Luvironza (Fluss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Luvironza
Daten
Lage Burundi
Flusssystem Nil
Abfluss über Ruvuvu → Kagera-Nil → Victoria-Nil → Albert-Nil → Bahr al-Dschabal → Weißer Nil → Nil → Mittelmeer
Quelle am Mont Gikizi
3° 54′ 47″ S, 29° 50′ 22″ O
Quellhöhe ca. 2040 m[1]
Mündung 10 km nordöstlich von Gitega in den RuvuvuKoordinaten: 3° 20′ 39″ S, 29° 59′ 35″ O
3° 20′ 39″ S, 29° 59′ 35″ O
Mündungshöhe ca. 1410 m[1]
Höhenunterschied ca. 630 m
Länge 110 km

Mittelstädte Gitega

Der Luvironza (auch Ruvironza oder Ruvyironza) wird heute als der Quellfluss des Nils angesehen, da seine Quelle am weitesten südlich von der Mündung des Nils ins Mittelmeer entfernt liegt. Er entspringt an den Hängen des Berges Mont Gikizi (2.130 m) südlich von Rutovu als Rinnsal, das zuerst den Namen Kasumo trägt, dann Gasenyi, Kigira und schließlich Luvironza.[2]

Auf der Suche nach den Quellen des Nils entdeckte im Jahr 1893 der österreichische Geograph und Kartograph Oscar Baumann (1864–1899) die Luvironza-Quelle („Durch Massailand zur Nilquelle“, 1894), deren geographische Lage erst im Jahr 1937 von Burkhart Waldecker (1902–1964) näher bestimmt wurde. Sie wird durch ein 1938 errichtetes pyramidenförmiges Monument markiert.[3]

Die Erinnerungstafel an der Pyramide trägt folgende Inschrift:
PYRAMI[DIS]
AD
CAPUT [IN] NILI
UT SIGNUM INCIPIENTIS FLUMINIS PYRAMIDUM
---
ERECTA A.D. MDCCCCXXXVIII
SUB PROTECTIONE PROCONSULIS JUNGERS
ET CUM AUXILIO PATRIS COLLE GERARDINQUE
ET MONTEYNE A DR. BURKHART WALDECKER
IN MEMORIAM OMNIUM QUAERENTIUM CAPUT NILI
ERATOSTHENES PTOLEMAEUS
SPEKE STANLEY KANDT ET ALII
---
SUNT NOMINA NILI
KASUMO-MUKASENYI-KIGIRA
LUVIRONZA-RUVUBU-KAGERA
LAC VICTORIA-VICTORIA NILE
LAC KYOCA-MWITA NZIGE (LAC ALBERT)
BAHR EWL GEBEL-KIR-BAHR EL ABIAD
NIL
---
CFL-GEOMINES-UMHK

Der Luvironza hat eine Länge von etwa 110 km und mündet 10 km nordöstlich der Provinzhauptstadt Gitega in den Ruvuvu, einen Nebenfluss des Kagera-Nils.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Google Earth
  2. Gasumo, la source la plus méridionale du Nil
  3. Burundi Tourism