Makarow (Pistole)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Makarow (Pistole)
Makarow PM
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung: Makarow IŻ-70
Militärische Bezeichnung: Makarow PM
Entwickler/Hersteller: Nikolai Fjodorowitsch Makarow / Ischmech (Baikal-Werke in Ischewsk), Russland
VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“, Suhl, DDR
Norinco, China
Arsenal JSCo.,[1] Bulgarien
Suhler Jagd- und
Sportwaffen GmbH
, Deutschland
Produktionszeit: seit 1952
Waffenkategorie: Pistole
Ausstattung
Gesamtlänge: 161 mm
Gesamthöhe: 126,75 mm
Gesamtbreite: 30,5 mm
Gewicht: (ungeladen) 0,730 kg
Visierlänge: 130 mm
Lauflänge: 93 mm
Technische Daten
Kaliber: 9,2 × 18 mm
Mögliche Magazinfüllungen: 8 Patronen
Anzahl Züge: 4
Drall: Rechts
Verschluss: Feder-Masse-Verschluss
Ladeprinzip: Rückstoßlader
Listen zum Thema

Die Pistole Makarow, kurz als PM bezeichnet, ist eine Selbstladepistole (Rückstoßlader ohne starre Laufverriegelung) russischen Ursprungs. Die Handfeuerwaffe mit einem einfachen Feder-Masse-Verschluss verschießt eine speziell geschaffene Patrone (9 mm Makarow) und ist komplett aus Stahl gefräst.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Makarow resultierte aus einem 1945 ausgeschriebenen Wettbewerb für ein Nachfolgemodell der halbautomatischen Pistole Tokarew TT-33.[2] Die Produktion begann 1949. Die Pistole wurde in den Jahren 1951 bis 1991 bei der Roten Armee als Standard-Ordonnanzwaffe (Seitenwaffe) verwendet[3] und noch heute in den Russische Streitkräften geführt, jedoch schrittweise durch die Jarygin PJa ersetzt. In sehr vielen Ländern war oder ist sie Standardwaffe der Polizei und des Militärs. Sie gilt im Allgemeinen als sehr zuverlässige, aber - wie schon die Tokarew - recht ungenaue Handfeuerwaffe. Die Variante mit angebautem Schalldämpfer wird PB (pistolet bes'schumnyj – lautlose Pistole) genannt.

Die Makarow-Pistole basiert auf der deutschen Walther PP im Kaliber 9 mm Ultra, die von Walther in Zella-Mehlis für die deutsche Luftwaffe entwickelt und deren Konstruktionsunterlagen 1945 von den sowjetischen Truppen erbeutet wurden. Wie allen von der sowjetischen Industrie übernommenen oder fortgeführten deutschen Entwürfen wurde ihr daraufhin der Name des einheimischen Projektleiters zugeteilt, hier der des Konstrukteurs Nikolai Fjodorowitsch Makarow.

Varianten[Bearbeiten]

Modell PB
  • PB: schallgedämpfte Version
  • PMM: modernisiertes Modell mit 12 Schuss und einem höheren Gewicht
  • Typ 59: chinesischer Nachbau
  • Isch 70/71: Zivilmodelle, zum Teil im Kaliber .380 ACP

Literatur[Bearbeiten]

  • 9-mm-Pistole Makarow – Beschreibung und Nutzung. A 250/1/109. (Nur für den Dienstgebrauch), NVA der DDR, Berlin 1975
  • Methodische Hinweise für das Schießen mit den Pistolen Makarow und Modell 74. Handbuch. Ministerium des Innern der DDR, Publikationsabteilung, Berlin 1986
  • Ilya Shaydurov: Russische Schusswaffen – Typen, Technik, Daten. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-613-03187-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Makarow PM – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der ARSENAL JSCompany in Kasanlak
  2. http://world.guns.ru/handguns/hg/rus/makarov-pm-pmm-e.html ''Modern Firearms – Makarov PM/PMM'' (Achtung: Bitte diese Website nicht aufrufen, da sie gefährliche Software verbreitet!)
  3. Makarov.com: Makarov Basics. (abgerufen am 29. März 2011)