Rödental

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rödental
Rödental
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rödental hervorgehoben

Koordinaten: 50° 18′ N, 11° 2′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Coburg
Höhe: 342 m ü. NHN
Fläche: 49,98 km2
Einwohner: 13.107 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 262 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96472
Vorwahl: 09563
Kfz-Kennzeichen: CO, NEC
Gemeindeschlüssel: 09 4 73 159
Stadtgliederung: 16 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bürgerplatz 1
96472 Rödental
Website: www.roedental.de
Bürgermeister: Marco Steiner (Freie Wähler)
Lage der Stadt Rödental im Landkreis Coburg
Callenberger Forst-WestGellnhausenLandkreis HaßbergeCoburgLandkreis KronachLandkreis LichtenfelsWeitramsdorfWeidhausen bei CoburgUntersiemauSonnefeldRödentalBad RodachNiederfüllbachNeustadt bei CoburgMeederLautertal (Oberfranken)ItzgrundGrub am ForstGroßheirathEbersdorf bei CoburgDörfles-EsbachAhorn (Landkreis Coburg)SeßlachLandkreis BambergThüringenKarte
Über dieses Bild
Schloss Rosenau
Domäne Oeslau
St.-Johannis-Kirche Oeslau

Rödental ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Coburg mit rund 13.000 Einwohnern und liegt zirka sieben Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum Coburgs an der Bayerischen Porzellanstraße.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rödental liegt in den Ausläufern des Thüringer Waldes und hat bereits einen deutlichen Mittelgebirgscharakter (306–506 m ü. NN). Bis auf Rodungsflächen wird das Gebiet von ausgedehnten Laubwäldern geprägt; in den letzten Jahrhunderten wurden im Rahmen einer intensivierten Forstwirtschaft auch größere Fichten- und Kiefernpflanzungen angelegt. Die Siedlungsgebiete erstrecken sich zum Großteil an den Flussläufen von Itz und Röden. Durch letztgenannten hat die Stadt ihren Namen bekommen.

Aufgrund markanter Felspartien und Schluchten wird der Einberger Wald auch als Einberger Schweiz bezeichnet.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Rödental entstand, als am 1. Januar 1971 Einberg, Kipfendorf, Mönchröden, Oeslau, Rothenhof und Unterwohlsbach zusammengeschlossen wurden. Danach ist Rödental in mehreren Schritten durch Eingemeindungen gewachsen.

Rödental hat folgende 16 Stadtteile:

Oeslau, Mönchröden und Einberg bilden das Stadtzentrum. Im Südosten liegen die Stadtteile Rothenhof, Kipfendorf und Blumenrod. Im Süden liegen Spittelstein und Waldsachen. Im Westen Oberwohlsbach und Unterwohlsbach. Im Norden liegen der Reihe nach Waltersdorf, Mittelberg, Fischbach, Fornbach, Schönstädt und Weißenbrunn vorm Wald.

Thierach, das zu Kipfendorf gehörte, und Theißenstein, das zu Spittelstein gehörte, sind amtlich benannte Gemeindeteile,[2] werden aber von der Stadt Rödental nicht als Stadtteil geführt.[3]

Im Stadtzentrum auf dem Bürgerplatz steht vor dem Rathaus ein Brunnen auf dem alle 16 Stadtteile geschrieben sind.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn: Schalkau, Frankenblick, Neustadt bei Coburg, Ebersdorf, Coburg, Dörfles-Esbach und Lautertal.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima Rödentals ist durch die Lage zwischen dem oberen Maintal im Süden und dem Thüringer Wald im Norden gekennzeichnet. Zusätzlich wird es durch die Tallage beeinflusst. Die Sommer sind verhältnismäßig warm, milde Winter verhindert dagegen die Nähe zum Thüringer Wald.

