Loïc Wacquant

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Loïc Wacquant (* 1960 in Montpellier) ist ein französischer Soziologe.

Loïc Wacquant 2009 in Berlin

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wacquant machte seinen Bachelor of Science 1977 am Lycée Joffre in Montpellier, studierte dann bei William J. Wilson an der University of Chicago, wo er 1986 seinen Magister Artium sowie 1994 einen ersten Doktortitel (PhD) in Soziologie erwarb. 1997 war er MacArthur Fellow und erwarb einen zweiten Doktortitel an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris.[1] Seine Forschungen als teilnehmender Beobachter unter Nachwuchsboxern in einem Trainingszentrum im urbanen Ghetto von Chicago verarbeitete er später in dem Buch Body and Soul: Notebooks of an Apprentice Boxer (dt. Leben für den Ring. Boxen im amerikanischen Ghetto).[2]

Wacquant lehrt als Professor für Soziologie an der University of California, Berkeley und forscht zudem am Centre de sociologie européenne (CSE) in Paris. Er ist Schüler Pierre Bourdieus und hat mit ihm und über ihn publiziert. Seine zentralen Forschungsgebiete sind urbane Ungleichheiten, das amerikanische Ghetto, das französische Banlieue, das Gefängnis und der Rassismus.

Der Wissenschaftler ist überdies Mitbegründer und Herausgeber des interdisciplinären Forschungsjournals Ethnography sowie ein ständiger Essayist und Kolumnist für Le Monde diplomatique.[1]

Schriften in deutscher Übersetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b MacArthur Fellows / Meet the Class of 1997: Loic Wacquant, MacArthur Foundation, abgerufen 17. März 2017
  2. A Professor Who Refuses to Pull His Punches, Besprechung zur Bucherscheinung von 'Body and Soul' in: New York Times, 8. November 2003, abgerufen 17. März 2017
  3. MacArthur Fellows der Uni Chicago, abgerufen 17. März 2017
  4. Loic Wacquant, a 36-year-old Berkeley sociologist will receive $235,000, L.A. Times 17. Juni 1997, abgerufen 17. März 2017
  5. Coser Award 2009, abgerufen 17. März 2017