Mönchröden

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Mönchröden
Stadt Rödental
Wappen von Mönchröden
Koordinaten: 50° 18′ 9″ N, 11° 3′ 28″ O
Höhe: 329 (306–404) m
Einwohner: 4407 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Januar 1971
Postleitzahl: 96472
Vorwahl: 09563
Prälatur des Klosters in Mönchröden
Gasthaus Klosterschänke

Mönchröden ist ein Stadtteil der oberfränkischen Stadt Rödental im Landkreis Coburg. Am 1. Januar 1971 gehörte Mönchröden neben den damaligen Gemeinden Oeslau, Einberg, Rothenhof, Kipfendorf und Unterwohlsbach zu den „Gründungsgemeinden“ von Rödental.[1] Der Stadtteil Mönchröden hat rund 4400 Einwohner.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönchröden liegt im Nordosten des Rödentaler Stadtgebietes und wird im Norden vom Mahnberg (426 m) und im Osten vom Deutersberg (434 m), vom Kulm (462 m) und vom Weinberg (441 m) eingerahmt. Durch Mönchröden fließt die Röden, die weiter südlich in die Itz mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Dorf an der Röden ist erst im 19. Jahrhundert an der Talengstelle zwischen Mahn- und Weinberg aus zwei Siedlungen beiderseits des Flusses entstanden. Oberhalb des Tales, auf einer Geländestufe, lag das Gut Rothine, das 1149 im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Mönchröden urkundlich erwähnt wurde.[2] Stifter des Klosters soll ein Graf Sterker gewesen sein. [3] 1783 wird neben dem Kloster auch der Marmor- und Klabasterbruch erwähnt. Eine der beiden Papiermühlen im Fürstentum Coburg wurde ebenfalls in Mönchröden ausgemacht. [4] Von 1858 bis 1869 war Otto Ludloff Domänenpächter von Mönchröden. Im 19. Jahrhundert gehörten die Weiler Gnailes, Schafhausen und die Fabrik Alexandrinenthal zu Mönchröden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1783: [4]
    • Gneyles: 2 Häuser, 13 Einwohner
    • Schaafhausen: 2 Häuser, 16 Einwohner
    • Mönchröden: 41 Häuser, 222 Einwohner
  • 1804: [5]
    • Mönchröden: 41 Häuser, 222 Einwohner
  • 1819: [6]
    • Gnailes: 3 Häuser, 13 Einwohner
    • Schafhausen: 2 Häuser, 10 Einwohner
    • Mönchröden: 48 Häuser, 330 Einwohner mit Marmormühle und Kupferhammer

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung:„In Gold (Gelb) auf grünem Boden stehend ein schwarz gekleideter Mönch, der in der Rechten einen auswärts gekehrten schwarzen Abtstab hält und von einem gesenkten roten Wellenbalken unterlegt ist.“

Das Wappen wurde am 21. April 1967 durch das Bayerische Staatsministerium des Innern verliehen. Es steht redend für den Ortsnamen und erinnert zugleich an das örtliche Benediktinerkloster. Der Wellenbalken symbolisiert die durch den Ort fließende Röden. Abtstab und Wellenbalken wurden im Wappen von Rödental übernommen.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönchröden grenzt an die Ortsteile Rothenhof und Oeslau und wird durch die Staatsstraße 2202 in zwei Hälften geteilt. Am Ortseingang Richtung Neustadt (südwestlich der Fischbacher Teiche) wurde 2011 die Ortsumgehung Rödental (Bundesstraße 4) errichtet. Durch die Ausfahrt Rödental ist Mönchröden fünf Autominuten von der Bundesautobahn 73 entfernt. Mönchröden hat die Haltepunkte Mönchröden und Rödental Mitte an der Bahnstrecke Coburg–Sonneberg und drei Bushaltestellen (Am Wildpark, Am Gründlein und Rathaus/Hallenbad). Alle Stadtteile werden durch den Stadtbus Rödental miteinander verbunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Benediktinerkloster Mönchröden mit Refektorium, Prälatur und Klosterkirche gehört zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt (AWO)
  • Erich-Luther-Schule Mönchröden (Grundschule)

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeden dritten Sonntag im Oktober findet die traditionelle Kirchweih statt, im Dezember die Dorfweihnacht vor dem Refektorium. Jeden Mittwoch und Samstag ist Wochenmarkt und alle 14 Tage samstags Bauernmarkt auf dem Bürgerplatz.

Dialekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mönchröden wird Itzgründisch, ein mainfränkischer Dialekt, gesprochen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Schunk: Mönchröden die Perle des Coburger Landes. Verlag Frankenschwelle KG, Hildburghausen 2004, ISBN 3-86180-158-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mönchröden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 442.
  2. Richard Teufel:Bau- und Kunstdenkmäler im Landkreis Coburg. E. Riemann'sche Hofbuchhandlung, Coburg 1956, S. 95.
  3. Carl August Limmer: Entwurf einer urkundlich- pragmatischen Geschichte von Thüringen. Weber, 1837 (google.de [abgerufen am 26. November 2017]).
  4. a b Johann Gerhard Gruner: Historisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Coburg, S. Saalfeldischen Antheils: nebst einem Urkundenbuch und einer Karte dieses Fürstenthums. I-IV. Ahl, 1783 (google.de [abgerufen am 26. November 2017]).
  5. Philipp Ludwig Hermann Röder: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Obersachsen und der Ober- und Niederlausiz oder vollständige alphabetische Beschreibung aller im Obersächsischen Kreise und der Lausiz befindlichen Städte, Schlösser, Dörfer, Flekken, Höfe, Berge, Thäler, Flüsse, Seen, merkwürdiger Gegenden u. s. w: mit genauer Anzeige von deren Ursprung ... Stettin, 1804 (google.de [abgerufen am 26. November 2017]).
  6. Herzoglich-Sachsen-Coburg-Saalfeldischer Staats-Calender: auf d. Jahr ... 1819. Meusel, 1819 (google.de [abgerufen am 26. November 2017]).
  7. Stadler, Klemens/Egloffstein, Albrecht von und zu: Die Wappen der oberfränkischen Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden (Die Plassenburg, Schriften für Heimatforschung und Kulturpflege in Ostfranken 48), Kulmbach 1990