Machiko Kyō

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Machiko Kyō im Jahr 1959

Machiko Kyō (jap. 京 マチ子, Kyō Machiko; eigentlich Motoko Yano (矢野 元子, Yano Motoko); * 25. März 1924 in Osaka) ist eine japanische Schauspielerin. Kyō konnte ihre größten Erfolge in den 1950er-Jahren feiern und gilt als erste Femme fatale des japanischen Kinos. Als eine der wenigen japanischen Schauspielerinnen ihrer Zeit erlangte sie auch in Hollywood Bekanntheit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Machiko Kyō wurde 1924 als Motoko Yano in Osaka geboren. Als das Kind fünf Jahre alt war verließ der Vater die Familie, Kyō wurde daher von ihrer Mutter und ihrer Großmutter großgezogen. 1936 begann die zwölfjährige Machiko Kyō eine Laufbahn als Bühnenschauspielerin und später als Tänzerin in einem Club in Osaka. Zu dieser Zeit nahm sie auch ihren Künstlernamen an.

1949 wurde Kyō von der Produktionsfirma Daiei unter Vertrag genommen und drehte noch im selben Jahr mit Hana kurabe tanuki-goten ihren ersten Film. Bereits im Jahr darauf kam ihr großer Durchbruch mit Akira Kurosawas Rashomon in der Rolle des Vergewaltigungsopfers Masako. Kyōs überzeugende Darbietung machte sie über Nacht zum Star und zur ersten Femme fatale des japanischen Kinos. Auf Grund ihres Aussehens wurde sie auch als die „Marilyn Monroe Japans“ bezeichnet.

1953 war Machiko Kyō als Hofdame Kesa im Historiendrama Das Höllentor zu sehen. Noch im selben Jahr feierte sie mit Kenji Mizoguchis Ugetsu – Erzählungen unter dem Regenmond einen weiteren großen Erfolg, auf den die Hochphase ihrer Karriere folgte: Innerhalb von zehn Jahren drehte sie etwa vierzig Filme, darunter auch die Rolle der Lotos Blossom in der US-Komödie Das kleine Teehaus an der Seite von Marlon Brando, für den sie eine Golden-Globe-Nominierung erhielt. 1959 spielte Kyō die weibliche Hauptrolle im Filmdrama Abschied in der Dämmerung von Ozu Yasujirō. Ab 1970 ließ sie ihre Karriere, in der sie mit den größten japanischen Regisseuren der Zeit gearbeitet hatte, ausklingen. Ihren letzten Auftritt als Schauspielerin hatte Kyō im Jahr 2000 in einer Folge der Fernsehserie Haregi, koko ichiban.

Machiko Kyō wurde für ihre schauspielerischen Leistungen mehrfach mit den wichtigsten Filmpreisen Japans sowie mehreren internationalen Priesen ausgezeichnet. 2017 erhielt Machiko Kyō unter anderem anlässlich der 40. Verleihung des Japanese Academy Award den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk.[1] Nach dem Ende ihrer Filmkarriere zog sie zurück in ihrer Geburtsstadt Osaka, wo sie noch heute lebt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Machiko Kyō als Yang Guifei in Yōkihi, 1955

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Machiko Kyō – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Japan Academy Film Prize: 会長特別賞. Abgerufen am 1. Mai 2018.