Zum Inhalt springen

Madeleine Renaud

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Madeleine Renaud, 1956

Lucie Madeleine Renaud (* 21. Februar 1900 in Paris; † 23. September 1994 in Neuilly-sur-Seine) war eine französische Theater- und Filmschauspielerin.

Renaud mit Jean-Louis Barrault (Foto: Carl Van Vechten)

Madeleine Renaud gehörte ab 1921 zur angesehenen Comédie-Française. Während ihres Berufslebens spielte sie vorwiegend naive Rollen. 1940 heiratete sie den zehn Jahre jüngeren Schauspieler Jean-Louis Barrault. Gemeinsam mit ihm verließ sie 1948 die Comédie-Française und gründete die Privatbühne Compagnie Renaud-Barrault, das Théâtre Marigny. Sie waren mit dem Schriftsteller und Jazzmusiker Boris Vian befreundet und erwarben sich den Ruf, ausgezeichnete Bebop-Tänzer[1] zu sein.

Zusammen mit ihrem Mann genoss sie das Vertrauen von Kulturminister André Malraux. Dieses Vertrauensverhältnis zerbrach jedoch, als sie sich 1968 mit den revoltierenden Studenten des Mai 68 von Paris solidarisch zeigten. Das Paar übernahm später die Leitung des Théâtre du Rond-Point.

Sie trat während ihres langen Berufslebens in einer großen Zahl von Theaterproduktionen und Filmen auf. Eine ihrer bekanntesten Rollen war die Maude in einer Fernsehadaption von Harold und Maude. Sie war die Tante der Schauspielerin Marie-Christine Barrault, die bis zu dessen Tod mit Roger Vadim verheiratet war.

Renaud starb im September 1994, sieben Monate nach dem Tod ihres Mannes.

Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Madeleine Renaud – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Anne Chabrol: Collection Roger-Viollet : Chroniques parisiennes en photos. Éditions du Chêne (Hachette), Paris 2008, ISBN 978-2-84277-870-5, S. 118.