Lubec

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Lubec
Blick von Campobello Island auf Lubec
Blick von Campobello Island auf Lubec
Lage in Maine
Lubec (Maine)
Lubec
Lubec
Basisdaten
Gründung: 1811
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Maine
County:

Washington County

Koordinaten: 44° 51′ N, 67° 1′ WKoordinaten: 44° 51′ N, 67° 1′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 1.359 (Stand: 2010)
Höhe: 9 m
Postleitzahl: 04652
Vorwahl: +1 207
FIPS: 23-41575
GNIS-ID: 570561

Lubec ([luˈbɛk]) ist die östlichste Gemeinde der USA.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lubec befindet sich auf einer Halbinsel in der Passamaquoddy Bay, leicht südlich von Eastport (Maine). Nach dem United States Census Bureau umfasst die Stadt ein Gebiet von 203,00 km2. 86,12 km2 sind Landfläche und 116,89 km2 Wasserfläche. Lubec befindet sich im Washington County im Bundesstaat Maine und besteht aus den Ansiedlungen Lubec, South Lubec, West Lubec und North Lubec. Es existiert ein Grenzübergang über die Franklin D. Roosevelt International Bridge nach Welshpool (New Brunswick) auf Campobello Island. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Quoddy Head State Park mit dem Leuchtturm von West Quoddy Head – dem östlichsten Punkt auf dem US-amerikanischen Festland und dem Punkt in den USA mit dem geringsten Abstand zu Afrika.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Lubec ist die englische Form des deutschen Lübeck.[2] Der Ort wurde 1780 gegründet und war bis zum 21. Juni 1811 Teil von Eastport (Maine).[2] Nach der Gründung der USA entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum des Schmuggels, der von der Preisdifferenz zwischen den USA, Kanada und Europa profitierte. 1859 besaß der Ort eine Gerberei, drei Getreidemühlen, neun Sägemühlen und hatte etwa 2800 Einwohner.[2] 1886 existierten zwei Werften, drei Schiffsbauer un drei Segelmacher.[3] Einer der bedeutendsten Fälle von Wirtschaftskriminalität des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist ebenfalls mit Lubec verbunden – von 1896 bis 1898 wurden in großem Maße Anteile der Electrolytic Marine Salts Company vertrieben, die mittels Akkumulatoren Gold aus Meerwasser gewinnen wollte.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute sind Tourismus und Fischfang Grundlage des Einkommens der etwa 1.350 Einwohner.

Bei Bootsausflügen zur Insel Machias Seal Island bietet sich die Möglichkeit zur Beobachtung von Robben und Papageitauchern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ronald Pesha: Remebering Lubec. Stories from the easternmost point. The American Chronicles. Arcadia Publishing. The History Press, Charleston, 2013, ISBN 978-1-62584-308-1, (englisch) .
  • Ronald Pesha: The Great Gold Swindle of Lubec, Maine. Lubec Historical Society. Arcadia Publishing. The History Press, Charleston, 2013 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lubec, Maine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The closest point in the United States to Africa is Quoddy Head State Park, Maine. Abgerufen am 8. Mai 2017 (englisch).
  2. a b c Austin Jacobs Coolidge, John Brainard Mansfield: Lubec. In: A History and Description of New England, General and Local. A. J.Coolidge, Boston 1859, S. 201 (englisch, google.de).
  3. History of Lubec, Maine. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  4. Lubec, Maine – Klondike: Lubec’s Gold from Sea Water Hoax. Abgerufen am 8. Mai 2017 (englisch).