Die Jahresmitteltemperatur liegt bei etwa 8,9 °C, die mittlere Tagestemperatur beträgt im Januar −1,4 °C und im Juli 17,2 °C. Im Mittel gibt es pro Jahr fünf heiße Tage, 36 Sommertage und 28 Eistage. Pro Jahr fallen, relativ gleichmäßig über die Monate verteilt, durchschnittlich 747 mm Niederschlag. Maxima gibt es im Juni mit 82 mm und im Dezember mit 73 mm. Niederschlag über 1,0 mm gibt es im Schnitt an jedem dritten Tag.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Rödental
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1 3 8 13 18 21 23 22 19 13 6 2 Ø 12,5
Min. Temperatur (°C) −4 −3 0 3 7 10 12 12 9 5 1 −2 Ø 4,2
Niederschlag (mm) 57 47 54 55 67 82 66 74 58 52 62 73 Σ 747
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,4 3,6 5,1 6,7 6,8 7,1 6,6 5,0 3,5 1,5 1,2 Ø 4,2
Regentage (d) 16 15 12 12 13 14 14 13 12 13 14 15 Σ 163
Luftfeuchtigkeit (%) 87 82 78 72 70 71 71 74 80 83 87 87 Ø 78,5
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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rödental entstand am 1. Januar 1971 durch den Zusammenschluss von sechs Gemeinden im Rahmen der bayerischen Gebietsreform.[4] Einige Stadtteile können auf eine über 850-jährige Geschichte zurückblicken.

In den folgenden Jahrzehnten entstand das neue Zentrum Rödental-Mitte mit diversen zentralen Einrichtungen der Großgemeinde. So wurden unter anderem 1972 ein Hallenbad (Renovierung 2011), 1973 ein Feuerwehrhaus, 1977 das Rathaus und 1978 die Franz-Goebel-Halle, eine Mehrfachhalle für Schul- und Vereinssport, eingeweiht.

Teile des Rathauses wurden mittlerweile renoviert und Anfang 2018 eingeweiht.[5]

Am 23. September 1988 erhielt Rödental die Stadtrechte.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der ehemaligen Gemeinden und gemeindefreien Gebiete:

Ehemalige Gemeinde/
Gemeindefreies Gebiet
Einw.
(1970)
Datum
Eingemeindung
Anmerkung
Blumenrod 148 1. Januar 1969[6] Zusammenschluss mit Spittelstein zu Steinrod
Einberg 1569 1. Januar 1971[6]
Fischbach 139 1. Januar 1971[6] Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund
Fornbach 69 1. Januar 1971[6] mit Taimbach, Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund
Froschgrund 1085 1. Mai 1978[7]
Kipfendorf 269 1. Januar 1971[6] mit Thierach
Lauterburg - 1. Januar 1980 gemeindefreies Gebiet (210,13 ha)
Mittelberg 313 1. Januar 1971[6] Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund
Mönchröden 2521 1. Januar 1971[6] mit Alexandrinenthal und Gnailes
Mönchrödener Forst - 1. Januar 1974 gemeindefreies Gebiet
Oberwohlsbach 356 1. Januar 1972[6] mit Lauterburg
Oeslau 4509 1. Januar 1971[6]
Rothenhof 385 1. Januar 1971[6]
Schönstädt 89 1. Januar 1971[6] Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund
Spittelstein 165 1. Januar 1969[6] mit Theißenstein, Zusammenschluss mit Blumenrod zu Steinrod
Steinrod 356 1. Januar 1977[7]
Unterwohlsbach 332 1. Januar 1971[6] mit Rosenau
Waldsachsen 446 1. Juli 1971[6]
Waltersdorf 120 1. Januar 1971[6] mit Gereuth, Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund
Weißenbrunn vorm Wald 355 1. Januar 1971[6] Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund

Der abgegangene Ort Schafhausen lag auf der Gemarkung von Mönchröden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung Rödental
Jahr Einwohner
1950[8] 9.775
1961[7] 10.925
1970[7] 11.868
1991 13.066
1995 13.703
2000 13.884
2005 13.799
2010 13.191
2015 13.068

