Lucas Burkart

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Lucas Burkart (* 3. Februar 1967 in Basel[1]) ist ein Schweizer Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lucas Burkart besuchte 1974–1987 die Schulen in Basel, die er mit der Maturität am Humanistischen Gymnasium beendete. Von 1987 bis 1994 studierte er Geschichte, Volkswirtschaftslehre, Literatur und Philosophie in Basel und Bologna. 2000 promovierte er an der Universität Basel mit einer Arbeit über Bildstrategien im spätmittelalterlichen Verona. 2005 habilitierte er sich wiederum in Basel mit einer Arbeit über die Instrumentalisierung von Kirchenschätzen im Mittelalter. 2007–2012 bekleidete er eine Förderprofessur des Schweizerischen Nationalfonds am Historischen Seminar der Universität Luzern. Seit 1. August 2012 wirkt er an der Universität Basel als ausserordentlicher, und seit 2017 als ordentlicher Professor für Allgemeine Geschichte des Spätmittelalters und der italienischen Renaissance.[2]

Seine Forschungsschwerpunkt liegen in der Geschichte der visuellen und materiellen Kultur sowie der Stadt-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Stadt der Bilder. Familiale und kommunale Bildinvestition im spätmittelalterlichen Verona. W. Fink, München 2000, ISBN 3-7705-3501-4 (Dissertation, Universität Basel, 1998).
  • Das Blut der Märtyrer. Genese, Bedeutung und Funktion mittelalterlicher Schätze. Böhlau, Köln 2009, ISBN 978-3-412-20104-3 (Habilitationsschrift, Universität Basel, 2005/06).
  • (mit Tina Asmussen und Hole Rößler) Theatrum Kircherianum. Wissenskulturen und Bücherwelten im 17. Jahrhundert, Wiesbaden 2013 (online)

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Europa Arkadien. Jakob Philipp Hackert und die Imagination Europas um 1800. Göttingen 2008 (mit Andreas Beyer, Achatz von Müller und Gregor Vogt-Spira)
  • "Le trésor au Moyen Âge. Pratiques, discours, images – Schatzkulturen im Mittelalter. Diskurs, Praxis, Vorstellung." Florenz 2010 (=Micrologus Library) (mit Philippe Cordez; Pierre-Alain Mariaux; Yann Potin)
  • "Mythen, Körper, Bilder. Ernst Kantorowicz zwischen Historismus, Emigration und Erneuerung der Geisteswissenschaften, Göttingen 2015." (mit Joachim Kersten; Ulrich Raulff; Hartwig von Bernstorff; Achatz von Müller)

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Politische Investitionen. Die Geschichte des Basler Münsterschatzes vom 11. Jahrhundert bis zur Reformation, in: Historisches Museum Basel (Hg.): Ausstellungskatalog Der Basler Münsterschatz, Basel 2001, S. 230–241
  • Die Kulturwissenschaft Aby Warburgs und die Bildgeschichte Percy Ernst Schramms. in: Jens Jäger, Martin Knauer (Hrsg.): Bilder als historische Quellen. München 2009, S. 71–96.
  • Die Stadt der Bilder. Verona im Spätmittelalter, in: Peter Johanek (Hg.): Bild und Wahrnehmung der Stadt (Städteforschungen 63), Köln, Weimar, Wien 2012, S. 25–50.
  • Überlegungen zur Bedeutung von Materialität in Stadtdarstellungen der Vormoderne, in: Bernd Roeck, Marco Jorio, Martina Stercken, François Walter, Thomas Manetsch, Thomas (Hg.): Schweizer Städtebilder. Urbane Ikonographien (15.–20. Jahrhundert), Zürich 2013, S. 133–142.
  • Geben ist seliger denn nehmen“. Zur Asymmetrie politischer Ökonomik in frühmittelalterlichen Königsherrschaften, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 65, 2014, H. 9/10, S. 540–547.
  • Wozu Geschichte? Ein Blick auf die Schweiz am Beginn des 21. Jahrhunderts und ihre Erwartungen an die Geschichtswissenschaft, in: Disziplin/Discipline, 2014, S. 91–103.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vademekum der Geschichtswissenschaften. F. Steiner, Stuttgart 2000, S. 321.
  2. [1]; [2]