Living Planet Index

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The Living Planet Index (kurz LPI) ist ein Indikator des Zustands der weltweiten biologischen Vielfalt. Er basiert auf Trends der weltweiten Population von Wirbeltier-Arten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der WWF arbeitet zusammen mit Institute of Zoology (IoZ), der Forschungsabteilung der Zoological Society of London (ZSL), um das 1997 begonnene Projekt weiter zu entwickeln. Die Idee des LPI stammt vom WWF und dem UNEP-WCMC, um Biodiversität als messbare Größe in das United Nations Environment Programme UNEP zu implementieren. Ziel des Netzwerkes ist es, die Artengruppen um Invertebraten und Pflanzen zu erweitern. Auch soll die Datenlage für einige Regionen verbessert werden.

Der Living Planet Index wird auf Basis der Entwicklung von 10.380 Populationen von 3038 Wirbeltier-Arten (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere) berechnet. Die betrachteten Arten sind nach Lebensraum (Landlebensräume, Meere, Süßwasser) und in die biogeografischen Regionen eingeteilt. Land- und Süßwasser-Bewohner werden in die Regionen Neotropis, Indopazifik, Afrotropis, Paläarktis und Nearktis unterteilt.[1] Meeresbewohner werden in Regionen Indopazifik (tropisch/subttropisch), Atlantik (tropisch/subttropisch), Nördlicher Atlantik (gemäßigt), südliche gemäßigte Klimazonen und Antarktis, nördlicher Pazifik (gemäßigt) und Arktis unterteilt.

Da die Datenlage nicht der tatsächlichen Verteilung von Arten und Gattungen auf der Welt entspricht, wird inzwischen mit einem gewichteten Living Planet Index (LPI-D) gearbeitet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Living Planet Report 2014 WWF, Seite 17.