Anmerkung

  • Die Einwohnerzahlen beziehen sich das Gemeindegebiet von 2011.
  • Mönchröden verdoppelte seine Einwohnerzahl im Zeitraum von 1950 bis 2010 von 2200 auf 4400.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Parteien sind für die Periode 2020–2026 im Stadtrat von Rödental vertreten:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Gold durch eine eingeschweifte blaue Spitze, darin drei (2,1) silberne Mondsicheln, zu-, abnehmend und schwebend, vorne pfahlweise drei schwarzbebutzte, silberbespitzte, rote Rosen, hinten ein erniedrigter, roter Wellenbalken, überdeckt von einem wachsenden, schwarzen Abtstab.“

Wappenerklärung: Das Wappen der Stadt Rödental vereint die Wappen der drei Gemeinden Oeslau, Mönchröden und Einberg, die jetzt das Zentrum Rödentals bilden. Die drei roten Rosen in Silber entstammen dem Wappen der Ritter von Rosenau, zu deren Besitz Oeslau einst gehörte, der schwarze Abtstab dem Wappen des Klosters Mönchröden. Der rote Wellenbalken symbolisiert den durch das Gebiet fließenden Fluss Röden. In der eingeschweiften blauen Spitze wird durch die drei silbernen Mondsicheln an die Herren von Hanstein erinnert, in deren Besitz Einberg einst lag.[10]

Städtepartnerschaften[11][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungs-, Sozial und Gesundheitseinrichtungen[12][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Rödental gibt es eine Mittelschule, sowie je eine Grundschule in Einberg, Mönchröden und Oeslau.
  • im Stadtgebiet sind insgesamt 8 Kindergärten (davon ein Kinderhort) verteilt.
  • Die örtliche Jugendpflege ist in der Domäne Oeslau ansässig.
  • Außerdem gibt es eine stationäre Alteneinrichtung im Stadtzentrum.
  • Einige Hausarzt- und Facharztpraxen sind im Stadtgebiet vorhanden.[13] Des Weiteren gibt es drei Apotheken.[14]
  • Die nächstgelegenen Krankenhäuser befinden sich in Neustadt bei Coburg und Coburg.[15] Außerdem gibt es in Rödental an verschiedenen Standorten Defibrillatoren von ASB und BRK.[16]

Kultur, Sport und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauterburg
Die Talbrücke Froschgrundsee, August 2009
Europäisches Museum für Modernes Glas – Otto Waldrich Stiftung

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Rosenau, die frühere Sommerresidenz der Coburger Herzöge, wurde 1439 erstmals urkundlich erwähnt. Dort wurde Prinz Albert, der spätere Gemahl der britischen Königin Victoria, geboren. Das Schloss gilt als Wahrzeichen der Stadt und das monatlich erscheinende Stadtmagazin ist nach Prinz Albert benannt. Das Cover des Magazins unterliegt einem Fotowettbewerb und ändert sich mit jeder Ausgabe.[17]
  • Die Domäne Oeslau, 1162 erstmals urkundlich erwähnt, liegt an der früheren Furt durch die Röden. Ihre Restaurierung erfolgte als bundesweites Pilotprojekt im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms.
  • Die spätgotische St.-Johannis-Kirche wurde 1517 erbaut und hat das einzige Zellengewölbe im Coburger Land. 1601 erfolgte unter Herzog Johann Casimir die Stuckierung von Decke, Kanzel und Emporen in Formen der Spätrenaissance. Queen Victoria ließ ihre Hofkirche 1863 mit eigenen Mitteln gründlich renovieren, 1975 war die letzte Restaurierung.
  • Burggraf Hermann von Meißen stiftete 1149 das Benediktinerkloster Mönchröden.
  • Der Froschgrundsee, ein 1986 eingerichteter und von Franz Josef Strauß eingeweihter, 23 Hektar großer Stausee dient der Hochwasserregulierung der Itz und ist ein Naherholungsgebiet. Eine Besonderheit des Froschgrundsees ist, dass er sich bis zur Deutschen Einheit bei Vollstau auch auf das Gebiet der DDR erstreckte.
  • Die Talbrücke Froschgrundsee, eine 2011 fertiggestellte Stahlbetonbogenbrücke, überspannt den Hochwasserspeicher auf fast 800 Meter Länge und in 60 Meter Höhe. Sie ist mit 270 Meter Bogenspannweite eine der größten Brücken dieser Art in Deutschland und gehört zur Bahnstrecke Nürnberg–Erfurt.
  • Die Lauterburg ist eine Burgruine im Stadtteil Oberwohlsbach.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Sportverein ist die Sport-Gemeinschaft Rödental mit mehr als 1100 Mitgliedern in verschiedenen Abteilungen. Die erste Herren-Mannschaft im Handball bildet aktuell eine Spielgemeinschaft und tritt in der Saison 2019/20 als HSG Rödental/Neustadt in der Bezirksoberliga an,[18] nachdem man 2016/17 bereits in der Landesliga vertreten war.[19] Die Heimspiele finden in der Franz-Goebel-Halle statt.

