Liste der Gouverneure von Buenos Aires

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María Eugenia Vidal, derzeitige Gouverneurin von Buenos Aires

Das Amt des Gouverneurs von Buenos Aires wurde 1812, nach der Unabhängigkeitserklärung der spanischen Kolonie Argentinien eingerichtet und wird bis heute vertreten. Dieser wird für eine Legislaturperiode gewählt, die vier Jahre dauert. Seit 1854 waltet auch ein Vizegouverneur der Provinz Buenos Aires seines Amtes.

Liste der Gouverneure von Buenos Aires[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Gouverneure und Beauftragten der Exekutive der Provinz Buenos Aires[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gouverneure von Buenos Aires vertraten die Vereinigten Provinzen des Río de la Plata (bis 1931) bzw. die Argentinische Konföderation (ab 1931), die als Staatenbund über keine Exekutive verfügten, außenpolitisch gegenüber anderen Staaten. De facto fungierten sie somit als Staatsoberhaupt, herrschten jedoch teilweise (vor allem Juan Manuel de Rosas) diktatorisch.

Zwischen 1826 und 1827 wurde aufgrund des Argentinisch-Brasilianischen Kriegs ein offizielles Präsidentenamt notwendig, das Bernardino Rivadavia einnahm. Bezeichnend für die gesamtstaatliche Bedeutung des Gouverneurs ruhte währenddessen das Gouverneursamt von Buenos Aires. Der Entwurf einer nationalen Verfassung wurde jedoch 1826 von den Provinzen abgelehnt, und Rivadavia musste 1827 zurücktreten, so dass sein Nachfolger Vicente López y Planes die Verfassung bereits wieder aufhob und Neuwahlen zum Gouverneur von Buenos Aires einberief.

  • Manuel Dorrego (17. August 1827 - 1. Dezember 1828)
  • Juan Galo Lavalle (1. Dezember 1828 - 26. Juni 1829) (de facto)
  • Juan José Viamonte (26. Juni 1826 - 6. Dezember 1829) (provisorisch)
  • Juan Manuel de Rosas (6. Dezember 1829 - 17. Dezember 1832)
  • Juan Ramón González Balcarce (17. Dezember 1832 - 4. November 1833)
  • Juan José Viamonte (4. November 1833 - 27. Juni 1834)
  • Manuel Vicente Maza (27. Juni 1834 - 7. März 1835) (interim)
  • Juan Manuel de Rosas (7. März 1835 - 3. Februar 1852)
  • Vicente López y Planes (3. Februar 1852 - 26. Juli 1826) (provisorisch)

Liste der Gouverneure von Buenos Aires[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 1852 wurde Manuel de Rosas nach 17 Jahren Herrschaft ohne Verfassung vom langjährigen Gouverneur von Entre Ríos, Justo José de Urquiza in der Schlacht von Monte Caseros geschlagen, der im Gegensatz zu Rosas eine Verfassung und nationale Einheit für die stark auf Buenos Aires ausgerichteten Provinzen anstrebte. Daraufhin übernahm Vicente López y Planes provisorisch das Amt des Gouverneurs von Buenos Aires. Urquiza ließ sich nach seinem Triumph im Mai zum Provisorischen Direktor der Argentinischen Konföderation ernennen, so dass López y Planes der letzte Gouverneur mit Regierungsbefugnissen war. Bis September des Jahres übernahm Urquiza selbst den Posten in Monte Video, so dass er in Personalunion drei Ämter ausübte. Gegen sein Vorgehen regte sich jedoch Widerstand aus Monte Video, so dass es dort zur Sezession kam und auf Urquizas Anhänger José Miguel Galán Manuel Guillermo Pinto als Gouverneur eines unabhängigen Staates Monte Video folgte.

Gouverneure des Staates Monte Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneure der Provinz Buenos Aires[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Niederlage 1859 eigentlich in die Argentinische Konföderation wiedereingegliedert, schlug Gouverneur Mitre 1861 in einer erneuten Schlacht die Regierungstruppen, wobei General Urquiza sich in einem ausgeglichenen Kampf freiweillig zurückgezogen hatte unter der Bedingung, seine Provinz Entre Ríos, von einer neuen Zentralregierung ungestört, regieren zu können. Der amtierende Präsident Santiago Derqui konnte sich danach nicht mehr lange halten, und Mitre wurde Präsident der wiedervereinten Argentinischen Republik sowie gleichzeitig Provinzialgouverneur.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dirección del Archivo Histórico de la Provincia de Buenos Aires. Departamento Patrimonio Cultural e Investigación Histórica. Dirección General de Cultura y Educación.
  • Dirección de Biblioteca y Referencia Legislativa de la H.L. de la Provincia de Buenos Aires.