  23. http://oval.media/de/projects/merry-christmas/
  24. http://oval.media/de/projects/cora/
  25. http://oval.media/de/projects/clemi-escapes/
  26. http://oval.media/de/projects/omen-15-hours-of-techno/
  27. http://oval.media/de/projects/jai-tout-donne-au-soleil-sauf-mon-ombre/
  28. http://oval.media/de/projects/anyway-home/
  29. http://oval.media/de/projects/i-love-me-i-love-me-not/
  30. http://oval.media/de/projects/spin-the-world/
  31. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 2. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutscher-filmpreis.de
  32. a b c d e f g h http://pianomania.de/Festivals_und_Auszeichnungen.html