Zweitgrößter Verein ist der TSV Mönchröden mit etwa 700 Mitgliedern in mehreren Abteilungen.[20] Der TSV stellt die höchstklassige Fußballmannschaft der Stadt, die aktuell in der Bezirksliga Oberfranken spielt (Stand: Saison 2019/2020).[21] Die Heimspiele werden im Wildpark-Stadion ausgetragen.

Der Jugendfußball der Stadt ist in der JFG Rödental organisiert. Innerhalb dieser Fußballgemeinschaft haben die Vereine VfB Einberg, TSV Mönchröden, 1. FC Oberwohlsbach und die SG Rödental jeweils die A-, B-, C- und D-, Jugend zusammengelegt.[22]

Insgesamt gibt es in Rödental 18 verschiedene Sportvereine.[23]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Europäisches Museum für Modernes Glas[24] bei Schloss Rosenau
  • Heinrich-Schaumberger-Museum in Weißenbrunn vorm Wald

Wirtschaft, Tourismus und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zentrum (Oeslau, Einberg, Mönchröden) ist überwiegend industriell geprägt (Porzellan/Keramik, Spielwaren/Puppen, Kunststoffverarbeitung), aber auch der Handel ist stark vertreten. Etwa 7000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gab es 2011 in der Stadt, die unter anderem in rund 140 Gewerbe- und Handwerksbetrieben sowie 170 Handelsgeschäften angesiedelt waren.[25]

Der Stadtteil Blumenrod hat sich in den letzten Jahren mit der Deponie des Müllzweckverbandes, Wertstoffhof und -sortieranlage, Kunststoffwiederaufbereitungsanlage und weiteren Betrieben zum Zentrum für Abfallwirtschaft in West-Oberfranken entwickelt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannte Wirtschaftsunternehmen mit Sitz in Rödental sind die Porzellanfabrik Goebel, der börsennotierte Puppenhersteller Zapf Creation AG und das Elektrotechnikunternehmen Wöhner. Die Goebel-Porzellanmanufaktur produziert inzwischen nicht mehr in Rödental. Die Herstellung der weltbekannten Hummelfiguren erfolgt durch die neu gegründete Gesellschaft Manufaktur Rödental.

Das 1857 errichtete Annawerk, das seit 1998 zur Saint Gobain-Gruppe gehört, stellt feuerfeste Keramik und seit 2005 Dieselrußpartikelfilter her. Dafür wurden ehemals stillgelegte Fabrikgebäude instand gesetzt. Saint Gobain war im Jahr 2007 mit 720 Mitarbeitern größter Arbeitgeber der Stadt. Ein großer Arbeitgeber ist auch die K S Raumpflegeservice GmbH. Sie beschäftigte im Jahre 2009 über 600 Mitarbeiter.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt drei Hotels und zahlreiche Ferienwohnungen im ganzen Stadtgebiet.[26] Von einigen Sehenswürdigkeiten sticht das Schloss Rosenau heraus, welches die Sommerresidenz der Coburger Herzöge und Geburtsort Prinz Alberts war. Die Stadt selbst versteht sich als Prinz-Albert-Stadt, wie auch auf der Website von Rödental zu sehen ist.[27] Durch die ansässigen Unternehmen gilt Rödental auch als Stadt der Keramik und der Puppen.[28]

