Lionel Aingimea

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Lionel Aingimea ist der Präsident des pazifischen Inselstaats Nauru. Der Anwalt wurde als Menschenrechtsaktivist bekannt.

Wahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Parlamentswahl in Nauru von Mitte August 2019 verloren etwa die Hälfte der bisherigen Abgeordneten ihre Sitze. Das Parlament besteht aus 19 Abgeordneten. Auch der frühere Präsident Baron Waqa (Amtszeit 2013–2019) wurde nicht mehr gewählt. Ihm wurde von Beobachtern "ein zunehmend autoritäre[r] Regierungsstil vorgeworfen".[1] Lionel Aingimea erhielt bei seiner Wahl am 27. August 2019 eine Mehrheit von 12 der 19 Parlamentarier und konnte sich somit klar gegen seinen Konkurrenten David Adeang durch, der von Baron Waqa unterstützt worden war.

Australien unterhält im Inselstaat ein Flüchtlingslager für mutmaßlich 300 Menschen, die per Boot nach Australien einreisen wollten und daher deportiert werden.[1] Die Zahlungen Australiens stellen die bedeutendste Einnahmequelle des Inselstaates dar. Menschenrechtsgruppen und die Vereinten Nationen haben mehrfach die Haftbedingungen kritisiert.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b ORF (Wien): Lionel Aingimea zum neuen Präsidenten von Nauru gewählt, 27. August 2019
  2. Former human rights lawyer wins Nauru presidency. In: thepeninsulaqatar.com. The Peninsula, Qatar, 27. August 2019, abgerufen am 27. August 2019 (englisch).
  3. Richard Ewart: Former human rights lawyer Lionel Aingimea becomes Nauru leader. In: net.au. ABC News, 27. August 2019, abgerufen am 27. August 2019 (australisches Englisch).