Louis Jänecke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Louis Jänecke (* 26. Februar 1878 in Hannover; † 20. November 1960 ebenda; vollständiger Name: Louis Heinrich Friedrich Jänecke) war ein deutscher Eisenbahn-Bauingenieur, Baubeamter[1] und Hochschullehrer.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Louis Jänecke schloss sein Studium an der Technischen Hochschule Hannover 1904 mit dem akademischen Grad Dipl.-Ing. ab. 1905 erhielt er den Schinkelpreis.[2]

Nach seiner Ernennung zum Regierungsbaumeister (Assessor in der öffentlichen Bauverwaltung) im Jahr 1907 begab sich Jänecke auf verschiedene Studienreisen nach Südamerika. 1912 promovierte er in Hannover zum Dr.-Ing.[2] mit einer Arbeit über "Brasiliens Außenhandel und seine Verkehrsverhältnisse unter besonderer Berücksichtigung der Beziehungen zu Deutschland".

Nachdem Jänecke während des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 Dienst im deutschen Heer geleistet hatte, war er ab 1919 unter anderem in Magdeburg und Berlin tätig.[2] An der Technischen Hochschule Breslau lehrte er von 1927 bis 1945 als ordentlicher Professor Eisenbahnwesen und Verkehrswesen am 1927 eingerichteten gleichnamigen Seminar. Er war 1928/1929 Dekan der Fakultät für Bauwesen.[3]

Bereits unter den Britischen Militärbehörden vertrat Louis Jänecke ab 1945 den Lehrstuhl für Verkehrspolitik, Städtebau und Eisenbahnwesen an der Technischen Hochschule Hannover. 1949 ging er in den Ruhestand, wurde jedoch von der Hochschule am 19. Juni 1950 zum Honorarprofessor ernannt.[2]

Seit seinem Studium in Hannover war er Angehöriger des Corps Macaro-Visurgia.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leibniz Universität Hannover (Hrsg.): Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Universität Hannover. Band 2: Catalogus professorum 1831–1981. Kohlhammer, Stuttgart et al. 1981, ISBN 3-17-007321-4, S. 127.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jänecke, Louis Heinrich Friedrich in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, zuletzt abgerufen am 7. Oktober 2016
  2. a b c d e Dirk Böttcher: Jänecke, (3) Louis Heinrich Friedrich. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 186 (Heinrich Friedrich Jänecke&f=false online über Google-Bücher)
  3. Vorlesungs- und Personalverzeichnis der Technischen Hochschule Breslau für das Studienjahr 1934/1935. S. 27.
  4. Anschriftenliste des Weinheimer SC. Darmstadt 1928, S. 182.