Rödental zählt zur Tourismusregion Coburg-Rennsteig.[29]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Neubau der A 73 wurde am 31. Oktober 2006 bis zur Stadtgrenze von Rödental für den Verkehr freigegeben und sorgt zusammen mit der Bundesstraße 4, der neuen Umgehungsstraße in Richtung Neustadt, für bessere Verkehrsverhältnisse.

Außerdem halten Züge der Linie Nürnberg-Sonneberg in Rödental an drei Bahnhöfen: in Oeslau, Rödental Mitte und Mönchröden. Da die Zug-Linie nur tagsüber fährt, gibt es in der Nacht in der Regel 1–2 Verbindungen mit Bussen, die vom Coburger ZOB über Rödental nach Sonneberg fahren.

Des Weiteren hat die Stadt Rödental zwei eigene Buslinien, die tagsüber innerhalb des Stadtgebiets die Stadtteile miteinander verbinden.[30]

2005 wurde Rödental bekannt durch den Bau einer Eisenbahnbrücke, der Itztalbrücke, als Teil der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt, die bis Ende 2017 keinen planmäßigen Zugverkehr hatte und daher von der Bevölkerung auch als Soda-Brücke bezeichnet wurde.

Dialekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rödental wird Itzgründisch gesprochen, ein mainfränkischer Dialekt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ICE T „Rödental“

Am 13. Oktober 2012 befuhr der ICE T 2774 die Werrabahn von Lichtenfels bis Rödental. Bei einem einstündigen Aufenthalt im Bahnhof Coburg wurde der ICE unter Anwesenheit von Stadt- und DB-Prominenz auf den Namen Rödental getauft. Anschließend wurde der ICE im Bahnhof Rödental empfangen.

Das jährliche Sonnwendfeuer findet auf dem Horeb, einem Hügel in Mönchröden/Rothenhof mit Sicht auf die Stadt, statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ortsdatenbank
  3. Zahlen - Daten - Fakten - Stadt Rödental. Abgerufen am 25. März 2020.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 442.
  5. Rödntals Rathaus gerüstet für die Zukunft. Abgerufen am 25. März 2020.
  6. a b c d e f g h i j k l m n o p Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 441 f.
  7. a b c d Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 679 f.
  8. a b Festschrift 40 Jahre Rödental, S. 33 (PDF; 12,3 MB)
  9. wahl.roedental.de
  10. Zahlen / Daten / Fakten - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  11. Zahlen / Daten / Fakten - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  12. Zahlen - Daten - Fakten - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  13. Ärzte - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  14. Apotheken - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  15. Krankenhäuser - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  16. Standorte der Defibrillatoren in Stadt und Landkreis Coburg. Abgerufen am 27. März 2020.
  17. Albert - Amtsblatt der Stadt Rödental - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  18. nuLiga Handball – Staffel. Abgerufen am 27. März 2020.
  19. nuLiga Handball – Staffel. Abgerufen am 27. März 2020.
  20. TSV. Abgerufen am 27. März 2020.
  21. TSV Mönchröden. Abgerufen am 27. März 2020.
  22. TSV. Abgerufen am 27. März 2020.
  23. Freizeitmöglichkeiten - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  24. Kulturatlas Oberfranken: Museen – Europäisches Museum für Modernes Glas
  25. Festschrift 40 Jahre Rödental, S. 45 (PDF; 12,3 MB)
  26. Essen & Trinken - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  27. Stadt Rödental - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  28. Tourismus - Stadt Rödental. Abgerufen am 27. März 2020.
  29. Rödental im Coburger Land. Abgerufen am 27. März 2020.
  30. ÖPNV - Netzkarte - Stadt Rödental. Abgerufen am 25. März 2020.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rödental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Rödental – Reiseführer