Liste der Passauer Domprediger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die vergoldete Kanzel im Passauer Dom, 1722 bis 1726 vom Wiener Hoftischler Johann Georg Series geschaffen

Am Passauer Dom wurde erstmals 1457 eine Stelle des Dompredigers gestiftet.[1] Ab 1587 stammten die Domprediger aus dem Franziskanerorden, ab 1611 zeitweise durch Jesuiten unterstützt, die 1672 durch die Kapuziner abgelöst wurden. Der Predigtauftrag der Kapuziner wurde in den Jahren 1683 und 1786 erneuert. Zeitweise gab es zwei oder drei Domprediger. Im 19. Jahrhundert gab es als Folge der Säkularisation keinen hauptamtlichen Domprediger mehr. Ab 1926 wurden wieder Kapuziner mit dieser Aufgabe betraut.[2]

Als Domprediger waren in Passau tätig:

Name von bis Anmerkungen
Paul Wann 1462 ? geistlicher Humanist, mehrfach vom Bistum Passau zu Verhandlungen an den Kaiserhof in Wien entsandt[3]
Michael Lochmair (Lochmayr) um 1480 ? († 1499) Wiener Universitätsgelehrter und ab etwa 1473 Domherr und Offizial in Passau[4]
Menrath Zyndel um 1504
Lorenz Hochwart 1549 ? († 1570)
Urban Sagstetter 1551 ? 1553 Weihbischof in Passau, 1556 Bischof von Gurk, 1563 auch Bischof von Wien
Erhard Butz 1788 1792 gleichzeitig Professor für geistliche Beredsamkeit in Passau
19. Jahrhundert: Stelle des Dompredigers meist unbesetzt
Joseph Michael Alteneder 1881 1886
Dionys Habersbrunner OFMCap 1926 1937 Absetzung von den Nationalsozialisten erzwungen
Gebhard Fesenmayer OFMCap 1954 1964 gleichzeitig Dozent für Homiletik in Passau

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anton Schmid: Die Anfänge der Domprädikaturen in den deutschsprachigen Diözesen. In: Römische Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte 89 (1994), Heft 1–2, S. 78–110, hier S. 83.
  2. www.mariahilf-passau.de, aus: Roland Feucht (Pfarrbrief der Dompfarrei Passau): 100. Geburtstag von Domprediger P. Fesenmayer OFMCap., 2015, abgerufen am 28. März 2016.
  3. Anton Schmid: Die Anfänge der Domprädikaturen in den deutschsprachigen Diözesen. In: Römische Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte 89 (1994), Heft 1–2, S. 78–110, hier S. 98.100.
  4. Lochmair (Lochner), Michael, von Heideck. In: Verfasserlexikon. Band V, Sp. 891 ff.