Magnesiumnitrid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Magnesiumnitrid
__ N3−      __ Mg2+
Allgemeines
Name Magnesiumnitrid
Verhältnisformel Mg3N2
CAS-Nummer 12057-71-5
PubChem 16212682
Kurzbeschreibung

beigefarbener Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 100,95 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,71 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

800 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

reagiert mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 228​‐​315​‐​319​‐​335
EUH: 029
P: 210​‐​241​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Reizend Leichtentzündlich
Reizend Leicht-
entzündlich
(Xi) (F)
R- und S-Sätze R: 11​‐​29​‐​36/37/38
S: 7/8​‐​26​‐​33​‐​37​‐​43​‐​60Vorlage:S-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Magnesiumnitrid ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Magnesium und Stickstoff. Es besitzt die Formel Mg3N2 und gehört zur Stoffgruppe der Nitride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Es entsteht als gelber Feststoff zum Beispiel beim Erhitzen von metallischem Magnesium auf ca. 300 °C unter Stickstoffatmosphäre.[3]

\mathrm{3 \ Mg + \ N_2 \longrightarrow \ Mg_3N_2}

Ebenfalls möglich ist die Herstellung durch Reaktion von Magnesium und Ammoniak.[3]

\mathrm{3 \ Mg + 2 \ NH_3 \longrightarrow Mg_3N_2 + 3 \ H_2}

Bei der Verbrennung von Magnesiummetall an Luft entsteht es neben Magnesiumoxid (MgO) und lässt dieses gelblich erscheinen.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Magnesiumnitrid ist ein grünlichgelbes bis gelborange gefärbtes, lockeres Pulver. Es besitzt eine kubische Kristallstruktur vom Kohlenstoff-Sesquioxidtyp (a = 9,95 Å). Mit Wasser hydrolysiert Magnesiumnitrid zu Magnesiumhydroxid und Ammoniak.[3]

\mathrm{Mg_3N_2 + 6 \ H_2O \longrightarrow 3 \ Mg(OH)_2 + 2 \ NH_3}

Im historischen Serpek-Verfahren wurde diese Reaktion (neben der Hydrolyse von AlN) zur Ammoniaksynthese eingesetzt (siehe Haber-Bosch-Verfahren).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Magnesiumnitrid bei AlfaAesar, abgerufen am 15. Dezember 2010 (JavaScript erforderlich).
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  3. a b c Georg Brauer (Hrsg.): Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band II, Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 911.