Magnesiumstearat

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Strukturformel
Struktur von Magnesiumstearat
Allgemeines
Name Magnesiumstearat
Andere Namen

MAGNESIUM STEARATE (INCI)[1]

Summenformel C36H70MgO4
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 557-04-0
EG-Nummer 209-150-3
ECHA-InfoCard 100.008.320
PubChem 11177
ChemSpider 10704
DrugBank DB14077
Wikidata Q416713
Eigenschaften
Molare Masse 591,25 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

1,03 g·cm−3 (22 °C)[2]

Schmelzpunkt

ca. 140 °C[2]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Magnesiumstearat ist das Magnesiumsalz der Stearinsäure und gehört zu den Kalkseifen.

Es wird aus Fetten und Ölen unter Spaltung ihrer Glyceride mittels Magnesium, Seifen und Glycerin gewonnen. Magnesiumstearat wird zum Beispiel in der pharmazeutischen Industrie als Hilfsmittel zur Tabletten- oder Granulatherstellung verwendet.[3] Magnesiumstearat wird auch in einigen Süßigkeiten verwendet.

Magnesiumstearat kann sowohl aus Fetten tierischer als auch pflanzlicher Herkunft hergestellt werden. Oft wird Soja-, Raps- oder Maiskeimöl verwendet.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumstearat enthält in seiner Verwendungsform in der pharmazeutischen Industrie noch geringe Mengen weiterer Magnesiumsalze z. B. der Palmitinsäure und Ölsäure. Insgesamt ergibt sich ein feines, fast geruchsloses weißes Pulver, das sich fettig anfühlt. Die Löslichkeit in Wasser und Ethanol ist praktisch nicht vorhanden.[5]

Magnesiumstearat zeigt Eigenschaften, die es als Schmiermittel sehr geeignet machen. Zum einen hat es eine lamellare Kristallstruktur, die die interne Reibung des Stoffes stark reduziert. Weiterhin hat es eine sehr geringe Partikelgröße von 3 bis 15 µm. Magnesiumstearat lagert sich an der Oberfläche anderer Partikel einer Pulvermischung an und reduziert so deren Reibung untereinander und zu externen Oberflächen, z. B. einer Tablettenpresse.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu MAGNESIUM STEARATE in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 7. März 2020.
  2. a b c d e f Eintrag zu Magnesiumstearat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 8. September 2017 (JavaScript erforderlich).
  3. Rudolph Hänsel, Otto Sticher (Hrsg.): Pharmakognosie – Phytopharmazie. 9. Auflage. Springer Medizin, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-00962-4, S. 255.
  4. Datenbank Zusatzstoffe: Magnesiumsalze der Speisefettsäuren.
  5. a b Voigt, Rudolf,: Voigt Pharmazeutische Technologie für Studium und Beruf. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-7692-6194-3.