Loppenhausen

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Loppenhausen
Gemeinde Breitenbrunn
Koordinaten: 48° 9′ 43″ N, 10° 23′ 44″ O
Höhe: 541 m ü. NN
Einwohner: 600
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 87739
Vorwahl: 08263
Loppenhausen Teilansicht-Ortsmitte
Loppenhausen Teilansicht-Ortsmitte

Loppenhausen ist ein Dorf der Gemeinde Breitenbrunn im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. In Loppenhausen leben ungefähr 600 Menschen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loppenhausen liegt in Mittelschwaben und befindet sich 10 Kilometer südlich von Krumbach und 17 Kilometer nördlich von Mindelheim. Durch Loppenhausen fließt der Fluss Kammel. Östlich des Dorfes befindet sich der Hügel Boschhorn, auf dessen Spitze ein kunstgeschmiedetes Kreuz steht. Alljährlich an Mariä Himmelfahrt wird auf dem Boschhorn ein katholischer Gottesdienst gefeiert, die sogenannte Bergmesse.

Loppenhausen Kreuz auf Boschhorn

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Januar 1945 entging der Ort einer Katastrophe. Aufgrund Nebels lag bei einer US-Bombergruppe ein Orientierungsfehler vor; anstatt auf die Gleisanlage des Hauptbahnhofs Augsburg wurde die Bombenlast unmittelbar nördlich des Dorfes abgeworfen – vom westlichen Waldrand aus quer über das Kammeltal bis zur östlichen Talhöhe der Flurgrenze zu Hasberg wurden 86 Bombeneinschläge gezählt. Verletzt oder getötet wurde niemand. [1] Am 1. Mai 1978 wurde das bis dahin selbständige Loppenhausen in die Gemeinde Breitenbrunn eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loppenhausen ist Teil der Gemeinde Breitenbrunn, deren Bürgermeister Jürgen Tempel ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedhofstraße 1; Leichenhaus, Satteldachbau mit Dachreiter und Kreuzigungsgruppe des 2. Viertel 18. Jahrhundert, 1866; im neuen Friedhof
  • Hauptstraße 56; Pfarrhaus, zweigeschossiger, giebelständiger Satteldachbau mit profiliertem Traufgesims, 1812; Pfarrstadel, Satteldachbau mit korbbogigem Tor, 1812
  • Hauptstraße 59; Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist und Blasius, flachgedeckter Saalbau mit eingezogenem Chor unter Stichkappentonne, nördlicher Satteldachturm, im Kern spätgotisch, Turm bez. 1522 und 1524, Veränderungen um 1710, mit Ausstattung
  • Hauptstraße 63; Zugehöriges Nebenhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, bez. 1852
  • Kapellenweg 6; Wohnhaus, Kleinhaus mit Halbwalmdach und Zwerchhaus, Anfang 19. Jahrhundert.
  • Kapellenweg; Kath. Kapelle St. Maria, kleiner Rechteckbau mit Satteldach und halbrundem Schluss, 18. Jahrhundert, mit Ausstattung
  • Feldkapelle, kleiner, pilastergegliederter Rechteckbau mit Rundbogenöffnung, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, mit Ausstattung (am nördlichen Ortsende)
  • Bildstock; pilastergegliederter Rechteckbau mit Nische, 18. Jahrhundert (1 Kilometer nordöstlich des Ortes)

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Freizeitbeschäftigung kann die Freizeitanlage genutzt werden. Folgende Sportarten/Aktivitäten stehen dort zur Verfügung: Skaterbahn, Eislaufplatz (bei Dauerfrost), Basketball, Beachballplatz (Volleyball/Fußball), Sommer-Eisstockbahn. Im Wald westlich von Loppenhausen wurden acht Wanderrouten ausgeschildert. Die Länge der einzelnen Routen variiert zwischen 3,4 und 9,5 Kilometern.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FC Loppenhausen
  • Musikverein Loppenhausen
  • Loppenhausenaktiv
  • Schützenverein Boschhorn Loppenhausen
  • Bayer. Bauerverband, Ortsgruppe Loppenhausen
  • Fischereiverein Loppenhausen
  • Freiwillige Feuerwehr Loppenhausen
  • Gemischter Chor
  • Gesang- und Theaterverein Loppenhausen
  • Junggesellenverein Loppenhausen
  • Krieger- und Soldatenverein Loppenhausen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Breitenbrunn (Swabia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katholische SonntagsZeitung für das Bistum Augsburg vom 10. Januar 2015 nach Zeitzeugenbericht Hans Müller, Mindelheim
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.