London Boys

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Die London Boys waren ein von 1981 bis 1996 unweit von Hamburg ansässiges Dance-Pop-Duo, bestehend aus Edem Ephraim (* 1. Juli 1959, London, † 21. Januar 1996, Österreich) und Dennis Fuller (* 19. Juni 1959 in Jamaika, † 21. Januar 1996 in Österreich). Beide Künstler kamen bei einem Autounfall in den österreichischen Alpen ums Leben.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Künstler besuchten gemeinsam eine Schule in Greenwich bei London, wo sie einander kennenlernten. 1986 gründeten die Beiden die London Boys und sangen für den Songschreiber und Musikproduzenten Ralf-René Maué. Ihr Musikstil war eine Mischung aus Soul und Disco, zeitweise auch Euro Disco. Die Videoclips beinhalten viele schwungvolle Tanzeinlagen und Choreografien.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Debütsingle I’m Gonna Give My Heart schaffte das Duo zwar noch nicht den kommerziellen Durchbruch, hatte aber einen Achtungserfolg und wurde von einigen Radiostationen gespielt. Erst zwei Jahre später, im Dezember 1988, gelang mit der Single Requiem der Sprung in die englische Hitparade. Das Lied stieg bis auf Platz 4 und wurde mit Silber ausgezeichnet. Im Sommer 1989 stand Requiem auch in den deutschen (Platz 27) und österreichischen Charts (Platz 11). Die Folgesingle London Nights konnte an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen, erreichte im Spätsommer Platz 2 im Vereinigten Königreich und wurde ebenfalls mit einer Silbernen Schallplatte geehrt. Auch in Deutschland (Platz 24) und der Schweiz (Platz 9) war das Lied ein Hit. Das dazugehörige Debütalbum The Twelve Commandments of Dance hielt sich 29 Wochen in den britischen Albumcharts und kletterte auf Platz 2 – dafür gab es Platin.

Im Herbst 1989 hatten die London Boys einen weiteren Erfolg in England, als Harlem Desire in die Top 20 stieg. Bis zum Januar 1991 konnten die Singles My Love, Chapel of Love und Freedom nur noch mittlere Positionen der UK-Charts erreichen. Unter dem Namen Soul Kitchen feat. London Boys erschien 1991 Sweet Soul Music. Mit dem Lied gelang im Herbst des Jahres der Sprung auf Platz 11 in Österreich. Zwei Jahre später stieg dort Baby Come Back, eine Coverversion des The-Equals-Klassikers, auf Platz 27 und war somit der letzte Charthit der London Boys. Insgesamt verkaufte das Duo über 4,5 Mio. Tonträger.

Ableben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. Januar 1996 fuhren die beiden Künstler sowie Edems Ehefrau und ein befreundeter Hamburger DJ gemeinsam in den Ski-Urlaub. Auf einem kurvigen Straßenabschnitt in den österreichischen Alpen wurden sie von einem entgegenkommenden Fahrzeug, dessen rasender Fahrer sich gerade in einem Überholmanöver an einer unübersichtlichen Stelle befand, frontal erfasst. Alle vier Insassen und der Schweizer Unfallverursacher starben an der Unfallstelle. Edem Ephraim und seine deutsche Frau Bettina hinterließen einen dreijährigen Sohn, Stevie. Dennis Fullers Tochter, Laura, war zu dem Zeitpunkt bereits zehn Jahre alt[1].

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK
1989 The Twelve Commandments of Dance 2 Platin
(29 Wo.)
Autor und Produzent: Ralf René Maué
Erstveröffentlichung: 1988
1991 Sweet Soul Music 22
(9 Wo.)
Autor und Produzent: Ralf René Maué

weitere Alben

  • 1991: Chapel of Love
  • 1993: Love 4 Unity
  • 1995: Hallelujah Hits (The New London Boys)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: 12"ers
  • 1995: London Nights
  • 1998: Greatest Hits
  • 2007: London Nights

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK
1988 Requiem
The Twelve Commandments of Dance
27
(12 Wo.)
11
(14 Wo.)
4 Silber
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1988
Autor: Ralf René Maué
1989 London Nights
The Twelve Commandments of Dance (Reissue)
24
(13 Wo.)
9
(10 Wo.)
2 Silber
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1989
Autor: Ralf René Maué
1989 Harlem Desire (Reissue)
The Twelve Commandments of Dance
17
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1989
Autor: Ralf René Maué
1989 My Love (Reissue)
The Twelve Commandments of Dance
46
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1989
Autor: Ralf René Maué
1990 Chapel of Love
Sweet Soul Music
75
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1990
Autor: Ralf René Maué
1991 Freedom
Sweet Soul Music
29
(1 Wo.)
54
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1990
Autor: Ralf René Maué
1991 Sweet Soul Music
Sweet Soul Music
81
(2 Wo.)
11
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1991
Soul Kitchen feat. London Boys
Autor: Ralf René Maué
1993 Baby Come Back
Love 4 Unity
27
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1993
Autor: Eddy Grant
Original: The Equals, 1967

weitere Singles

  • 1986: I’m Gonna Give My Heart
  • 1987: Harlem Desire
  • 1987: My Love
  • 1987: Dance Dance Dance
  • 1987: Supermix
  • 1989: Megamix
  • 1991: Tonight! Tonight!
  • 1991: Is This Love?
  • 1992: Moonraker
  • 1995: Gospeltrain to London
  • 1995: Kumbaya

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tod in den Bergen – Hamburger Pop-Duo und Moderator verunglückt vom 23. Januar 1996 über den Unfall
  2. a b Chartquellen: Singles Alben UK
  3. a b Gold-/Platin-Datenbank UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]